Seiten: 1 2 3 Zurück zur Übersicht
Autor
Thema: Das Schicksal


Ein Gode bleibt ja immer ein Gode, und ein Schamane bleibt immer ein Schamane; der Schamane wird ja sogar von den Geistern gezwungen, seinem Beruf nachzugehen, ob er will oder nicht, sonst wird er krank. Ob es eine Belastung ist, hängt sicher auch davon ab, wie stark man beansprucht wird. Mancher mag einer ruhige Kugel schieben, während ein anderer vielleicht stärker frequentiert wird.



Als ich meine Frau kennenlernte, wurde ich das erst mal klar meinem Schicksal bewusst. Ich erkannte meine Frau sofort. Ich konnte ihre Zeichen lesen. Wir redeten nochniemals viel, wir erkannten uns, gingen über Berge, über Flüsse, über das Meer, über Grenzen. Nichts konnte uns anhaben. Alle Türen öffneten sich. Dafür danke ich dem Schicksal. Ich war, den Göttern sei Dank, in der Lage, dem Wink des Schicksal zu folgen, zu verstehen und dafür Verantwortung zu tragen.



...tja, da gibt es aus meinen Buchstudien typische Beispiele dafür:

Bei den Plains-Indianern war es Brauch, das die Großmutter das Hochzeits"kleid", also ein Leder-Rock, für die Braut nähte, obwohl die keiner der Sippe je kennen gelernt hat, nicht mal der Bräutigam. Es war "aus dem Bauch heraus" eine Schau in die Zukunft und das in Konfektionsgröße umgesetzt. Mädchen sind völlig darin fixiert, wer einmal der "große Prinz" in ihrem Leben sein wird, das ist Kultur übergreifen - was ich vom Islam halte, ich behalt es jetzt mal für mich...würg- und wenn das mal nicht mehr ist, ist eine Gesellschaft komplett kaputt...sag ich mal.

Thrako_Illyrer:
Als ich meine Frau kennenlernte, wurde ich das erst mal klar meinem Schicksal bewusst. Ich erkannte meine Frau sofort. Ich konnte ihre Zeichen lesen. Wir redeten nochniemals viel, wir erkannten uns, gingen über Berge, über Flüsse, über das Meer, über Grenzen. Nichts konnte uns anhaben. Alle Türen öffneten sich. Dafür danke ich dem Schicksal. Ich war, den Göttern sei Dank, in der Lage, dem Wink des Schicksal zu folgen, zu verstehen und dafür Verantwortung zu tragen.


...das du DAS geschrieben hast, das war SCHICKSAL...ho,ho,ho!

So: Männlein - Weiblein!

Ich habe auch so jemand...oh weh!!...es gibt eine "andere-Sorte-Mensch"..ho,ho...in meinem Leben, die halt auch mit meinem Schicksalsfaden verwoben ist. Wären wir alle noch gute alte Naturreligiöse wäre das nie ein Problem geworden, so aber ist daraus die ultimative Katastrophe entstanden. Dumm gelaufen!

Ich nenne so jemand "Zwillingsseele", weil man diese Seele nie vergessen wird im Leben, so lange man atmet. Das heißt nicht, das man im Sinne von Orgie und Sex leiert wäre, keinsten falls, aber man kann neben einander her leben und dennoch "mitten drin sein". Man muß es nur akzeptieren, das es so ist, eine Zwillingsseele zu haben. Derjenige, der das zu ignorieren versucht, wird ebenso "Schiffbruch" im Leben erleiden wie der, der "vergessen werden soll". Das eine solche Schicksalsverbindung dann "ewiger-Kriegsgrund-für-Spanner-und-seelisch-Verkrüppelte" darstellt, ich schweige lieber....

An statt das offensiv anzugehen und sich zu Ostern und Weihnachten eine Karte zu schicken, so das der eigene Lebensabschnittspartner nicht ständig das Gefühl hat "da ist doch wer noch?!" und diese real-gelebte Beziehung früher oder später eben an diesem Umstand "absäuft wie die Tirpiz" müßte doch klar sein, eben wenn man das zu ignorieren versucht, was gar nicht möglich ist. Ähnlich dem ehernen "Schamanen-Gesetz", das Catrin oben drüber angerissen hat.


