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Thema: Unser Erfolgsbericht - "Hoffnungsmacher"


Liebe Mamis,

seit ca. 2 1/2 Jahren beschäftige ich mich nun mit dem Thema KISS und bin auf der damaligen Internet-Recherche nach Lösungen zu meinem "Problem" auch auf diese Seite gestoßen. Mittlerweile habe ich einen 2. Sohn (* 06.2016), der auch wieder mit Blockaden zu kämpfen hatte. Nachdem er nun erfolgreich therapiert ist wollte ich euch einen kurzen Einblick in unsere "Leidensgeschichte" geben und damit allen Muttis Mut machen die sich Sorgen um ihre Babys haben und von Kinderärzten etc. im Stich gelassen werden!

Erstmal die Story von meinem Jüngsten, die ist schneller und glücklicher :) Einige Wochen nach der Geburt fing es plötzlich an, dass er immer zappeliger wurde. Innerhalb von ein paar Tagen steigerte sich das so sehr, dass er gar nicht mehr still hielt wenn er wach war. Er strampelte mit den Beinen und ruderte mit den Armen. Liegen fand er natürlich doof, also war Tragen angesagt. Und so ein Zappelkäfer macht einen wahnsinnig im Kopf (so ist es zumindestens bei mir und meinem Mann). So ein Kind möchte auch nicht kuscheln weil es sich nicht anschmiegen kann (er ging z.T. in die Überstreckung und war steif). Dies riss für uns emotional vorallem alte Wunden auf. Ich ging zu einer Osteopathin die Crano-sacrale Therapie macht. Sie löste auch einige Blockaden (Kiefer/Schulter). Es besserte sich leicht aber nach nur wenigen Tagen hatte man das Gefühl, dass das Kind reblockiert hat. Sie sah keine Hinweise auf KISS, da sie meinte diese Kinder fausten mit dem Daumen in der Hand z.B. und das tat er nicht. Natürlich sprach ich auch den Kinderarzt darauf an. Er kennt unsere ganze Geschichte und trotzdem sagte er dass die Bewegungen die er macht normal seien. Da war ich auch gar nicht uneins mit ihm, aber dass er sie STÄNDIG macht das kam mir ganz und gar nicht richtig vor. Ich sprach mehrmals mit ihm darüber. Er empfahl mir auch osteopatische Behandlung oder sagte mir er würde mir auch KG aufschreiben wenn dies nötig sei. Es ist nicht so dass er mich abwimmelte, aber es fehlt mir einfach die AKTIVE Unterstützung z.B. die Überweisung zu einem Manualtherapeuten. Aber da ich immer auf Nummer sicher gehe habe ich dies selber in die Hand genommen und einen Termin in der Praxis vereinbart, in der wir auch mit unserem Großen waren. Leider gibt es dort immer Wartezeiten, ich glaube wir haben 3-4 Wochen gewartet. Währenddessen spitzte sich der Zustand meines Sohnes immer mehr zu. Die Wochen waren eine Qual für uns.

Vor einer Woche war dann endlich der Tag gekommen. Diagnose: Blockade am Atlas und am Brustwirbel, die eingerenkt werden müssen. Ebenfalls Blockaden am Kiefer und Becken, die mit Impulsen behandelt wurden. Über die Kopf-Blockade war ich schon "schockiert" muss ich sagen. Ich dachte ich könnte das gut einschätzen, mein 1. Sohn hatte sehr schlimm KISS mit allem drum und dran (C-Haltung, Überstreckung, hoher Muskeltonus) und ich dachte ich würde es wiedererkennen. Aber auch wenn ich mich im Detail geirrt habe, mein Gefühl sagte das sein Verhalten nicht "normal" ist und deswegen bin ich dran geblieben, obwohl 2 "Fachleute" dies ebenfalls nicht erkannt haben. Und beide meine Kinder waren keine Schreibabys, bei denen so eine Diagnose oft viel früher gestellt wird. Sie waren einfach "nur" super unruhig, was aber ausreicht einen riesigen Leidensdruck auf eine Familie zu legen...

Deswegen möchte ich alle Eltern, die vielleicht diesen Beitrag lesen und verzweifelt sind weil sie nicht wissen was mit ihrem Baby los ist ermutigen, auf ihr Bauchgefühl zu hören und einen Manualtherapeuten aufzusuchen. Natürlich ist dies auch mit Kosten verbunden, die nicht zu verachten sind. Bei uns kostet die reine Untersuchung bereits 77 € und die Behandlung (wenn erforderlich) nochmal 57 € das ist eine Menge von der wir nur 60% von der Krankenkasse zurückbekommt. Ich finde es auch eine Schande dass eine so hilfreiche Behandlungsmethode nur den Eltern zuteil werden kann, die es sich leisten können... Wir wussten natürlich auch um das "Risiko" dass das Geld umsonst ausgegeben gewesen wäre wenn keine Blockade festgestellt worden wäre.

Jetzt möchte ich noch kurz vom Behandlungserfolg berichten: nun ist mein Sohn ein anderes Kind. Viel entspannter und vorallem ruhig. Natürlich schreit er auch mal, er ist ein Baby! Aber diese unnatürlichen nervösen (Zwangs)Bewegungen haben komplett aufgehört! Er kann viel besser trinken (hatte vorher Probleme das Vakuum zu halten) und auch seine motorischen Fähigkeiten haben sich bereits verbessert. Kuscheln können wir auch wieder was vorallem mir als Mama wahnsinnig viel bedeutet!! Ich bin einfach froh, dass ihm rechtzeitig geholfen wurde, obwohl es 4-5 Wochen früher noch besser gewesen wäre.

