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Thema: Uns geht es gut (Wulff)


Moin, moin,

wenn seit Wochen nur noch der Bundespräsident in den Schlagzeilen ist und dies das Top Thema der Bild und der B- Politker ist, dann können wir glücklich sein - nur solche Schwierigkeiten zu haben.

Die folgenden Probleme scheinen ja nicht von belang zu sein: Finanzkrise, Umweltzerstörung (ASSE, ....), Verkehrschaos,Energiewende, Bevölkerungsrückgang in Deutschland, Schere Reich und Arm, Steuersystem, Lebensarbeitszeit, Rechter Terror, Ehrenmord, ... ... ...

Thomas Gottschalk für Bundespräsident , ggf. Hape (der hat als Beatrix) Erfahrungen.

MFG

ein von der öffentlichen Meinungsmachermaschenerie geschockter

ART



Moin, Moin


Es scheint, als gäbe es immer nur ein Thema ...
wenn der Euro dran ist, werden wir auch wochenlang von allen Medien und aus sämtlichen Talkrunden davon beschallt!

Was unseren Wulff angeht - ich fand das zunächst ja auch furchtbar übertrieben - Kredit hin, Kredit her...

wenn nun aber stimmt, was über die Jahreswende zwischen Knallfröschen und Glockengeläut zu hören und lesen war, dann sollte Wulff einmal Größe zeigen und in sein teures Haus nach Großburgwedel ziehen!
Denn dann waren auch seine Erklärungen und Entschuldigungen vor Weihnachten nicht die Wahrheit!
Wenn es stimmt, dass unser Bundespräsident im Dienste seiner Mauscheleien die Pressefreiheit bedroht, dann hat er im Schloss Bellevue nichts mehr verloren ...

Als "Schwierigkeit" die wir in unserem Lande haben sehe ich das nicht - geredet wird allerdings dennoch darüber auf allen Seiten 1,
das lenkt eben ab, von den wirklichen Problemen!



Zuletzt bearbeitet: 04.01.12 10:06 von Krabbe


Richtig, Arthur. Nun ist es so hoch gespielt worden - nur für wen und warum? Doch nun muss es auch zu Ende gebracht werden... Heute gibt es eine Erklärung, oder man darf sogar Fragen stellen. Und das Ausland lacht sich langsam einen Ast über uns.

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Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden (Hermann Hesse)


Nun wird er sich ja heute Abend im Fernsehen äussern und "Rede und "Antwort" stehen.
Die ersten Rücktrittsrufe werden schon laut, aber ich glaube nicht dass es dazu kommt.

Angesichts der Probleme die wir hier haben fand ich anfangs - seine Sache wo er sein Geld holt und wer würde sich nicht die günstigste Lösung aussuchen.
Aber wie so oft bei solchen Affairen kommen nach und nach mehr Einzelheiten ans Tageslicht und dann wird es einfach nur unschön und kann nicht mehr objektiv behandelt werden.

Ich habe heute Pressemeinungen aus unseren Nachbarländern gesehen und die sind ganz anderen Aktionen gewöhnt, da nehmen wir uns mit unserem Wulff gradezu lächerlich aus.

Es wäre wirklich besser sich den wirklichen Problemen zu widmen, wir haben genug "Baustellen" in unserem Lande.



Ich lese immer "als ob wir keine anderen Probleme hätten".

Legen wir mittlerweile die Messlatte für Moral und Korruption so tief, dass wir solche Vergehen des Mannes, im höchsten Amt der Bundesrepublik, als Lappalie betrachten?

Für mich ist Wulff ein bestechlicher Nassauer und Schnorrer der, wenn er noch einen Funken Anstand im Leib hat, schnellstens und ohne Ruhebezüge, zurücktreten sollte.

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Ein wirklich erwachsener Mensch hat Kindlichkeit nicht abgelegt, sondern sie auf einer höheren Ebene wiedererlangt (David Steindl-Rast)


Zuletzt bearbeitet: 04.01.12 17:32 von Orbison


Ich glaube ich bin irgenwie falsch rübergekommen.
Also meine Messlatte ist nicht tief gesunken und halte es persönlich besser wenn er seinen Rücktritt erklärt - ich glaube nur nicht daran.