Zuletzt bearbeitet: 22.08.14 12:56 von Administrator


Erwin:

Bei den Plains-Indianern war es Brauch, das die Großmutter das Hochzeits"kleid", also ein Leder-Rock, für die Braut nähte, obwohl die keiner der Sippe je kennen gelernt hat, nicht mal der Bräutigam. Es war "aus dem Bauch heraus" eine Schau in die Zukunft und das in Konfektionsgröße umgesetzt.


Es gibt viele überlieferte Orakel, um zu erfahren, welchen Bräutigam das Schicksal einem Mädchen zuweisen wird. Vor allem in der Mittsommernacht und in der Adventszeit wurden solche Orakel gemacht, sei es durch Kränze oder Sträuße von bestimmten Blumen, die man sich unters Kopfkissen legte, sei es das Streuen mit Leinsaat um das Bett oder das Treten des Bettgestells mit dem dazugehörigen Orakelspruch. Man hoffte, daß auf diese Weise der Zukünftige im Traume erscheinen möge. Oder man loste seinen Namen oder zumindest den Anfangsbuchstaben seines Namens aus. Denn man ging davon aus, daß die Heirat mit einem bestimmten Menschen schicksalhaft ist. Denn durch schicksalhafte Verbindungen begegnet man sich immer wieder, im Guten wie im Schlechten. Ein unsichtbarer Nornenfaden verbindet bestimmte Menschen miteinander. Das ist das Schicksalsgewebe.



CatrinW:
Erwin:

Bei den Plains-Indianern war es Brauch, das die Großmutter das Hochzeits"kleid", also ein Leder-Rock, für die Braut nähte, obwohl die keiner der Sippe je kennen gelernt hat, nicht mal der Bräutigam. Es war "aus dem Bauch heraus" eine Schau in die Zukunft und das in Konfektionsgröße umgesetzt.


Es gibt viele überlieferte Orakel, um zu erfahren, welchen Bräutigam das Schicksal einem Mädchen zuweisen wird. Vor allem in der Mittsommernacht und in der Adventszeit wurden solche Orakel gemacht, sei es durch Kränze oder Sträuße von bestimmten Blumen, die man sich unters Kopfkissen legte, sei es das Streuen mit Leinsaat um das Bett oder das Treten des Bettgestells mit dem dazugehörigen Orakelspruch.


Meine ehemaligen Patenkinder, Drillinge und aus anderem Holz geschnitzt als ich (also Mädels) hatten nur Boris im Sinn, ein Knilch im Kindergarten. Darum haben Mädels in naturreligiösen Kulturen (meines Wissens) immer gute Karten, weil dieser Umstand der grundsätzlichen anderen Betrachtungsweise des Lebens nie ignoriert oder verteufelt wurde.


Zuletzt bearbeitet: 22.08.14 16:58 von Administrator


Dieser ganze Karma -Begriff ist sehr zwiespältig. In Indien wird er von der Hindu-Orthodoxie derart starr ausgelegt,sodaß
er in der Kaste der "Unberürbahren " ,die sich noch in viele Unterkasten gliedert und ca. 250 mill. Menschen umfaßt,zu einer Revolte geführt hat.Eine von China gesponserte maoistische Befreiungsarmee (Indien ist ein Handelskonkurent )
hat sich durch nahezu alle Bundesstaaten ausgebreitet und hat heute ein Ausmaß angenommen ,daß die Armee nur noch in Regimentstärke antreten kann ,wenn sie eine Niederlage vermeiden will.Indien versucht dieses Thema totzuschweigen.
Die Forderung dieses karmabedingte Kastensystem aufzuheben ,käme einem Bruch mit der gesamtem indischen Tradition gleich,
und würde wahrscheinlich schwere soziale Unruhe hervorrufen.
So wird Indien einer Zerreißprobe ausgesetzt,zum Einen durch eine immer stärker werdende Partisanenarmee der Unberührbaren ,die auch jede Menge Infrastruktur zerstört , und zum Anderen durch die im indischen Volk seit Jahrtausenden verankerte Tradition und eine Starre Hinduorthodoxie.



Es ist natürlich die Frage, ob die Kritik am Kastensystem nicht auch durch fremde Vorstellungen (z. B. der des Christentums mit dem "alle sind gleich") importiert wurde. Denn der Mensch, der geistig voll in diesem System steckt (an es glaubt), der revoltiert natürlich nicht dagegen, sondern nimmt es als Erklärung für seinen derzeitigen Stand.

Lichtgruß
Geza v. Nemenyi

Seiten: 1 2 3 Zurück zur Übersicht

WebMart Homepage Tools: Eigenes Forum kostenlos starten