Stummfilm-Forum von

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Thema: Radio- und TV-Hinweise


Thomas:
-30.12., 10:45, 3sat: "Die Generallinie" (SU 1926-29) von Sergej Eisenstein
Tja, den sehe ich gerade an und traue meinen Augen kaum: 3sat strahlt ihn in 16:9 aus, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Wer's nicht gesehen hat und nicht glaubt:
http://pressetreff.3sat.de/pd/Sendung.asp?ID=%27C2C6469E45234283%27

Angesichts dieser Schnippelei nimmt es sich gar nicht mehr so schlimm aus, dass die Untertitel gelegentlich mit dicken schwarzen Balken (über die volle Bildbreite!) unterlegt wurden. und immer noch in der albernen ZDF-Schrift gesetzt sind. Die gleicht so auffallend der VAG-Font, dass man meinen möchte, man sieht VW-Werbung. Corporate Identity über alles!



Ich habe diesen 16:9 - Wahn noch nie so richtig verstanden.

Ich sehe den Film auch gerade. Ein sehr guter Film, geradezu außergewöhnlich gut ist die Musik, Film und Musik bilden hier zudem eine Einheit, wie ich sie bislang nur selten erlebt habe.




ich mach jetzt kurzerhand ein neues Thema auf (Eisenstein: "Das Alte und das Neue") und poste je fünf Screenshots zum Vergleich.



arte strahlt demnächst zweimal Wenn die Abendglocken läuten von Hans Beck-Gaden aus, und zwar am 23.2.09 von 00:45-02:15 (schon 24.2.) und am 26.2. von 03:00-04:30 (also 27.2.).

Der Film wurde im Jahre 1930 (!) zur Gänze im Kleinwalsertal und in Oberstdorf gedreht, die Aufzeichnung der Musik erfolgte im vergangenen September beim "Walser Filmgewitter".
Ein Linkerl muss sein: http://www.tvinfo.de/exe.php3?sidnr=78846989&target=popup&vw=1&



Die Filmbeschreibung bei tvinfo liest sich sehr interessant, sodaß ich auf diesen Film jetzt schon sehr gespannt bin.

Allerdings frage ich mich, in welchem Format ARTE den Film ausstrahlt. Mittlerweile traue ich jedem Sender alles zu




Carl Th. Dreyers Elsker Hverandre (D 1922) – "Die Gezeichneten" (eigentlich "Liebet einander", aber da der Film hierzulande gedreht wurde, ist ja im Grunde der dänische Titel 'falsch'...)

Läuft dreimal auf arte (alle Zeiten = VPS):
  • 30.03.09, 32:20-00:55
  • 07.04.09, 03:00-04:35
  • 12.04.09, 03:00-04:35
Hier geht's zu TVinfo, S.1 http://www.tvinfo.de/exe.php3?target=popup&sidnr=80962896
S.2 http://www.tvinfo.de/exe.php3?sidnr=80962896&target=popup&vw=2&backQS=

Vor allen Dingen aber gilt es, hierhin zu hupfen:
Preview of the new Carl Th Dreyer website



Hofmeister:
Carl Th. Dreyers Elsker Hverandre (D 1922) – "Die Gezeichneten" (eigentlich "Liebet einander", aber da der Film hierzulande gedreht wurde, ist ja im Grunde der dänische Titel 'falsch'...)

Läuft dreimal auf arte (alle Zeiten = VPS):
  • 30.03.09, 32:20-00:55
  • 07.04.09, 03:00-04:35
  • 12.04.09, 03:00-04:35
Hier geht's zu TVinfo, S.1 http://www.tvinfo.de/exe.php3?target=popup&sidnr=80962896
S.2 http://www.tvinfo.de/exe.php3?sidnr=80962896&target=popup&vw=2&backQS=

YIPPIIIIIIIIIIIIIIII

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"Einen schönen Hals hat Eure Frau..."


myself: arte strahlt demnächst zweimal Wenn die Abendglocken läuten von Hans Beck-Gaden aus, und zwar am 23.2. und am 26.2..
Teufel auf und zu! Jetzt hatte ich so miserablen Empfang (mitten in der Großstadt), dass die Aufnahme unbrauchbar ist:

Diesmal trifft den Sender keine Schuld, doch ist das auch kein Trost. Hat hier jemand ein Herz und springt mir bei? Ich hatte obendrein einem Forumsgenossen zugesagt, den Streifen auch für ihn aufzuzeichnen. Kreizkruzifixnochamal!
Ich kann mir auch das Fluchen verkneifen, wenn's hilft.



Vielen Dank für die prompten Hilfsangebote von Andrew, Arndt, Conrad und paristocrats, dank derer meine Abendglockenlosigkeit ein rasches Ende fand.
(Eigentlich wollte ich mein Ersuchen nur um einen Hinweis ergänzen, aber die Korrekturmöglichkeiten scheinen zeitlich begrenzt zu sein; drum musste ich neu posten. Pardon, hatte keine Wahl!)



und wieder mal arte:
Bronenosez Potjomkin (Panzerkreuzer Potemkin; UdSSR 1925)
am 27.4.09, 23:45-00:55 (=VPS)

Mit diesem Versprechen:
Die auf ARTE gezeigte Fassung entstand als großangelegtes Restaurationsprojekt unter der Gesamtleitung der Stiftung Deutsche Kinemathek und wurde auf der Berlinale 2005 präsentiert. Die deutschen Zensureingriffe wurden 'zurückmontiert', nach einem protokollierten Szenarium von Ippolit Sokolow in den 30er Jahren. Die Musik, die Edward Meisel 1926 für die deutsche Fassung komponiert hatte, wurde von Helmut Imig arrangiert, beraten von Lothar Prox und eingespielt vom Deutschen Filmorchester Babelsberg eingespielt.
Wer aber ist "Edward" Meisel? Aus Mund ward Ward! Aber immerhin haben sie seine Musik "eingespielt eingespielt".



