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Thema: Bedrohte-Wörter.


Bei Karl dem dicken, es hat mich auch gewundert, im Internt nicht ein einziges Bild dieses besonderen Eis zu finden.
Schuster mussten ebenso sparsam wie Schneider sein.
Das Schusterei ist ein kugel- oder eiförmiges hohles Glas, welches Wassergefüllt dem Schuster vor eine Kerze gestellt als Brennglas genutzt hat. Dadurch wurde also das Licht der Kerze, auf die Arbeitsstelle gebündelt, ebenso wie bei einer Lupe im Sonnenlicht, um dem Opa auf der Liege die Nase zu brutzeln.

Mein Privatei

http://s14.directupload.net/file/d/2923/pavg8uza_jpg.htm

Und hier als Kugel

http://s1.directupload.net/file/d/2923/zoqgy3b2_jpg.htm

Leider scheint mein anderer Uploader gerade Wochenende zu machen.

Das schöne an den Zündplätzchen war, dass man die auf der Straße ausrollen konnte um dann mit einem Stein draufzukloppen. Ich glaube, die konnte man auch mit dem Fingernagel zum knallen bringen.



„Nichts was du im Leben tust ist unbedeutend. Darum ist es wichtig, dass es getan wird, weil es kein Anderer so tun kann wie Du es tust." dvm.


Zuletzt bearbeitet: 16.06.12 15:01 von dervomeer


Ich habe mich natürlich auf die Bezeichnung »[das] Schusterei« konzentriert und hierfür eben keinen Beleg gefunden. Anders ist es natürlich bei »Schusterkugel« - mir allerdings bislang nicht bekannt -; hierfür gibt es natürlich Belege. In Meyers »Großem Konversations-Lexikon« (1905) heißt es hierzu:

»Schusterkugel, in Schuhmacherwerkstätten eine mit Wasser gefüllte Glaskugel, die, an einem Gestell (Galgen) hängend, das Lampenlicht nach Art einer Linse konzentriert schräg nach unten wirft und so das auf den Knieen des Schuhmachers ruhende Arbeitsstück passend beleuchtet. Das elektrische Licht fängt an, die uralte S. zu verdrängen, ohne den Augen des Arbeiters ebenso wohltuend zu sein. Die S. hat auch in andern Gewerben (Holzschneider etc.) eine Rolle gespielt.«

»Ein Rundgang im Museum führt auch zu einer authentischen Schusterwerkstatt des vorigen Jahrhunderts und verrät, was es mit der legendenumwobenen Schusterkugel auf sich hat.« (Mannheimer Morgen, 16.01.2010)
(Belegquelle: Institut für deutsche Sprache)

Also, Herr von und zu dervomeer, präzise Fragen und Angaben, keine in die Irre führenden Worterfindungen.

Grimm

NACHTRAG

Ergänzend zu meinem vorherigen Beitrag: Als »Schusterjungen« bezeichnen die Schriftsetzer die erste Zeile eines Absatzes als letzte Zeile der Druckseite, als »Hurenkind« (auch: »Waisenkind«) die letzte Zeile eines Absatzes als erste Zeile der folgenden Druckseite. »Schusterjunge« wurde im Berlinerischen auch ein Roggenbrötchen genannt (wegen des niedrigen Preises, sich wohl auf den sehr geringen Verdienst des Schusters beziehend).

Um 1900 nahm die Zahl der Flickschuster zu, also der häufig nicht als Schuster Ausgebildeten und somit nicht immer fachgerecht Arbeitenden. Bei »Schusterjunge« als Bezeichnung der ersten Zeile eines Absatzes, die zugleich die letzte der Druckseite ist, dürfte die Vorstellung des Stümperhaften bestehen. Bei »Hurenkind« als Bezeichnung der letzten Zeile eines Absatzes, die zugleich die erste der folgenden Seite ist, dürfte die Vorstellung bestehen, dass diese Zeile isoliert steht, wie es früher ein »Hurenkind« (uneheliches Kind) war.




Zuletzt bearbeitet: 16.06.12 20:46 von Grimm


Nur keinen Neid. Ich habe es als Schusterei gekauft und es ist ei-förmig, also ein Schusterei.



„Nichts was du im Leben tust ist unbedeutend. Darum ist es wichtig, dass es getan wird, weil es kein Anderer so tun kann wie Du es tust." dvm.



kennt ihr die "Bettelampel"?

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eigentlich bin ich ganz anders, ich komm' nur so selten dazu.


Ne, Du?



„Nichts was du im Leben tust ist unbedeutend. Darum ist es wichtig, dass es getan wird, weil es kein Anderer so tun kann wie Du es tust." dvm.



ja

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eigentlich bin ich ganz anders, ich komm' nur so selten dazu.


