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Thema: Indogermanen


Gestern habe ich eine für mich großartige Entdeckung gemacht: das "Eurasische Magazin" beinhaltet eine größere Menge sehr wichtiger Artikel und Interviews zu den Indogermanen. Dabei wird von führenden Wissenschaftlern das leicht antigermanische Germanenbild. was die Medien in Deutschland schon so lange verbreiten. ausgehebelt. Es sind teilweise dieselben Wissenschaftler, auf die sich z.B. die Zeitschriften und Internet-Autoren heute beziehen, die dieser Falschauslegung ihrer Ansichten entgegentreten.

So ist die Urheimat der Indogermanen natürlich nicht Anatolien! Und die Kelten besiedelten Mitteleuropa nicht großflächig vor den Germanen! Die Sonnenscheibe von Nebra ist nicht keltisch! Die Germanen sind nicht von Nordeuropa aus nach Mitteleuropa eingewandert, sondern umgedreht: die Urheimat der Germanen war das heutige Deutschland und Dänemark, und sie haben von dort aus Skandinavien besiedelt!

Interessant ist dabei, die Ergebnisse der heutigen Erforschung der Orts- und Flurnamen zu verfolgen. Mit Hilfe der Gewässernamen kann heute nachgewiesen werden, welche Völker d.h welche Sprache zuerst vor Ort ansässig war, weil die Gewässernamen immer von den späteren Siedlern vor Ort übernommen wurden. So entstehen großflächige "Landkarten" der ältesten indoeuropäischen Sprachen und ihrer Entwicklungen, die aufzeigen, dass von Indien bis Irland überall dieselbe indogermanische Ur-Sprache gesprochen wurde - allerdings in Dialekten. Aus diesen Dialekten entstanden dann die keltischen, germanischen, slawischen usw. Sprachen. Was man bisher für keltische Flurnamen etc hielt, sind in VVirklichkeit Namen aus der indogerm. Ursprache aus der das Kelitische und germanische entstand.

Ich nehme an: was für die Sprache gilt, gilt auch für die Kultur und Religion. Nicht umsonst sind die Kulturen der Germanen und der West- und Nordslawen sehr ähnlich - so ähnlich, dass man nicht zuunrecht die Hypothese aufgestellt hat, es gäbe eigentlich keinen Unterschied - die Nord- und Westslaven sind im Prinzip Germanen! Ziemlich interessant sind auch die Funde in den Gräbern der Kurgane (siehe das Interview mit Dr. Hermann Parzinger, Präsident des Deutschen Archäologischen Instituts) Im Interview zeigt er auf das es ein zusammenhängendes, indogerm. Kulturgebiet in Sibieren gab, das bis nach Nordchina reichte, und deren Vertreter aufgrund diverser Funde von Kurgan-Leichname eindeutig europäischen Aussehens, d.h. groß und blond waren, nach denselben Bestattungsriten und mit denselben Trachten beerdigt wurden. Die chinesische Regierung hat die vielen Funde vorzeitlicher Gräber mit dort bestatteten großen, blonden Menschen mit staatlicher Gewalt unterdrückt. Das ganze Ausmaß der Unterdrückung dieser Funde in China ist heute nicht bekannt. Von einigen Funden wissen aber Wissenschaftler wie Dr. Hermann Parzinger.
http://www.eurasischesmagazin.de/artikel/?artikelID=20070104&marker=indogerm

Ich halte es für möglich, dass auch in anderen Ländern, z.B. in Europa (ich meine auch in Deutschland) viele Funde unterdrückt oder absichtlich verfälschend interpretiert werden. Man schwindelt und unterdrückt in den Massenmedien methodisch die Tatsache, dass die Indogermanen germanischen Aussehens waren, dass ihre Völker von Irland bis nach Nordchina, nach Hathi usw verbreitet waren - in einem Wort: das in ganz Eurasien hochgewachsene, blonde Völker lebten. Von daher verstehe ich jetzt auch die Verwandschaft des Wortes "die Asen" mit dem Wort "Asien" wesentlich besser. Die Asen haben tatsächlich mit Asien zu tun, denn dort scheint (in Sibirien?) die Urheimat der blonden Indogermanen zu sein. Einige sehr alte Thesen, die ich immer für Rätselraterei und Wunschdenken der damaligen Wissenschaftler hielt, bekommen dadurch im Nachhinein ihre Bestätigung z.B. die These, dass Gautama Buddha europäisches Aussehen hatte. Das ist nach heutige Wissenslage nicht nur möglich, sondern durch wissenschaftliche Beweise wahrscheinlich geworden.

