Stummfilm-Forum von

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Thema: Moderne Stummfilme


Noch eine allerletzte Anmerkung...darf ich?

Mein Lieblingsscherz aus der deutschen Synchro von DIE ZWEI:

"Ich lasse mal meinen Schweif blicken...äh, meinen Blick schweifen."

Ich weiß, ich weiß...aber ich kann mich noch immer beömmeln. Das Intellektuelle ist bei mir nur eine dünne Deckschicht.

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"Ein patentes Mädel."
"Nicht wahr? Wenn sie nur nicht immer 'Mops' zu mir sagen würde!"


Ich finde DIE ZWEI auch nach wie vor super, das weckt den Achtjährigen in mir... ^^

DAS LEBEN DES BRIAN ist auf Deutsch viel lustiger als im Original... und alle Italo-Western sind besser im deutschen Sechziger-Jahre-Synchro als in sonst irgendeiner Sprache.

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Arndt:
Und ob ein hastig drangeklebter Movietone-Soundtrack integraler Bestandteil eines Stummfilms ist, darüber ließe sich trefflich streiten. Wieviele Kinos waren denn 1927 überhaupt in der Lage, den Film in der Movietone Version zu zeigen?


Ich habe mir gestern The King of Kings vom alten Cecil B. angetan - Criterion hat den Film mit drei Musikbegleitungen herausgebracht, eine davon ist der alte Movietone-Soundtrack von Hugo Reisenfeld.
Leider kann man die 155-Minunten-Komplettfassung nur mit der neuen Musik von Donald Sosin ansehen, die kürzere Version von 1928 geht mit Reisenfelds Musik oder der Orgelbegleitung von Timothy J. Tikker.
Auf diese Weise geht für mich das mit dem "Soundtrack-Ersetzen" in Ordung. Ich kann vergleichen, auswählen und komme so auf einige Gedanken zum Thema.
Im Falle des King of Kings ziehe ich Reisenfelds Musik ganz klar vor; seine Musik ist m.E. die einzige, welche zum frömmlerischen Ernst des Films ein Gegengewicht setzt - während jene von Sosin das frömmlerische Element noch unterstützt (und ihn für mich somit schwer erträglich macht).

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Mein Filmblog: http://gabelingeber.wordpress.com/

Zuletzt bearbeitet: 23.12.09 19:56 von Charley_Chase


Eine ausführliche Besprechung der oben, am 21.12.2009, von Hofmeister erwähnten neuen DVD-Edition von LES VACANCES DE MONSIEUR HULOT findet sich hier: http://www.filmsactu.com/dvd-les-vacances-de-monsieur-hulot-2459.htm.
In der Tat, die zweite DVD bietet die Ur-Version des Films von 1953; in der Tat, die Kammerjazz-Musik schmeichelt sich ins Ohr; und in der Tat, etwa eine halbe Stunde nach Beginn ereignet sich da eine behutsam-spöttische, später entfernte Szene um einen eingenickten Pfarrer ...



Es paßt hier nicht ganz rein. Ich wollte aber nicht extra wieder einen neuen Thread aufmachen...

Hier ein moderner Stummfilm, eine Parodie, Hommage, wie auch immer. Vor allem für jene interessant, die auch SF mögen

SPACE: 1899

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"Nicht so hastig, junger Freund! Niemand enteilt seinem Schicksal."


Dan Pritzkers LOUIS, ein Stummfilm über die Jugendjahre von Louis Armstrong, scheint demnächst dem amerikanischen Publikum präsentiert zu werden. Vorausschau: http://theurbanflux.wordpress.com/2010/05/20/louis-to-premiere-with-5-city-tour-in-late-august-accompanied-by-wynton-marsalis-cecile-licad-and-an-all-star-jazz-ensemble/.



http://www.louisthemovie.com/

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Noch eine spätere Hommage, MONSIEUR FANTÔMAS (1937):

http://www.ubu.com/film/moerman_fantomas.html

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Gänzlich ohne Ton ist auch Philippe Garrels "Le Rélévateur" (1968):

http://www.ubu.com/film/garrel_revelateur.html
http://www.mitternachtskino.de/revelateur.htm

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Hier ein kurzer Stummfilm, modernerer Machart



"Heute ist die gute, alte Zeit von morgen." Karl Valentin



Beim 20. Landesfilmfest Mecklenburg-Vorpommern hat der Stummfilm "Nefastus" um einen Briefträger, der in den Briefen der Menschen lebt, gewonnen. Einer der Filmemacher, Stephan Kretschmann, meinte zu dem Erfolg:

"Wir haben uns mit einem alten Medium, dem Stummfilm beschäftigt. Das ist ein sehr ästhetisches Medium und spricht vielleicht auch besonders die Jüngeren an."

Einen Artikel über das Festival gibt es hier.

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Vom Rio Grande bis Kap Hoorn - Der Stummfilm in Lateinamerika


Hier und hier zwei kurze Stummfilme, nach Motiven von E.T.A. Hoffmanns "Der Sandmann."




Zuletzt bearbeitet: 18.11.10 23:02 von Roger_Skarsten


Die Ostthüringer Zeitung berichtet über eine morgige Aufführung des Bundesligaspiels Schalke gegen Bayern in Erfurt mit gesungenem Live-Kommentar des Opernimproensembles La Traviata. Offenbar gab es ähnliche Veranstaltungen bereits im Sommer während der WM. In Berlin wurden einige Spiele in einer Kirche als Stummfilme mit Musikbegleitung durch Stephan von Bothmer gezeigt. Was für eine schräge Idee!

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Vom Rio Grande bis Kap Hoorn - Der Stummfilm in Lateinamerika

Zuletzt bearbeitet: 03.12.10 18:09 von Thomas


Die Emmaus-Kirche soll jedenfalls bei allen Spielen knackevoll gewesen sein.



Habt ihr schon gesehen? Trailer sieht super aus!


http://www.youtube.com/watch?v=jZ_BHd5aCqk
http://www.imdb.com/title/tt1655442/



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