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Thema: Macht das noch jemand…?


viele Dinge haben wir „früher“ als selbstverständlich angesehen. heute frage ich mich bei vielen Dingen „macht das noch jemand?“

mir fällt da spontan ein: wer schreibt noch Tagebuch?

es passieren so viele Dinge, in der Familie oder außerhalb, ein Kind/Enkelkind „erfindet“ neue Ausdrücke, man hört oder liest etwas.
hat man das alles mal in einem Buch notiert, kann man nach vielen Jahren noch über lustige Begebenheiten lachen, sich an einiges erinnern oder etwas suchen.

ich habe früher Fotos von Ausflügen in ein Album geklebt und die Erlebnisse dazu geschrieben. wenn es Fahrkarten und Eintrittskarten gab, kamen die auch ins Album. auch mal eine Quittung für ein Essen oder Benzin.
wenn man das nach längerer Zeit mal durchblättert, dann sind das einfach schöne Erinnerungen. deshalb drucke ich heute besondere digitale Fotos aus und klebe sie immer noch mit allerlei „Schnipseln“ zusammen ein.

wer macht noch Hausschlachtungen:

daran habe ich sehr viele schöne und weniger schöne Erinnerungen, die ich nicht missen möchte.
und ich finde es gut, dass das auch heute noch, wenn auch selten, gemacht wird. die Kinder bekommen dadurch einen ganz anderen Eindruck zum Thema Fleisch, Tierhaltung usw.

mir fallen noch einige Sachen ein … euch auch? dann mal ran an die Tastatur


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eigentlich bin ich ganz anders, ich komm' nur so selten dazu.


Beides

Tagebuch schreibe ich aber nur noch beruflich - quasi um festzuhalten, was ich mit der von mir abgerechneten Arbeitszeit eigentlich angestellt habe. Also eher zu sachlichen Dokumentationszwecken als aus Sentimentalitätsgründen.

Hausschlachtung gibts zweimal pro Jahr. Einmal Schwein und einmal Lamm. Jedesmal ein Riesenfest im Freundeskreis.

Und was ich auch noch (bzw. wieder) mache: Einkochen

Seit ich einen Dampfgarer in meiner neuen Küche habe, ist das natürlich sehr einfach geworden und ich muss nicht mehr mit dem riesigen Weck-Topf auf dem Herd rumhantieren (den es aber natürlich auch noch komplett mit allem Zubehör bei mir gibt!)

Wenn ich Fleisch oder Huhn oder Gemüse koche, um eine ordentliche Brühe zu bekommen, mache ich das immer in einem großen 11 Liter Topf. Da bleibt natürlich eine Menge Brühe "übrig", die nicht sofort verbraucht wird. Ein Großteil davon wandert in 300ml Marmeladengläser, die fest verschlossen und dann im Dampfgarer in 45 Minuten sterilisiert werden. Dadurch habe ich immer einen großen Vorrat an diversen Brühen, die ich zum Ablöschen oder Angießen beim Kochen unterschiedlichster Gerichte verwende. Ein Teil wird natürlich auch - in 1 Liter Dosen - eingefroren, aber die eingekochten Gläser sind einfacher und schneller zu handhaben, weil sie nicht erst vor dem Gebrauch auftauen müssen.

Im Frühjahr und Sommer wird hier auch noch Marmelade selbst produziert. Dafür habe ich einen großen Kupferkessel, was den Vorteil hat, keinen speziellen Gelierzucker zu brauchen.

Im Herbst wird dann auch noch Kürbis verarbeitet und eingekocht.

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Ich bitte darum, meinen Nutzernamen nicht durch Abkürzen
oder sonstige mutwillige Veränderungen zu verunstalten. Danke.

Zuletzt bearbeitet: 07.03.12 12:21 von betateilchen


Selbst im Kaffee Netz preisen manche User ihre Dampfgarer, schon irre wie klein die Welt so ist.

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- Der Begriff "Vegetarier" kommt aus dem Indianischen Sprachraum und bedeutet: Einer der nicht gut jagen kann.



Tagebuch schreibe ich - sporadisch - seit 35 Jahren....

