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Kiss-Syndrom, Kidd-Syndrom, Manuelle Therapie


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Thema: Halloooo?


Guten Morgen,

Ich bin neu hier, und weiss gar nicht, ob ich überhaupt hier richtig bin.
Auch wir haben ein Problem.

Unser Sohn ist schon 11 Jahre, und hat wahnsinnige soziale und emotionale Auffälligkeiten. erst letzten Freitag ist er wieder so ausgeflippt, das er ein anderes Kind ziemlich brutal geschlagen hat. Alles Reden und ihn Fernhalten von diesem Kind nützt in diesem Moment gar nichts. Er ist so wütend, das er die Konfrontation richtig sucht, und auch selber sagt, er will alles und jeden "klein" machen. Wenn er sich dann nach Stunden beruhigt hat, sieht er seine Überreaktion gar nicht ein. Die Schuld liegt eindeutig bei dem anderen Kind.

Nun ist es aber so, das diese oben beschriebene Situation soooo oft vorkommt, dass er schon als "Psycho" verschrien ist ( und zwar von Eltern und Kindern). Dadurch sind schon Freundschaften auseinandergegangen und es gibt jede Menge Getuschel. Andere Eltern geben sich kaum Mühe, wenn es wieder zu solchen Wutausbrüchen kommt, mir zu helfen, in dem sie einfach ihre Kinder wegholen, so dass mein Kind sie quasi nicht mehr sieht und sich beruhigen kann. (Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich krank bin, und selber nicht die Möglichkeit habe, mein wütendes Kind nach Drinnen zu bekommen.) Deshalb bin ich auch so verärgert, dass von den anderen keine Hilfe kommt, sondern nur kluge Ratschläge, wie ich es besser erziehen könnte.

jetzt fragt ihr Euch sicherlich, warum ich mich ausgerechnet auf dieser Seite melde. Das ist ganz einfach.
Als mein Sohn 4 Monate alt war, wurde beim Babyschwimmen gesagt, er hätte das Kiss-Syndrom, weil er seinen Kopf nur auf der einen Seite richtig drehen konnte. Die andere Seite wurde gemieden. Darauf hin bin ich zum Kinderarzt gegangen. Ich weiss aber nicht mehr ob er KISS bestätigt hatte, aber er verschrieb mir KG nach Voita. Das haben wir dann auch drei oder vier Monate gemacht, und seine Einschränkung mit dem Kopf löste sich auf. Sein Muskelaufbau war enorm, sodass er frühzeitig sich drehen und hochziehen und stehen und laufen konnte. Nur das krabbeln viel aus. Dann sind wir aus Leipzig weggezogen und dann war die KG beendet. Es hiess, alles ist so, wie es sein sollte.
Diese Wutanfälle gab es damals noch nicht und diese Schreiattacken kann ich mich auch nicht erinnern. Abgestillt habe ich sehr schnell, weil es für uns immer so aussah, als wolle er nicht an der Brust trinken, mit der Flasche klappte es einfach besser.

Die grossen Probleme fingen an, als er ca. 3 Jahre alt war. Allerdings hatte er auch ein einschneidendes Erlebnis. Wir sind zu diesem Zeitpunkt in die Schweiz ausgewandert. Er hörte auf zu reden (wir schoben es auf die neue Sprache), er wurde zunehmend wütender, alles musste nach seinem Kopf gehen, alles ist seine (wir dachten, es ist die Trotzphase).
Dann kam der Kindergarten (5 Jahre). Der erste Tag, er schrie wie am Spiess, er wollte dort nicht hin. Die Lehrerin sagte beim Gespräch, dass er Autistische Züge hätte. Weil auch seine Wut immer stärker wurde, er aber auch nicht sagen konnte, was los ist, liessen wir eine Schulpsychologische Abklärung durchführen. Dort stellte sich heraus, dass er überdurchschnittlich Intelligent ist, grob und feinmotorische Defizite hatte und tatsächlich leichte Autistische Anzeichen zeigte (Asperger-Syndrom). Gegen die Grob und Feinmotorischen Defizite gab es Psychomotorik.
Als er dann in die erste Klasse kam, hiess es die Grob und Fein Motorik ist so wie es sein sollte. Für uns war es ok. Aber seine Handschrift war und ist auch heute noch sehr unleserlich. Beim Basteln und Malen sieht man, dass er es mit der Genauigkeit nicht so genau nimmt. Beim Essen hat man das Gefühl ein Vierjähriger sitzt am Tisch. Grobmotorisch ist er recht gut, auch wenn er nicht gern Sport macht. Das Sozialverhalten war und ist schwierig, er merkt nicht, wenn er anderen verbal wehtut, oder wenn er provoziert, auf ein Stopp von anderen reagiert er nicht, aber wehe jemand anderes reagiert nicht auf sein Stopp. Er wird so oft verprügelt von Grösseren oder vermeintlichen Freunden, so dass wir ihn jetzt gezwungen haben Kung-Fu Unterricht zu nehmen.
Mittlerweile ist er so frustriert, dass ganze Leben ist doof, warum bin ich überhaupt da, ... das sind seine Worte. Beängstigend oder?