Moin Kuckuck, dervomeer,

Bettelampeln sind ein Graus für Fußgänger und Radfahrer. Denn sie bekommen normalerweise nicht automatisch zusammen mit den parallel fahrenden Autos grün. Das ist lästig und schon fast eine Diskriminierung. Wir haben in Rinteln auch solch eine Bettelampel. Nur wenn man rechtzeitig den Anforderungstaster drückt, kann man sich sein Grün „erbetteln“.

Da wir einmal beim Thema Ampeln sind.
Wer kennt denn die „Heuer-Ampel“? Das dürften wohl nur noch ganz wenige sein. Als Kind war ich beeindruckt von der Ampel.
In Detmold hatten wir ein paar dieser Heuer-Ampeln. Ein letztes Original Deutschlands gibt es dort auch heute noch. Sie regelte bis 1972 in Detmold die Kreuzung Lange Straße/Woldemarstraße. Damit ist sie die am längsten in Betrieb gewesene Heuer-Ampel Deutschlands. Heute befindet sich die Ampel auf dem Campus-Gelände der Hochschule OWL in Detmold.

So hat die „Heuer-Ampel“ ausgesehen.

Heuer-Ampel

Ich wünsche euch einen schönen Dienstag.

LG, woelfi!
___________________


Spukste nach Lee - hubbts in die See. Spukste nach Luv - kommts wedder ruff

http://www.woelfis-seite.de

Zuletzt bearbeitet: 26.06.12 07:34 von woelfi


hallo woelfi

an manchen "Bettelampeln" steht man wirklich ewig und kommt sich tatsächlich bald wie ein Bettler vor.

deine "Heuer-Ampel" kannte ich gar nicht. wieder was neues gelernt

lG, Kuckuck

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eigentlich bin ich ganz anders, ich komm' nur so selten dazu.


Die Heuerampel habe ich noch in der Fahrschule gelernt aber nie eine gesehen. Ich wusste auch nicht, dass sie so heißt.



„Nichts was du im Leben tust ist unbedeutend. Darum ist es wichtig, dass es getan wird, weil es kein Anderer so tun kann wie Du es tust." dvm.



Moin Kuckuck, dervomeer,

Zitat Kuckuck, an manchen "Bettelampeln" steht man wirklich ewig und kommt sich tatsächlich bald wie ein Bettler vor.

@ Kuckuck, ich kenne diese „Bettelampeln“. In Rinteln gibt es gleich zwei Stück hintereinander. Da muss man für die Querung der beiden Straßen schon 10min extra einplanen.

@ dervomeer, es hat nur wenige Heuerampeln gegeben, wir hatten in Detmold drei solcher Ampeln. Eigentlich waren die ganz praktisch. Bis 1972 wurden diese Ampeln eingesetzt. Wer vor dieser Zeit seinen Führerschein gemacht hat, müsste diese Ampeln eigentlich kennen.

Hatten wir eigentlich die

Ärmelstulpen

schon?
So haben die einmal ausgesehen.



das Bild größer,

http://www.woelfis-seite.de/images/uh29.jpg

Ich wünsche euch einen schönen Donnerstag.

LG, woelfi!
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moin woelfi

ja, die Ärmelstulpen kenne ich. die hab ich immer für meine Tochter gestrickt. als Floristin arbeitet sie ja eher im kühlen und da Handschuhe nicht so praktisch sind zum arbeiten, hat sie immer die Stulpen getragen.

lG, Kuckuck

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eigentlich bin ich ganz anders, ich komm' nur so selten dazu.


Eigentlich habe die Stulpen früher die Büroleute getragen, um nicht dauernd die Ärmel von den Hemden auf der Tischplatte durchgerieben zu haben. Der Buchhalter von Mr. Scrooge hatte immer welche an.



„Nichts was du im Leben tust ist unbedeutend. Darum ist es wichtig, dass es getan wird, weil es kein Anderer so tun kann wie Du es tust." dvm.



die "Büroleute-Stulpen" waren aber ja nicht so fein gestrickt, wie die auf woelfi's Foto

sollten nicht nur gegen Durchscheuern schützen, sondern auch vor Tinten- oder sonstigen Flecken.

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eigentlich bin ich ganz anders, ich komm' nur so selten dazu.


Jaja, Bild. Sind das Ärmelstulpen oder fingerlose Handschuhe? Ärmelstulpen gehen für meine Begriffe über die Ellenbogen.



„Nichts was du im Leben tust ist unbedeutend. Darum ist es wichtig, dass es getan wird, weil es kein Anderer so tun kann wie Du es tust." dvm.



Moin Kuckuck, dervomeer,
upps, da ist mir ein Fehler unterlaufen. Es hätte heißen müssen.

„Unterarmstulpen“

Das Wort ist mit nur noch 2.380 Google-Ergebnissen auch bedroht.

Ärmelstulpen, gibt es in vielen Variationen.

LG, woelfi!
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