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Thema: LRS und HB


Hi Simone bei uns in MV greift der Nachteilsausgleich nur dann, wenn du auch die Förderung in Anspruch nimmst, und dann so lange, wie nötig. Wird dann jährlich neu festgeschrieben, mit Förderplan und so, aber solange er nötig ist, wird er gewährleistet, sozusagen eben doch eine, wenn auch variable, Dauerlösung. Ist möglich bis zum Ende der Schulzeit! Förderung ist bei uns im BL leider meist nur in der Gruppe, aber wöchentliches LRS- Training, der Nachteilsausgleich wird dann durch die Klassenkonferenz, abgestimmt auf den Bedarf des Kindes, individuell festgesetzt. LG Grit

mit N. *11.04.1987 Ronja *26.12.1998 Karlotta *22.05.2004
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Nicht von Antwort zu Antwort wachsen wir, sondern von Frage zu Frage.
Lotte Ingrisch


Zuletzt bearbeitet: 04.02.12 22:40 von Grit_Karonik


@ Grit: Und wenn du die Förderung durch die Schule nicht willst, weil ungeeignet (legasthene Kinder brauchen ein Einzeltraining, kein Gruppentraining, denn bei jedem Kind äußert sich die Legasthenie anders, das Training muß individuell abgestimmt sein; auch bringt reine schulische Nachhilfe, alleiniges Rechtschreibregeln-Pauken nichts, da man auf die andere Sinneswahrnehmung eingehen muß), sondern dein Kind lieber in Eigeninitiative außerschulisch förderst (Legasthenietrainer EÖDL), weil dies besser für dein Kind geeignet ist, bekommst du also keinen Nachteilsausgleich?

LG Simone mit S. 05/01, P. 04/03 und A + E 09/08 (alle KISS-Kinder)

Sie sind Ihr eigener Experte. Nur Sie wissen, was gut für Sie ist. [Barry Neil Kaufman 1977]
Die einzige Autorität für meinen Körper bin ich. Die einzige Autorität für Ihren Körper sind Sie. [Benita Cantieni 2009]
Die Körper wären nicht schön, wenn sie sich nicht bewegten. [Johannes Kepler, 1571 - 1630]



Naja, es zählt hier halt, ob du die Förderung schulisch in Anspruch genommen hast. Klar, das ist natürlich wenig und nicht unbedingt ausreichend, kenne auch niemand hier, der das gemacht hat. Evt., wenn das so begründet ist, dass eine Form von Förderung läuft, könnte das zählen. Geht nur darum, dass du eben nicht nur den Nachteilsausgleich nimmst, sondern auch was unternimmst. Gibt ja eben auch andere Alternativen der Förderung. Wenn du also was tust, um eben den Jetzt- Zustand zu verbessern, dann ist das eine Voraussetzung dafür. Wie gesagt, die meisten Eltern/ Kindern nehmen lieber an den schulischen Angeboten teil, als selbst und als zu zahlen. Manche machen auch das LRS- Intensiv- Training/ 3- 6 Wochen an der Klinik.

Vor allem geht es darum, dass du eben nicht nichts machst, aber die Vorteile nutzen willst.

LG Grit

mit N. *11.04.1987 Ronja *26.12.1998 Karlotta *22.05.2004
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Lotte Ingrisch



Ihr Lieben,
bevor ich ausführlich antworten konnte, kam ein Gespräch in der Schule, eigentlich von mir inititiert um im Schulablauf eine größere Schülerin oder Praktikantin gegen Bezahlung zu bekommen, welche in den freien Lernzeiten mit ihm lernt, und raus kam ein ganz fieses unerwartetes Gespräch, welches uns Eltern innerhalb von 65min die Zusage abrang, ihn bei einer ADS-Spezialistin testen zu lassen und mann könne doch mal drüber nachdenken ihm probeweise für 14 Tage auf Medis einzustellen, wenns nicht funktioniert halt wieder weglassen. Ihr könnt sich euch vorstellen, wie es mir geht. Inzwischen hab ich rausbekommen, dass das nur von einer Lehrerin ausgeht, die auch bei anderen Eltern grenzüberschreitend aufgetreten ist. Wir werden natürlich die Zusage bzgl. des Termin wieder zurückziehen und unverzüglichen einen Termin wegen der Blockaden machen lassen.
Hier hab ich mal das letzte Diktat, auf welches die Deutschlehrerin sich berechtigt sah, auszudrücken dass das Kind an einer normalen Schule falsch ist und nach der 8.Klasse ohne Abschluss die Schule verlassen kann. Im letzten Zeugniss hatte er einen Schnitt von 2,8 und da hatte er in Mathe sogar Pech, dass er bei 2,55 eine 3 bekommen hat, das gleiche in Reli und in SPort knapp an einer eins vorbei.
klar ist das alles andere als auch nur befriedigend, aber es ist seine einzige Baustelle, außer der Konzentration und trotz mangelnder Konzentration schafft er in andern Klassenarbeiten gute und befriedigende Ergebnisse, dank schusselns, sonst wären manchmal auch Einser drin....

Wie seht ihr das?
lg
Dani



Liebe Dani,

ich kann mir vorstellen, wie es euch im Gespräch ergangen ist!

Auf der einen Seite ist es gut, wenn sich Lehrer kümmern und ihre Einschätzungen mitteilen. Das ist ihr Job. Auch wenn wir Eltern das manchmal als Einmischung und Grenzüberschreitung erleben. Allerdings haben die Lehrer die Kinder im Unterricht und sehen, wo es hakt.

Wenn ich nun den Test nehmen, fallen mit zwei Sachen auf:

Dein Sohn schreibt, wie er spricht. Buchstaben, die man nicht hört, schreibt er nicht. Da sind einige Wörter, die man einfach "lernen" muss, weil man die Buchstabenkombination aus dem gesprochenen Wort einfach im umgangssprachlichen nicht hört.

