Arbeitsmedizinforum


In unserem öffentlichen Arbeitsmedizinforum sind Sie herzlich dazu eingeladen Fragen zu stellen, Statements abzugeben,
Diskussionen zu eröffnen, Stellen auszuschreiben, arbeitsmedizinische Fortbildungen anzukündigen und auf interessante
Webseiten und Literatur hinzuweisen.




Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter:

Bitte geben Sie in das freie Feld die E-Mail-Adresse ein, an die der Newsletter gesendet werden soll. Über den Newsletter werden nicht nur Verbandsnachrichten und Aktuelles, sondern auch Hinweise auf interessante Beiträge im Arbeitsmedizinforum verschickt.


Zurück zur Übersicht
Autor
Thema: Tollwutimpfung - Südamerika


Die Beratung von beruflich Reisenden wird immer wichtiger. Eine aktuelle Presseinformation möchte ich Ihnen nicht vorenthalten:

Presseinformation

CRM Centrum für Reisemedizin: Tollwut durch Vampirfledermausbisse im tropischen Südamerika

In den tropischen Regionen Südamerikas, insbesondere in Peru, Brasilien und Venezuela, kommt es in den letzten Jahren immer wieder zu Todesfällen durch Tollwut. Das CRM Centrum für Reisemedizin empfiehlt daher Reisenden mit besonderen Risiken beispielsweise bei geplanten Trekkingtouren oder Höhlenbesuchen vorsorglich die Impfung. Anders als in Asien oder Afrika, wo hauptsächlich streunende Hunde die Tollwut übertragen, sind es in Südamerika häufig Vampirfledermäuse. Anfang Januar starben in der peruanischen Amazonas-Region 7 Kinder nach Bissen. "Das heimtückische darin ist, dass manche Betroffene die Verletzung und Übertragung des Tollwut-Virus nicht registrieren", erläutert PD Dr. Tomas Jelinek, Wissenschaftlicher Leiter des CRM Centrum für Reisemedizin, Düsseldorf. Vampirfledermäuse haben sehr kleine Zähne mit denen sie ihren Opfern nur winzige Wunden zufügen, um an das Blut zu gelangen. So dass selbst wenn der Kontakt mit der Fledermaus bemerkt wurde, die Verletzung unter Umständen nicht auffällt.

Das Tollwut-Virus gerät mit dem Speichel infizierter Tiere in die Wunde. Der Zeitraum von einer Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit dauert in der Regel 1-3 Monate. Er variiert jedoch sehr stark. Wenn die Krankheit ausgebrochen ist, verläuft sie immer tödlich. Schutz vor einer Infektion bietet die Impfung. Sie kann auch zeitnah nach einem tollwutverdächtigem Biss erfolgen. Allerdings ist es in vielen Ländern, insbesondere in ländlichen Gebieten, häufig nicht möglich entsprechende Impfstoffe zu erhalten.




Durch Bisse von gefangenen, wilden Fledermäusen in der BRD wurden Anfang des vergangenen Jahrzehnts bis zu 70 Tollwutfälle jährlich gemeldet.
Daher sollten sich Biologen und andere Tierschützer, die als Fledermausforscher oftmals mit diesen Aufträgen des Fangs von zufällig entdeckten Fledermäusen befassen, vorsorglich gegen Tollwut impfen lassen. Aktuellere Daten dazu könnten von den Behring Werken erfragt werden.