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Thema: Wohnmodelle


Habe letztens auf einem Spaziergang eine Frau getroffen, die aus Cuxhaven weggezogen ist und ca. 100 km weiter einen großen Resthof gekauft oder gemietet hat. Ich weiß es nicht genau. Jedenfalls hat sie sich ein Büro eingerichtet, worin sie Wellness anbietet. Dort wohnt eine junge Frau mit zwei Kindern. Die werden von ihr, während diese arbeitet, beaufsichtigt und bekocht. Dazu haben sie sich einen Handwerker gesucht. Der wohnt da mit und kann dort alles richten... Sie suchen weiter Leute, die sich ergänzen und haben eine "Stadt im Kleinen". Einer bewirtschaftet den Garten, jeder bringt sich ein. Einer "kann nix" aber hat Geld über, der unterstützt also finanziell. Ist das nicht eine tolle Idee? Würde auch zwischen Alt und Jung funktionieren. Man braucht sich doch gegenseitig und steht nicht allein...

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Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden (Hermann Hesse)


Hört sich nicht schlecht an, aber für solch eine Wohngemeinschaft muß man auch ein bißchen extrovertiert und wohl mitunter sehr tolerant sein. Das ist sicher nicht Jedermanns Sache.
Mir persönlich würde es schon reichen, mehr Kontakt zu Nachbarn zu haben. Obwohl wir auf dem Dorf wohnen, sieht man seine Nachbarn relativ selten. Besonders im Winter. Im Sommer kann man sie wenigsten riechen, wenn nämlich abends Grillduft durch hohen Hecken ringsum strömt.


Zuletzt bearbeitet: 10.03.12 09:54 von Randi


Wie lange soll das gutgehen?????

Gruß von der Nordseeküste.
Der captain



Wie lange soll das gutgehen?????



Du meinst,bis die sich da zerstreiten? Keine Ahnung. Aber der Versuch ist's wert und man kann ja ruhig weiter entwickeln, was das Thema angeht. Es muss ja nicht jeder allein vor sich hindümpeln. Es gibt bestimmt auch Menschen, die dafür offen sind. Ich sag ja nicht, dass das für alle eine Lösung wird.

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Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden (Hermann Hesse)


ich finde die Idee sehr gut. man muss natürlich schaun, dass man die richtigen Leute dazu findet. Toleranz wird ein wichtiger Posten sein.

Im Sommer kann man sie wenigsten riechen, wenn nämlich abends Grillduft durch hohen Hecken ringsum strömt.

wenn es dann man Grillduft wäre... meine Russen von nebenan rauchen ein fürchterliches Kraut und wenn die draußen sitzen, dann bleibt mein Wohnzimmerfenster zu, weil der ganze Mief sonst reinzieht.

mehr Kontakt zu Nachbarn zu haben.

so, wie man es von früher kennt, findet man es nur noch sehr selten. und das finde ich richtig schade.

hier ist es seit einigen Jahren so, dass man die Mieter der oberen Wohnungen zwar rund um die Uhr hört, aber nicht kennt.

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Es kommt darauf an, sich von anderen zu unterscheiden;
ein Engel im Himmel fällt niemandem auf.
(George Bernard Shaw)



so, wie man es von früher kennt, findet man es nur noch sehr selten. und das finde ich richtig schade.

Ich habe mir schon überlegt, eine Bank in den Vorgarten zu stellen, um mehr Leute zu sehen. Aber die meisten fahren mit dem Auto vorbei, direkt in die Garage, von der aus man direkt ins Haus kommt. Ab und zu bekomme ich allerdings von Kindern Besuch, die mir ihre neuesten Malereien zeigen - aber auch nur im Sommer.



bekomme ich allerdings von Kindern Besuch

das gibt es hier leider gar nicht mehr.

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Es kommt darauf an, sich von anderen zu unterscheiden;
ein Engel im Himmel fällt niemandem auf.
(George Bernard Shaw)



das gibt es hier leider gar nicht mehr.