Irgendeine "Mauschelei" wird sicher wie immer laufen.
Sein Ansehen in der Bevölkerung ist nach dieser Aktion mit der Presse eh stark gesunken.

Selbst ohne Ruhebezüge brauchen wir uns um seine Finanzen sicher nicht "sorgen".





Herr Wulff ist Präsident. Und Mensch!

Wir alle hätten ein Problem damit, wenn unsre Kredite und unser Privatleben an die große Glocke gehängt werden würden. Bei uns würde ja auch kein Hahn danach krähen, was er gemacht hat ist normal. Auch die Anrufe, die die Veröffentlichungen verhindern sollten, sind menschlich.

Ich wünschte, man hätte nicht auf diese Mine getreten. Nun ist sie ausgelöst. Aber er ist damit doch kein Schwerverbrecher. Nur ein Mensch wie Du und Ich. Was vielleicht für einen Präsidenten zu wenig ist.

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Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden (Hermann Hesse)


Es gab Menschen, die haben ihren Job wegen einem 20 cent Bon verloren. Dieses Verhalten ist einfach Selbstüberschätzung. Wie kann ich bei einer Zeitung auf die Mail-Box sprechen? Er hat sich selbst ins Aus manöviriert.


Einen Namen hat der Mensch seit Geburt und Taufe, doch geschätz wird er nach dem Namen, den er sich gemacht hat.
(Lothar Schmidt)



Wie kann ich bei einer Zeitung auf die Mail-Box sprechen?

spätestens damit hat er sich -meiner Meinung nach- auf den Schleudersitz begeben.

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eigentlich bin ich ganz anders, ich komm' nur so selten dazu.


Bezug auf augenaufs Beitag

Herr Wulff ist Präsident. Und Mensch!


Ja sicher ist Wulff Präsident und zwar der Bundespräsident; der Repräsentant unseres Landes in der ganzen Welt!! Und ganz sicher ist er ein Mensch, aber ganz sicher kein Otto Normalverbraucher, wie du und ich!!
Er ist ein Mensch der Öffentlichkeit und muss sich mit jedweder Kritik auseinandersetzen!! Er muss es ertragen können, dass Medien in seiner Vergangenheit forschen und die Ergebnisse auch öffentlich kundtun!! Alle öffentlichen Personen, ob es Filmstars, Musikstars, Journalisten oder Politiker handelt, alles müssen damit rechnen, dass die Öffentlichkeit von den Details ihres Lebens erfährt!!
Dafür werden sie zumeist sehr gut bezahlt. Und… sie alle haben dieses vorher gewusst!!!

Bei unserem Bundespräsidenten und auch anderen Politikern ist das noch einmal ganz speziell!! Die genießen Sonderrechte, von denen jeder „normale“ Mensch nur träumen kann!!! Die können Fehler machen, da kann einem schwindelig werden…….. Konsequenzen für diesen Personenkreis: die größte Strafe ist Rücktritt!! Keiner muss für sein Fehlverhalten wirklich geradestehen, jedenfalls nicht wirtschaftlich!!

Diese Personengruppe hat Pressesprecher und Rechtsberater …………. hat so etwas auch ein normaler Mensch???

Sollte dieser Mensch wirklich mit den gleichen Maßstäben gemessen werden wie du und ich???
Wenn ja, möchte ich die gleichen Rechte!!!

Auch die Anrufe, die die Veröffentlichungen verhindern sollten, sind menschlich.

Als Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschlands ist die massive Bedrängung der Presse zur Verhinderung negativer Berichterstattung, tolerierbar??? Nein, nein, nein!!!! Unterdrückung der Meinungsfreiheit hatten wir schon vor Jahrzehnten mal!! So etwas brauchen wir nicht mehr und schon gar nicht vom Bundespräsidenten!!!

Nur ein Mensch wie Du und Ich. Was vielleicht für einen Präsidenten zu wenig ist.

Er ist in seinem Amt, eben kein Mensch wie du und ich!!!
Und seine charakterlichen Qualitäten sind für einen Repräsentanten unseres Landes einfach viel, viel zu wenig!!!

