Das Cuxhaven Forum Cuxhavener Nachrichten Das Cuxhaven-Forum Das Cuxhaven-Forum
Seiten: 1 2 Zurück zur Übersicht
Autor
Thema: Redewendungen und woher sie kommen


Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts

Diese Formulierung sagt aus, dass man überhaupt nichts weiß und in keinster Weise was damit zu tun hat.

Den nichts wissenden Hasen hat es tatsächlich gegeben im Jahre1854. Damals hat ein Student in Heidelberg einen Gegner im Duell getötet und ist auf seiner Flucht in Straßburg gefasst worden. Er besaß einen Ausweis auf den Namen Victor von Hase, wobei nicht klar war ob der von Hase ihm seinen Ausweis freiwillig oder nicht überlassen hat. Zu Beginn der Gerichtsverhandlung beteuerte er seine Unschuld mit den Worten : mein Name ist Hase, ich weiß von nichts.

nach Dr. Wort

habt ihr auch soche Redewendungen oder wollt ihr welche erklärt haben??

______________________________________________

Bewahre in allen Dingen die Freiheit des Geistes, und sieh zu, wohin er dich führt.

Ignatius von Loyola


Unkraut vergeht nicht



Da wäre doch die Erfahrung und das Wissen von GRIMM gefragt. Grimm, melde dich doch mal. Sicher weißt du einige sehr interessante Redewendungen und ihre Herkunft und Bedeutung!!



Eine Gardinenpredigt halten.
Wenn der Ehemann mal wieder sehr spät aus dem Wirtshaus nach Hause kam, hat die Ehefrau, die schon am schlafen war, eine Predigt gehalten. Zwangsläufig passierte das oft früh am Morgen, bei zugezogenen Gardinen oder Vorhängen.


Einen Namen hat der Mensch seit Geburt und Taufe, doch geschätz wird er nach dem Namen, den er sich gemacht hat.
(Lothar Schmidt)



Hallo, hallo, hieer, ich habe auch einen:

Etwas auf die hohe Kante legen oder etwas auf der hohen Kante haben.

Früher hatten die Jungfrauen mit Masse eine Truhe, in welcher die Aussteuer gesammelt wurde. Oben in der Truhe war auf einer Seite ein kleines Fach, in welchem der Schmuck und das Geld verwahrt wurde. Das war die hohe Kante. Dass soeine Truhe ein Schloss hatte ist selbstredend.

Zu Rockys `Unkraut vergeht nicht´ muss man wohl nichts weiter sagen.

Und wie ist das mit `Jemandem oder einer Sache auf den Zahn fühlen`? Erklärt sich wohl auch von allein.



„Nichts was du im Leben tust ist unbedeutend. Darum ist es wichtig, dass es getan wird, weil es kein Anderer so tun kann wie Du es tust." dvm.


Zuletzt bearbeitet: 03.07.12 21:08 von dervomeer


Schwein gehabt.

Früher bekam auf Schützenfesten der schlechteste Schütze immerhin noch ein Ferkel.


Einen Namen hat der Mensch seit Geburt und Taufe, doch geschätz wird er nach dem Namen, den er sich gemacht hat.
(Lothar Schmidt)



einen Zahn zulegen (seltener: einen Zacken zulegen)
Der Ursprung der Redewendung geht bis in die mittelalterliche Küche zurück, in der man noch über offenem Feuer kochte. Von einer Querstange über der Kochstelle hingen Ketten oder Stangen herab. In die wurden eiserne Zahnstangen eingehängt, die man sich als große, stumpfe Sägeblätter vorstellen kann. Diese Zahnstangen hatten unten einen Haken, in die Koch oder Köchin die Kessel einhängen konnte. Je nach dem gewählten Zacken war der Abstand zum Feuer größer oder auch kleiner, kochte das Süppchen (oder was auch immer) langsamer oder schneller. Waren die Mägen hungrig und ungeduldig, so dass Koch oder Köchin einen Zahn zulegen musste, hängte er/sie das Sägeblatt samt Kessel einen Zacken tiefer, also näher ans Feuer.



************************************************
eigentlich bin ich ganz anders, ich komm' nur so selten dazu.


ETWAS HALTEN WIE EIN DACHDECKER

sagt aus das man etwas nicht so genau nehmen muß
Der Ausdruck entstand vor ca. 100 Jahren und kommt daher dass Dachdecker nur schwer zu kontrollieren waren, da keiner so schnell aufs Dach kletterte um die Arbeit zu kontrollieren. Somit konnte sie machen was sie wollten.

______________________________________________

Bewahre in allen Dingen die Freiheit des Geistes, und sieh zu, wohin er dich führt.

Ignatius von Loyola


... wie heute die Fernsehtechniker.

Wie kocht man im 100° heißen Wasser schneller oder langsamer?



„Nichts was du im Leben tust ist unbedeutend. Darum ist es wichtig, dass es getan wird, weil es kein Anderer so tun kann wie Du es tust." dvm.



Wer kennt denn die sprichwörtliche Redewendung: »O Herr, er will mich fressen!«?

Grimm


Zuletzt bearbeitet: 06.07.12 21:53 von Grimm


In der Bibel steht das, aber ich weiß nicht mehr in welchem Zusammenhang.



Unser Lehrer sagte das früher immer, wenn einer der Schüler mit weit aufgerissenen Mund gegähnt hat.

-----------------------------------------------

Ein wirklich erwachsener Mensch hat Kindlichkeit nicht abgelegt, sondern sie auf einer höheren Ebene wiedererlangt (David Steindl-Rast)



Das gehört aber nicht direkt zur Bibel sondern zu den Apokryphen



„Nichts was du im Leben tust ist unbedeutend. Darum ist es wichtig, dass es getan wird, weil es kein Anderer so tun kann wie Du es tust." dvm.



Es steht im Buch Tobias (Apogryphen), 6. Kapitel, Vers 2 und 3:

»Und er (Tobias) ging hin, daß er seine Füße wüsche; und siehe, ein großer Fisch fuhr heraus, ihn zu verschlingen. Vor dem erschrak Tobias und schrie mit lauter Stimme und sprach: ›Oh Herr, er will mich fressen!‹«

Es handelt sich hier um einen scherzhaften Tadel an jemanden mit weit aufgerissenem (gähnendem) Mund.

Grimm



Und dann die Frage nach der Entstehung der eigentlich unsinnigen Redewendung: »Es ist [die] höchste Eisenbahn!«.

Grimm

Seiten: 1 2 Zurück zur Übersicht