Gleichzeitig macht es mich unglaublich traurig, was ich bei meinem 1. Kind alles verpasst habe nur weil seine Situation erst im 9. Monat erkannt wurde.



Ich möchte auch noch kurz einen Bericht über meinen großen Sohn aufschreiben: also er war eine Kaiserschnitt-Geburt und anfangs war alles prima. Nach 4 Wochen fing es mit Stillproblemen (wunde Brustwarzen) an. Wochen- und monatelang habe ich daran herumgedoktort mit Hilfe der Hebamme und mindestens 3 Stillberaterinnen. Ich kenne jetzt mindestens 90% der Mittel gegen wunde Brustwarzen aber nichts hat geholfen. Weil es einfach an der Trinktechnik meines Sohnes lag der einfach nicht anders konnte! Ich habe wahnsinnig gelitten unter den Schmerzen und habe teilweise beim Stillen weinen müssen. Allen habe ich gesagt er zieht so nach hinten beim Stillen und ist so steif aber niemanden ist die Idee mit KISS gekommen. Meinen 2. Sohn habe ich übrigens deswegen bald abgestillt als die gleichen Probleme wieder anfingen. Das wäre bei sofortiger Behandlung wahrscheinlich nicht nötig gewesen.
Er hatte auch sonst viele Symptome: enorme Schlafprobleme, starke motorische Unruhe, Asymmetrie (die wir als unerfahrene
Eltern natürlich nicht gesehen haben), C-Haltung, Überstreckung, wenig Krabbeln, sehr frühes Laufen.....
Hier war es sogar der Kinderarzt, der die Diagnose "Schiefhals" gestellt hat. Ich war anfangs mehrmals bei einer Osteopathin, habe es aber irgendwann sein lassen weil keine Besserung kam. Danach kam Krankengymnastik. Natürlich besserten sich einige motorische Defizite, aber die eigentliche Ursache konnte dadurch nicht behoben werden. Irgendwann wurde mir auch das Thema "einrenken" erläutert, aber mit dem Hinweis "das hat noch Zeit. Das ist die letzte Instanz". Über Monate wurde ich damit vertröstet! Erst auf meinen Druck hin wurde mir irgendwann ein Termin in Köln verschafft. Und die Aussage "Das wächst sich raus" stimmt ja in Bezug auf die Halswirbel leider gar nicht! Dort muss immer therapiert werden.
Was wir bis dahin als Erfahrung mit einem Baby gemacht haben das wünsche ich keinen. Man ist so unerfahren und möchte
seinen kleinen Schatz einfach nur liebhaben können aber viele Sorgen machen vieles ganz schwer... Alles was für andere
Familien normal war war für uns ein Kraftakt oder unmöglich!
Und ich habe mir die Diagnose eigentlich selbst erarbeiten müssen ich habe seine "Symptome" gegooglt und bin so auf KISS
gestoßen habe mir alles mögliche dazu durchgelesen und fande dass sehr viele Punkte passten. So habe ich es initiiert dass
einmal nach dem Kopf geschaut wird.
Nach der Behandlung dort habe ich auch erstmal die Praxis für Physiotherapie und den Osteopathen gewechselt. Das Vertrauen
war einfach dahin. Die erste Behandlung war im Alter von 9 Monaten und bei der Kontrolle 3 Monate später wurde nochmal

therapiert. Auch stellte sich der Erfolg nur sehr langsam ein, wahrscheinlich weil alles schon so festgesessen war. Bei
meinem Mini war es innerhalb von 2-3 Tagen gut. Beim Großen dauerte es Wochen und besserte sich mit und mit.
So das ist jetzt wirklich eine Kurzfassung aber ich denke das ist für alle Außenstehenden lang genug :D

Erstmal danke an alle die bis hierhin mit dem Lesen durchgehalten haben!! :)
Ich würde mich über Reaktionen zu meinem Beitrag freuen, vielleicht von Eltern die ähnliches erlebt haben oder von Eltern denen mein Bericht etwas weitergeholfen hat...



Hatte gar nicht gesehen das es dein Bericht war MiniMama, freut mich riesig das es deinen Jungs jetzt richtig geht.
Hoffe auch sehr darauf. Das schlimme ist wirklich das man teils nicht ernst genommen wird (verwächst sich, manche Kinder schreien/spucken halt viel, evtl mal schreien lassen nachts, motorisch ist es nicht gut aber noch im Rahmen, muss ja nicht jedes Kind krabbeln,mein Kind meldet sich nachts auch wohl mal...) obwohl man als Eltern sicher ist das irgendwas nicht normal ist. Und was du schreibst; das kuscheln fehlt uns auch so, er kann es scheinbar nicht obwohl er immer auf den Arm möchte. Alle sagen immer das das erste Jahr das Schönste ist u es macht einen so traurig das man es ganz z gar nicht so empfindet. Und das die kleinen das so lang durchhalten müssen weil es niemand erkennt ist wirklich schlimm.
Es tut irgendwie gut zu wissen das es auch anderen Familien so ergeht oder ergangen ist obwohl man das natürlich niemandem wünscht!!!
Danke für deinen Bericht! Gibt wirklich Hoffnung!
Lg, Dani


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