Ich höre zur zeit beim Schreiben das Interview und bin fassungslos!!!
Geschwafel ohne Ende, überhaupt keine ehrliche Einschätzung seines Fehlverhaltens!!! Kein einziges "ja da habe ich echt Mist bebaut"; nur immer wieder : ja, aber .... ist vielleicht verständlich... ist das nicht menschlich...
Dieser Mann hat überhaupt kein Verständniss für Moral und Taktgefühl, jedenfalls kann er sich nicht mehr in die Moralvorstellungen der "kleinen" Menschen hinein versetzten!!

Lernfortschritte??? Er hat da ganz dringend Nachhilfe nötig!!!



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Ich bin wie ich bin!!
Und dazu stehe ich.


Wulff ist seit 19 Monaten Bundespräsident, wie ist es möglich das diese ganzen Vorwürfe, die noch aus seiner Zeit als MP und noch davor stammen jetzt aus der Schublade geholt werden. Für mich ist das ein reguläres Schweinetreiben von Leuten die lieber erstmal den Dreck vor ihrer eigenen Tür fegen sollten.
Wundern tut mich nur das die größten Dreckwerfer, Gabriel und Trittin, Das Herr davor verkneife ich mir mal, so ruhig sind. Gabriel hat den BP sogar noch verteidigt. Meiner Meinung nach hat er sich sehr gut geschlagen eben in seiner Erklärung. Ich wünsche ihm das diese Hatz mal zu Ende geht.

Gruß von der Nordseeküste.
Der captain



Ja, captainhermann, so hat eben jeder seine eigene Meinung!! Und das ist auch gut so!!!
Ich kann meine hier schreiben und du die deine!! Das ist Demokratie und Meinungsfreiheit!!! Keiner von uns muss Repressalien fürchten!!

Und so sollte es auch bleiben!!!!!

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Ich bin wie ich bin!!
Und dazu stehe ich.


Auch ich wundere mich darüber, wie der Fall Wulff – sei es aus Naivität oder gar aus einem Defizit der Erkenntnisfähigkeit ethischer Verantwortung eines Amtsträgers – relativiert wird, so als ob Wulffs wenigstens ethische Fehlverhalten lediglich Ausdruck menschlicher Schwäche wären, so als ob sein Amt als niedersächsischer Ministerpräsident losgelöst gesehen werden könnte von seinem Amt als Bundespräsident: so als ob er all dies nicht wüsste, nicht wissen könnte.

Wulff sagte seinerzeit als Ministerpräsident vor dem niedersächsischen Landtag aus, zwischen ihm und dem Unternehmer Egon Geerkens bestünde keine Geschäftsbeziehung, räumte aber später eine zwischen ihm und Geerkens‘ Ehefrau ein mit der Rechtfertigung, danach ja nicht gefragt worden zu sein. Als ob es durch solch eine Rabulistik glaubwürdiger wäre. Tatsache ist, dass er einen Kredit zu sehr günstiger Kondition von einer Frau erhalten hat, deren Mann als Unternehmer mehrfach Mitglied einer niedersächsischen Wirtschaftsdelegation war, sodass schon der Verdacht der Vorteilsnahme entstehen kann sowie der Verdacht, die Kreditvergabe durch Edith Geerkens und nicht durch ihren Mann sei konstruiert worden, um somit unter formalrechtlicher Voraussetzung einen Verstoß gegen das Ministergesetz auszuschließen.

Christian Wulff verbrachte (laut Presseberichten) mit seiner Frau 2009 den Weihnachtsurlaub in Egon Geerkens‘ Haus in Florida. Sie flogen mit einem Flugzeug der Air-Berlin-Gesellschaft, hatten für die »Economyclass« gebucht, flogen aber auf Kosten der Fluggesellschaft in der teureren »Businessclass«. Es heißt, Wulff habe nach dem Bekanntwerden dieses »Upgrades« den Differenzbetrag nachgezahlt.

Eben so wie Altkanzler Gerhardt Schröder zählt Wulff den Finanzdienstleister Carsten Maschmeyer zu seinen Freunden, war mehrmals sein Gast. (Maschmeyer wird von mehr als tausend Kleinanlegern in Deutschland und in Österreich vorgeworfen, sie durch beim AWD erworbene Finanzprodukte um ihr Vermögen gebracht zu haben.)