Jetzt ist es doch ganz schön lang geworden, aber es ist dass erste Mal, dass ich alles niedergeschrieben habe, und es tut soooo gut. Jetzt zu meiner Frage, könnte es doch sein, dass er immer noch diese Störung hat? Oder wieder hat? Ich bin verzweifelt und ich habe Angst um ihn.

Kann mir jemand seine Meinung zu diesem Problem schreiben?
Ist noch jemand hier in diesem Forum unterwegs?

Vielen lieben Dank



Leider konnte ich nicht früher antworten.
All deine geschilderten Auffälligkeiten können auf KISS KiDD hinweisen. Ich vermute, dass er Blockaden hat, die leider nicht richtig gelöst wurden. Krabbeln überspringen, Schrift, Wut...etc.
Wo wohnt ihr jetzt? Schweiz? Wo da?
In Zürich gibt es einen Arzt, der nach Gutmann behandelt
Dr. Bruno Maggi
Eine sehr gute Entscheidung wäre meiner Meinu g nach ein Besuch bei Dr. Sache in Dortmund. Ist dir das möglich?
LG Michaele




Vielen Dank fürs antworten.
Ja, wir wohnen in der Schweiz. Mittlerweile habe ich einen Termin bei Dr. Maggi in Zürich gemacht. Wir haben den Termin am 4.4.
Ich hoffe wirklich, dass diesmal ein Wunder geschieht, und wir der Lösung unserer Probleme näher kommen. Ich habe nur ein bisschen Angst, dass ich mich in etwas verrenne, und am Ende enttäuscht bin. Manchmal kommt es mir so vor, als ob ich nach jedem Strohhalm greife. Aber ich habe wirklich keine andere Lösung parat.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass ausgerechnet mein Kind zu du..... ist, um zu lernen, wie man sich in einer Gruppe richtig verhält. Niemand legt Wert darauf täglich beschimpft zu werden und täglich aggressiv zu sein. Oder? Also muss irgendwas sein!!!!!
LG Annett



Hallo,

ich wollte mal fragen, was bei euch rausgekommen ist? Leider war ich lange nicht mehr hier auf der Seite (ist aber auch weniger los hier...?!). Deine Schilderungen erinnern mich an meinen Sohn (fast 5). Mein Sohn zeigte auch sehr aggressives Verhalten ohne Reue (alle anderen sind Schuld) schon ab der Kita (kneifen, schubsen, Ausraster, fehlende Impulskontrolle). Das kommt natürlich auch bei anderen Erkrankungen oder falscher Erziehung vor, aber bei uns wurde es soooo viel besser, nachdem er behandelt wurde (allerdings mussten wir mehrmals behandeln und haben noch INPP, bzw. Päpki gemacht), dass ich nun ganz beruhigt bin. Ich kenne das Gefühl, wenn die Erzieherinnen oder andere Eltern Dich und dein Kind schon meiden oder blöd angucken. ich hoffe es bessert sich für Dich und natürlich Deinen Sohn. Du findest bestimmt den richtigen Weg!!!



Das würde mich auch interessieren wie sich inzwischen alles entwickelt hat. Ein paar Krankenkassen übernehmen die Behandlungskosten für PäPKi.

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