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Thema: ist mein Wille mein Wille?


jetzt ist die Zeit des Public-Viewing. die Zeitungen und das Fernsehen berichten über die EM. wir werden fast erschlagen mit Meinungen und Fotos.

ABER: ist mein Wille wirklich noch MEIN Wille?
- nicht nur zum Thema EM -

mache ich evtl. sogar etwas, das ich eigentlich gar nicht machen will?
haben die Medien die Macht, mich oder mein Verhalten/Meinung zu ändern?
gibt es einen "Gruppenzwang"?
warum "übernimmt" man schnell mal eine fremde Meinung?

was denkt ihr?

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eigentlich bin ich ganz anders, ich komm' nur so selten dazu.


Ich denke, die vorletzte Frage lässt sich am einfachsten beantworten. Ich behaupte mal, wie lassen uns so schnell beeinflussen, weil wie uns nicht die Zeit nehmen, über die Dinge nachzudenken. Daran hindern uns die Geschwindigkeit und die ständige Lautstärke unserer Lebensweise.

Zur Frage selber, ich bin davon überzeugt, dass niemand seinen eigenen Willen lebt, dafür ist das Leben zu komplex und nicht lebbar ohne Kompromisse. Es geht allenfalls um ein mehr oder weniger Selbstbestimmtheit. Wobei ich denke, dass sich das Verhältnis mit zunehmendem Alter leicht zu mehr verschiebt, weil einem mache Dinge etwas weniger wichtig werden und sich damit die Prioritäten verschieben.

Generell hängt für meine Begriffe die Frage ziemlich kongruent mit dem Begriff Freiheit zusammen, die es letztlich schlichtweg nicht gibt. Es gibt so einen schönen Spruch, den ich hier schonmal angebracht habe: Frei ist nur, der tun kann, was er tun muss. Nur wer in der Lage ist, das, was auf ihn zukommt, klaglos und ohne Frust hinzunehmen, ist frei, seinen Willen den Erfordernissen bewusst anzupassen. Dann ist es möglich, seinen Willen zu leben. Aber zu denen gehöre ich leider nicht; schade.



„Nichts was du im Leben tust ist unbedeutend. Darum ist es wichtig, dass es getan wird, weil es kein Anderer so tun kann wie Du es tust." dvm.



mache ich evtl. sogar etwas, das ich eigentlich gar nicht machen will?


Ich denke, dass ist Typabhängig - ich kenne einige, die nicht das machen was sie wollen, sondern sich lieber dem Schutz der Masse hingeben oder sich einreden, das macht man nicht weil.....
Was natürlich nicht gleichgesetzt werden kann, mit dem, was man machen `muss´ - z.B. arbeiten um zu leben oder so.

haben die Medien die Macht, mich oder mein Verhalten/Meinung zu ändern?


Auch hier gibt es sicherlich die labilen Menschen, die sich beeinflussen lassen.

gibt es einen "Gruppenzwang"?


Kommt drauf an, was für eine Gruppe
Beim Tanzen zum Beispiel wirdes diesen Zwang geben, weil man ja sonst aus der Reihe tanzt.

warum "übernimmt" man schnell mal eine fremde Meinung?


Auch das halte ich für Typbedingt ... da gibt es die, deren Meinung immer die "richtige" ist und die, die sich anschließen oder nichts sagen, nur um des lieben Friedens willen.
Es gibt die, die ihre Meinung trotz Widerstand vertreten und die, die sich lieber einer anderen anschließen.

Alles in allem ist das wohl eine Frage des Einzelnen, die man pauschal nicht beantworten kann.



Doch, das denke ich schon. Woran liegt es denn, dass Werbung immer ihren Einsatz wert ist, egal wie blöde sie ist. Selbstverständlich geht keine Frau in den Ladenund kauft Vorteilmat, weil die Werbung es sagt, sondern weil sie es natürlich sowieso wollte, auch wenn sie es vorher noch nie hatte. Selbstverständlich kauft ein Mann ein Auto mit Direkteinspritzung, obwohl der eine grüne Plakette hat aber Stäube ohne Ende rausschmeißt. Warum? Weil er das will - sagt die Werbung. Von daher ist es egal, wie labil ein Mensch ist, er ist beeinflussbar, mehr oder weniger.

Und ja, natürlich leben wir im Gruppenzwang. Das Beginnt bei der Dieselhose in der Schule und setzt sich lebenslang über die Konventionen fort. DAS tut man eben nicht. Man hat keinen Wildgarten sondern gerade, rechteckige Beete.





„Nichts was du im Leben tust ist unbedeutend. Darum ist es wichtig, dass es getan wird, weil es kein Anderer so tun kann wie Du es tust." dvm.

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