Wer pflückt noch wilde Brombeeren zum Marmeladenkochen, kehrt Teppichfransen, stickt Tischdeckchen oder malt selber noch die Preisschilder in den Läden?

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Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden (Hermann Hesse)

Zuletzt bearbeitet: 07.03.12 13:32 von Augenauf


Socken stopfen oder ausgeleierte Gummis in Hosen austauschen ist auch out, oder?

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Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden (Hermann Hesse)


eher ja

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von allen Dingen die mir sind verloren
gegangen habe ich am meisten an meinem Verstand
gehangen!


Gestrüpp aus dem Wald holen für Erbsreiser. Schlachtebrühe in der Nachbarschaft rumtragen.



„Nichts was du im Leben tust ist unbedeutend. Darum ist es wichtig, dass es getan wird, weil es kein Anderer so tun kann wie Du es tust." dvm.



Ich schreib sone Art Tagebuch,so das für mich wichtige an dem Tag,und wenn es an dem Tag einen Ausflug gibt oder ein besonderes Essen wird es auch notiert mit Bon und Eintrittskarte,oder Ansichtskarte wo wir waren.Ist eine schöne Erinnerung



Gestrüpp aus dem Wald holen für Erbsreiser. Schlachtebrühe in der Nachbarschaft rumtragen.


Was ist das erste und wer macht denn noch das zweite?



Socken stopfen oder ausgeleierte Gummis in Hosen austauschen ist auch out, oder?

nee, isses nicht. jedenfalls nicht bei teuren oder selbstgestrickten Socken. meine Tochter hing so an ihren Socken, dass ich da -nach einigen Malen stopfen- einen neuen Fuß anstricken musste.

Hosengummis sind ja heute so doof eingenäht, dass man da gar nix tauschen kann.

@ betateilchen: der Tipp mit Brühe in Gläsern einkochen ist klasse. das werde ich mal dankend übernehmen.

Tischdeckchen sticken kann ich leider nicht mehr, aber häkeln.

sind Erbsreiser diese Besen zum Hof fegen oder steckt man die in die Gemüsebeete zum dranranken?

wer strickt noch Babysachen?



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eigentlich bin ich ganz anders, ich komm' nur so selten dazu.


Was ist das erste und wer macht denn noch das zweite?

Das Zweite war ja die Frage und das Erste sind größere Reiser, die beim Baumfällen im Wald liegenbleiben und die in den Garten gesteckt werden, damit darin die Erbsen hochwachsen können. Ist einfacher und billiger als ein Rankspalier.



„Nichts was du im Leben tust ist unbedeutend. Darum ist es wichtig, dass es getan wird, weil es kein Anderer so tun kann wie Du es tust." dvm.



Schlachtebrühe in der Nachbarschaft rumtragen.

ist damit die Brühe gemeint, die vom Fleischkochen für die Wurst entsteht?
ich habe zwar reichlich Erfahrung sammeln können bei den Hausschlachtungen, aber noch nicht gehört, dass die Brühe in der Nachbarschaft verteilt wird.

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eigentlich bin ich ganz anders, ich komm' nur so selten dazu.


Auf dem Dorf war (ist?) das aber üblich. Und zumal jeder in der Nachbarschaft wußte, wann jemand anderes schlachtet (man hat sich da aus organisatorischen Gründen meistens abgesprochen) wurde das sogar "erwartet". So wie am Montag nach der Konfirmation die übriggebliebenen Festtagskuchen in der Nachbarschaft verteilt werden "mussten"



So wie am Montag nach der Konfirmation die übriggebliebenen Festtagskuchen in der Nachbarschaft verteilt werden "mussten"

oh ja, DAS kenne ich auch . da musste man fix sein, damit einem nicht ein anderer Konfirmand zuvorkam und schon alle Nachbarn eingeladen hatte, denn dann saß man da mit den Kuchenbergen.
aber das mit der Brühe ist mir absolut neu, obwohl das Schlachten immer bei Oma stattfand und die Nachbarn auch geholfen haben. wieder was dazugelernt.

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eigentlich bin ich ganz anders, ich komm' nur so selten dazu.


naja, wenn die Nachbarn sowieso dabei waren, dann war ja keiner in der Nachbarschaft zu Hause, dem man etwas hätte bringen können

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