Ich beobachte in unserem Ort, daß in den 70igern im Ortskern alle Alten, am Ortsrand alle Jungen mit Kindern wohnten. Der Ortskern ist mittlerweile den mittleren Jahrgängen vorbehalten (Idealisten, die alte Häuser renoviert haben) und an den Ortsrändern sterben die ersten alten Bewohner und junge Familien mit Kindern ziehen ein.



hier ist es altersmäßig noch einigermaßen gemischt, aber jeder kocht sein eigenes Süppchen. es ist ja schon ne Seltenheit, wenn man gegrüßt wird.

kürzlich kam mir eine junge Frau mit Kinderkarre entgegen. der kleine Kerl da drin winkte mir zu und sagte "hallo". die Mutter haute ihm auf die Finger und fuhr ihn ganz barsch an "lass das, wir kennen die Frau nicht".
soetwas macht mich echt traurig.

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Es kommt darauf an, sich von anderen zu unterscheiden;
ein Engel im Himmel fällt niemandem auf.
(George Bernard Shaw)



meine Russen von nebenan rauchen ein fürchterliches Kraut

Machorka heißt das.



„Nichts was du im Leben tust ist unbedeutend. Darum ist es wichtig, dass es getan wird, weil es kein Anderer so tun kann wie Du es tust." dvm.



die Mutter haute ihm auf die Finger und fuhr ihn ganz barsch an "lass das, wir kennen die Frau nicht".


Das ist Erziehung in die falsche Richtung. Armes Kind. Arme Mutter. Arme Gesellschaft.

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Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden (Hermann Hesse)


Ich finde diese Wohnform nicht schlecht. Ich denke aber, dass man ein gewisses Maß an Toleranz aufbringen muss. Allerdings ist es doch toll, wenn es funktioniert, dann ist keiner allein und jeder kann für den anderen etwas tun.

Henning Scherf ist ein Verfechter dieser Wohnform, hat auch ein Buch darüber geschrieben und hält Vorträge - ich finds sehr interessant

schaut mal hier:

Henning Scherf - Wie ich will

dort findet man auch weiterführende Links über solche Wohnformen

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- lächele nicht über den, der einen Schritt zurück geht - er könnte Anlauf nehmen -

Meer ist ein bisschen wie Telefon auf dem Zimmer - man ist mit der ganzen Welt verbunden! (Armin Müller-Stahl)

Zuletzt bearbeitet: 10.03.12 20:24 von angeli


Ich finde diese Wohnform nicht schlecht. Ich denke aber, dass man ein gewisses Maß an Toleranz aufbringen muss. Allerdings ist es doch toll, wenn es funktioniert, dann ist keiner allein und jeder kann für den anderen etwas tun.



Ich fände es auch toll! Toleranz ist leider seltener, aber nicht ausgeschlossen - sie setzt Verständnis für den Mitmenschen voraus und dass es nicht zum eigenen Nachteil ist, wenn man "zusammenarbeitet" und einfach mal menschlich ist...

Henning Scherf ist ein Verfechter dieser Wohnform, hat auch ein Buch darüber geschrieben und hält Vorträge - ich finds sehr interessant

schaut mal hier:



Davon wusste ich bisher noch nichts, danke für den Hinweis. Der Mann hat was drauf

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Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden (Hermann Hesse)


Wenn ich wählen müsste, entweder im Heim leben (dort muss ich ja mit den Menschen um mich herum auch auskommen und hab keine Wahl) oder diese alternative Wohnform, da bräuchte ich nicht lange überlegen.

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- lächele nicht über den, der einen Schritt zurück geht - er könnte Anlauf nehmen -

Meer ist ein bisschen wie Telefon auf dem Zimmer - man ist mit der ganzen Welt verbunden! (Armin Müller-Stahl)


Wenn ich wählen müsste, entweder im Heim leben (dort muss ich ja mit den Menschen um mich herum auch auskommen und hab keine Wahl) oder diese alternative Wohnform, da bräuchte ich nicht lange überlegen.


Angeli, Du sprichst mir aus dem Herzen!

Wer mit offenen Augen je ein Altersheim besucht hat, weiß, dass alles andere eine bessere Alternative ist - so lieb die da auch sind!

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Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden (Hermann Hesse)
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