Der monatliche Film auf ARTE:

Am 30.03.09 läuft um 23.20 Uhr Carl Theodor Dreyers "Die Gezeichneten".

Die Version ist laut Arte die neueste Restaurierung die 2006 vom Dänischen Filmistitut erstellt wurde. Wenn die Version auch nur annähernd so gut ist wie die DVD "Blätter vom Buche Satans", dann wirds ein Highlight. Jetzt müsste nur mal wieder "Passion der Jeanne d'Arc" kommen, der mir immer noch fehlt... Aber den hat ja sicher niemand...

Viele Grüße
HaPe



arte im Mai: 25.5.09, 00:50-02:15 (eigtl.26.5.), & 4.6.09, 03:00-04:25 (d.i.5.6.)

Der Golem, wie er in die Welt kam (D 1920)
http://www.tvinfo.de/exe.php3?target=popup&sidnr=84628968
Immer wieder spannend, ob Loni Nest das Batteriefach findet.

Sehenswerte Materialien: http://www.filmportal.de/df/a1/Artikel,,,,,,,,EAA6EC39A191830BE03053D50B371083,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,.html

und damit's nicht vergessen wird, sei bei dieser Gelegenheit daran erinnert, dass arte zuvor am 27.4.09, 23:45-00:55 & 17.5.09, 03:00-04:10 (d.i.18.5.) den rostigen alten Kahn Bronenosez Potjomkin entmottet (Panzerkreuzer Potemkin; SU 1925). Da binde ich mir eine rote Serviette um und mache es mir vorm Fernseher mit einer Packung Schiffszwieback (zwei Jahre alt) und einem Schälchen frischer Maden gemütlich.



Da ich per PM gefragt wurde, was es (Potemkinsch) mit der roten Serviette auf sich habe, sei hier ein Artikel von Enno Patalas aus der Süddeutschen Zeitung vom 5.1.2001 zitiert:
In den schwarzweißen Kopien, die Jahrzehnte hindurch in Verbreitung waren, es bis heute sind, ist die Fahne weiß. Ein weißes Tuch hatte Eisenstein hochziehen lassen bei den Dreharbeiten, weil er von vornherein vorhatte, die helle Stelle rot zu kolorieren, von Hand, mit Hilfe einer Schablone, Bild für Bild, 16 pro Sekunde, in jeder Kopie, am Ende des dritten Akts. Aber dann schnitt er die Einstellung mit der am Mast wehenden Fahne noch fünf Mal ein, im vierten und fünften Akt. Es geniert, sie weiß zu sehen, nachdem man sie einmal rot gesehen hat. Spätere Bearbeiter haben sie jedes Mal gefärbt. Viktor Schklowskij meinte einmal, dass gerade das einmalige Rot die Hand eines wirklich kühnen Menschen verrate; da mache es Effekt, in der Wiederholung werde es zum Zeichen, wie die „gut beleuchtete rote Fahne überm Kreml, der die auf der Straße vorübergehenden Menschen nicht applaudieren“. Anders als die Besucher des Bolschoi es im Dezember 1925 taten – und im September 1986 in München im Gasteig die zweimal Zweitausend, deren Klatschen die Musik der Jungen Deutschen Philharmonie überdröhnte.
(mangels Genehmigung beschränke ich mich auf einen Absatz, anstatt den ganzen Artikel hier einzustellen)

Auch noch sinnvoll: Ein Berlinalehandzettel von 2005
http://www.berlinale.de/external/de/filmarchiv/doku_pdf/20053720.pdf,
Rezension der Kino.com-Lizenzausgabe in CINEASTE (englisch)
http://www.thefreelibrary.com/Battleship+Potemkin.-a0184538813

Und der Zwieback, und die Maden? Die Handlung in Bronenosez Potjomkin war 1925 bereits historisch entrückt, da er Ereignisse aus der Revolution von 1905 schilderte. Meine Arie zielte darauf ab, dass unser Mitgehen heute deutlich wohlfeiler ist als das der Zuschauer 1925 – vielleicht könnte man ja an der Kasse ein Set zum 'spontanen Mitmachen' verkaufen, wie in den Kinos, die 'The Rocky Horror Picture Show' zeigen.



Hallo,

wenn man einen Film mit solchen Detailkenntnissen und einer solchen Einstellung ansieht, ist er jedesmal ein Ereignis.



Hallo,

leider wird der Film "Bronenosez Potjomkin", der am Montag auf ARTE laufen wird, wie bereits der Film "Die Gezeichneten" im 16:9 - Format ausgestrahlt.

Da das nun schon zum zweiten Mal so gemacht wird, ist das wohl bei ARTE üblich geworden.

Bei dem von ARTE verwendeten Verfahren wird zwar nicht das Bild beschnitten, erscheint jedoch auf 4:3 - Bildschirmen mit dicken schwarzen Balken auf allen Seiten:



Ein energischer, höflicher Protest bei ARTE ist sicher angebracht.

Freundliche Grüße

Andrew

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