Das Nächste ist, dass er sich sehr unter Druck beim Schreiben fühlt. Fast wie gehetzt. Er lässt sich offenbar keine Zeit beim Schreiben, dabei finde ich es inhaltlich - obwohl ich die Geschichte nicht kenne - ganz gut getroffen.

Und was besonders ins Auge fällt, ist die sehr unruhige und zum zum Teil gegenläufige Schrift. Er hält den Kopf nicht gerade beim Schreiben, oder?! Er hält den Kopf eher rechts, dann gerade und selten nach links.

Ich finde es gut, dass du erst einmal abklären lässt, ob er blockiert ist. An der Rechtschreibung wird sich dadurch erst einmal nichts ändern, denn falsch gelernte Worte schleichen sich ein und die muss man qausi umlernen. Die Schusseligkeiten haben wirklich nur was mit der Konzentration zu tun bzw. mit dem "sich Zeit nehmen" beim Schreiben.

Aber so, wie Du seine Noten beschreibst, ist er doch gar nicht so schlecht?! Warum ist die Lehrerin so negativ?

Eine gute Sache ist das Marburger Konzentrationstraining. Vielleicht habt ihr in Eurer Gegend jemanden, der das anbietet. Vielelicht kann Eurer Ärztin Ergotherapie verschreiben, die ein solches Training dann mit ihm macht?!

Alles Liebe und viele Grüße
Ana





Liebe Dani,

oh ja, das war bestimmt sehr hart...für jeden von euch!

Wie Ana vermute ich auch eine Menge Stress beim Schreiben. Drückt dein Sohn mit dem Stift fest auf´s Papier?

Ansonsten sind es reine Regelfehler es werden keine ganzen Wörter oder gar Satzteile ausgelassen, wie man es häufig bei Kindern mit starken Konzentrationsschwierigkeiten sieht. Von daher kann ich die Meinung der Lehrerin dass ADHS vorliegen sollte, so auf Anhieb nicht teilen.

So wie du die restlichen Noten beschreibst, scheinen Lesen und Schreiben wirklich das Hauptproblem zu sein. Alle anderen Leistungen sind doch völlig in Ordnung!

Diese Fehler sind meiner Erfahrungen nach typisch für das Vorliegen einer LRS/legasthenie. Ganz bezeichnend ist auch, dass diese Kinder die Regeln durchaus kennen und isoliert auch einigermaßen anwenden gut können. Aber alle Rechtschreibregeln gleichzeitig berücksichtigen, klappt eben nicht.

Macht dein Sohn weniger Fehler wenn er in Schreibschrift schreibt - hilft ihm das taktil-kinästhetische Gedächtnis. Ist alles in Schreibschrift noch schlimmer, machen ihm die vielen Überkreuzbewegungen so sehr zu schaffen, dass für die Rechtschreibung keine Aufmerksamkeit mehr übrigbleibt.

Es ist ein Ausprobieren.

Der Rest folgt später, muss Töchterchen vom Kino abholen ;-)

LG Irene



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Nur über die Begegnung mit anderen Menschen ist es möglich, zu neuen Ufern zu gelangen.


So, weiter

Die Lese-Rechtschreibproblematik scheint doch recht ausgeprägt zu sein, daher würde ich -obwohl es natürlich wieder Testung, Termine usw. bedeutet- ein Gutachten erstellen lassen, damit der Sohnemann Anspruch auf einen Nachteilsausgleich hat.

Kontrollen beim KISS-Doc. sind immer gut. Über die Wichtigkeit von Entlastung nach der Schule (Hobbys/Sport) wurde ja schon ausführlich besprochen.

Mit einem Nachteilsausgleich würde sich die schulische Situation schon deutlich entspannen. Vielleicht ist dein Sohn dann auch motiviert, an Ursachen zu arbeiten. Ihr könntet z.B. überlegen, ob ihr diesbezüglich Vereinbarungen trefft, so dass ALLE zufrieden sind.

Schwer ist es, ich weiß!

Alles Gute euch!

LG Irene



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Nur über die Begegnung mit anderen Menschen ist es möglich, zu neuen Ufern zu gelangen.


Hallo Danii,

hast du inzwischen einen Termin wegen der Blockaden bekommen oder wart ihr gar schon dort? Wie ist es Euch ergangen? Berichte doch mal. Euch alles Gute.

LG Simone mit S. 05/01, P. 04/03 und A + E 09/08 (alle KISS-Kinder)

Sie sind Ihr eigener Experte. Nur Sie wissen, was gut für Sie ist. [Barry Neil Kaufman 1977]
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Zuletzt bearbeitet: 02.04.12 23:05 von Goldkinder


Hallo Grit weißt du wo es solche Intensiv Trainings gibt?



Hallo Biber,

also hier bei uns in MV gibt es Intensiv- Trainingskurse an den Klinikschulen (also KJPP´s). In den Schulen greift halt nur wöchentliche Förderung, so sie denn stattfindet. Viele schicken ihre Kinder hier auch zu Duden/ Paetec (hab ich jetzt hoffentlich richtig geschrieben), das musste allerdings selbst bezahlen in der Regel, wobei ich auch von Kindern weiß, wo irgendwelche Ämter die Kosten dann doch übernommen hatten.

hab jetzt nicht alles genau nachverfogt, Thread lag ja schon ne Weile zurück und hoffe, ich hab deine Kernfrage dennoch richtig beantworten können! LG Grit

mit N. *11.04.1987 Ronja *26.12.1998 Karlotta *22.05.2004
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Lotte Ingrisch

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