Wulff löste dann seinen Kredit von Edith Geerkens durch einen der Baden-Württembergischen Landesbank (BW-Bank) ab, und zwar zu einer Kondition (man spricht von einem Zinssatz von 0,9 % bis 2 %), die einem gewöhnlichen Sterblichen nie zuteil wird.

Bei Christian Wulff geht es doch nicht um einen Einzelfall des Fehlverhaltens, sondern um eine Folge, das eine in das andere greifend: Die BW-Bank hatte Porsche einen Milliardenkredit vergeben. Die Übernahme von VW durch Porsche scheiterte, sodass Porsche dem Konkurs nur dadurch entging, dass VW nun 49,9 % Porsche-Aktien übernommen hatte. Wäre Porsche in Konkurs gegangen, so hätte die BW-Bank den Kredit wohl abschreiben müssen; aber durch die Übernahme des Aktienanteils durch VW ist die Kreditrückzahlung gesichert. Als Ministerpräsident gehörte Wulff dem VW-Aufsichtsrat an, und es heißt, er habe sich nachdrücklich für diese Übernahme eingesetzt. Es stellt sich schon die Frage, ob die BW-Bank sich bei der Kreditvergabe zu dieser einzigartigen Kondition an Wulff nicht verpflichtet gefühlt habe.

Bei der moralischen Kritik gegen andere hat Wulff stets eine hohe Messlatte angelegt. So sagte er, es dürfe erst gar nicht der Verdacht der Vorteilsnahme aufkommen. Als 1998 Carsten Maschmeyer sich an Gerhardt Schröders Wahlkampf beteiligt hatte, sprach Wulff von einem »abgekarteten Spiel«, was ihn überhaupt nicht davon abhielt, Maschmeyer für sein Buch »Besser die Wahrheit« eine Anzeigencampagne durchführen zu lassen; und er forderte im Zusammenhang der Düsseldorfer Flugaffäre Johannes Raus Rücktritt als Bundespräsident.

Nicht Wulffs Kritiker haben seinem Amt als Bundespräsident Schaden zugefügt, sondern er, der Amtsinhaber, hat es getan. Die Würde und die Glaubwürdigkeit eines Amtes werden durch die Integrität des Amtsinhabers geprägt. Wulffs Integrität aber weist nun merkliche Risse auf. Es geht um nichts Geringeres als um das ethische Gebot, dass auf jeden Fall der Inhaber eines staatsrelevanten Amtes grundsätzlich keine Dinge tun darf, die auch nur den Anschein materieller Abhängigkeit und somit die der Entscheidungsfreiheit in politischer Verantwortung erkennen lassen. In einfachster Form lautet diese Maxime: »So etwas tut man einfach nicht!«

Ich will nicht die Frage aufwerfen, ob Wulff zurücktreten solle. Er ist natürlich nicht der erste Bundespräsident, dessen Integrität angeschlagen ist. Auch Johannes Rau war nicht frei von Politaffären. Zum Beispiel als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen in der Düsseldorfer Flugaffäre: Die West-Landesbank zahlte für CDU- und SPD-Politiker private Flugkosten und setzte dann die Rechnungen von der Steuer ab. Auch heißt es, der Wahlkampf Raus als Kanzlerkandidaten (1986/87) sei teilweise von der DDR finanziert worden, da er die Anerkennung einer DDR-Staatsbürgerschaft in Aussicht gestellt habe; und dennoch hatte Rau es überstanden und füllte sein Amt als Bundespräsident souverän und engagiert aus.

Grimm




Seine Körpersprache während der Sendung verriet, daß er alles andere als sicher war. Er blickte oft zur Seite, wenig nach vorn und zog manchmal nur eine Augenbraue hoch. Ohnehin waren seine Aussagen mehr als dürftig und von Mitleid durchzogen.


Einen Namen hat der Mensch seit Geburt und Taufe, doch geschätz wird er nach dem Namen, den er sich gemacht hat.
(Lothar Schmidt)



Danke, Grimm, für Deinen ausführlichen Beitrag.
Sollte Wulff aus dem Amt scheiden, bekommt er übrigens anschließend einen "Ehrensold" von 199.000,- p.a. Wobei man dann vielleicht die Bezeichnung dieser Zahlung neu überdenken sollte.

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