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Thema: Ruine Luisenburg


Nachdem das Geschlecht der Regensteiner Grafen ausgestorben war, kam die Grafschaft Blankenburg 1599 als „erledigtes Lehen“ an die welfischen Herzöge.
Die Herzöge zu Braunschweig-Lüneburg machten dann die Stadt im 17.Jahrhundert zu einer Nebenresidenz. Der zweite Sohn von Herzog Anton Ulrich, Ludwig Rudolf, erhielt im Jahr 1707 Blankenburg als Abfindung (Paragium). Im gleichen Jahr wurde die Grafschaft Blankenburg zum Reichsfürstentum erhoben, das bis 1731 Bestand hatte.
Bereits im Jahr 1690 hatte Herzog Ludwig Rudolf mit Christine Luise von Oettingen-Oettingen die Ehe geschlossen. Das Fürstenpaar residierte mit seinen 4 Töchtern bis 1731 auf Schloss Blankenburg. Im Jahr 1728 ließ Ludwig Rudolf für seine Gemahlin auf dem Calviusberg, südlich des Schlosses, ein Aussichtsschlösschen errichten, das fortan den Namen Luisenburg trug. Diese Luisenburg wurde als Fachwerkbau mit einem kuppelartigen Schieferdach errichtet. Es besaß in der Mitte einen achteckigen Saal, der von acht kleinen Zimmern umgeben war.
Im Jahr 1731 wurde Ludwig Rudolf, nach dem Tod seines älteren Bruders August Wilhelm, regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel. Das Fürstentum Blankenburg wurde wieder mit dem Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel vereint. Das Schloss Blankenburg war nicht mehr Residenz und auch die Luisenburg verlor ihre Bedeutung.
1945 war die Luisenburg, auf Grund fehlender Instandhaltung, so baufällig, dass sie abgerissen werden musste. Heute sind am Standort nur noch die Grundmauern und Treppen vorhanden, die aber noch eine Vorstellung vom einstigen Aussehen des Aussichtsschlösschens vermitteln.
Heute steht auf den Grundmauern des einstigen Lustschlösschens ein kleiner Pavillon. Von dort hat man einen exponierten Blick auf Blankenburg und das nördliche Harzvorland. Auch kann man dort stempeln, denn der Pavillon ist Stempelstelle Nr. 77 für die Harzer Wandernadel.
Die Luisenburg kann man auf verschiedenen Wegen erreichen. Ein besonders empfehlenswerter Weg beginnt am Parkplatz der Barocken Gärten. Der Weg führt durch die terrassenförmig angelegten barocken Gärten, vorbei am Kleinen Schloss, am Großen Schloss, bis nach etwa 1,2 km die Ruine der Luisenburg erreicht wird. Die Wege zur Luisenburg sind gut ausgebaut, es ist aber darauf hinzuweisen, dass bis zur Stempelstelle ein erheblicher Höhenunterschied zu meistern ist.



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