Dabei muss nun mMn. auch die Frage neu aufgerollt werden: wie kamen die blonden Germanen zu ihrem typischen Aussehen. Bisher war man davon ausgegangen, dass sie unendlich lange in Nordeuropa lebten, und dort - aufgrund der Umweltbedingungen - helle Haut, blonde Haare und blaue Augen bekamen. Das kann aber nach den neuen Forschungsergebnissen mMn. nicht mehr sein. denn die Germanen kamen gar nicht aus Nordeuropa, und das große indogermanische Urvolk, aus dem sich die Germanen etc. erst später entwickelten, waren auch schon alle blond. Sie müssten sich also irgendwo aus dem Norden Asiens kommend über den eurasischen Kontinent verbreitet haben, oder aber die These von der Bildung der äußeren Merkmale des germ. Typus stimmt insgesamt nicht d.h. die äußeren Merkmale haben sich eben nicht durch Umweltbedingungen gebildet. Letztlich sind ja die Inuit oder die Indianer Kanadas auch nicht blond und mit heller Augenfarbe ausgestattet, obwohl sie auch schon einige Zeit im hohen Norden leben.

Die Urzeit war vermutlich völlig anders, als man bisher annahm, und erst recht anders, als man es dem deutschen Volk heute erfolgreich einzureden versucht.

Hier ist eine Auswahl interessanter Artikel:
http://www.eurasischesmagazin.de/archiv/suche.asp?suchbegriff=indogerm&los.x=6&los.y=4
Alles Gute
Robert


Zuletzt bearbeitet: 22.10.10 14:34 von Robert_S


Ein interessanter Bericht.

Die Inuit sind übrigens deswegen dunkel, weil es im hohen Norden extrem licht und hell durch den vielen Schnee ist. Daher bedürfen Haar und Augen eines besonderen Schutzes, das bedingt eine stärkere Melaninbildung bei diesen Völkern. Blondes Haar und blaue Augen sind hingegen optimal an das mitteleuropäische Klima angepaßt, darum geht meine These dahin, hier den indogermanischen Ursprung zu suchen.



Hallo Catrin,

mir scheint, dass die Inuit aus einer anderen Völkerfamilie unserer Menschheit stammen, zu der auch die nordamerikanischen Indianer, einige Volksstämme Sibiriens und die Tibeter gehören. Ich denke die äußerliche dunkle Prägung war vermutlich schon viele Jahrtausende vorhanden, bevor die Inuit in den hohen Norden zogen. Es sieht für mich so aus, als lebten die Indogermanen und Inuit-Tibeter und Mongolen immer nebeneinander, und lernten voneinander. So waren die blonden Indogermanen nach heutiger wiss. Theorie das erste große Reiter-Nomadenvolk Asiens. Ihre Lebensweise haben sich eventuell Hunnen und Mongolen abgeschaut. Ich vermute, dass die blonden Indogermanen aus dem Norden Asiens kamen, wo sie durch klimatischen Bedingungen (Vereisung)südlich nach Mittelasien abgedrängt wurden, wobei die Inuit-Völker dichter am Eis blieben, weil sie zäher sind und eine Lebensweise als Jäger bevorzugten - vieleicht auch weil das Pferd bei ihnen keine so große Rolle spielte, und sie deshalb weniger mobil waren. Die Indogermanen könnten Jahrtausende im Norden Asiens gelebt haben, und dort durch die Umweltbedingungen ihre typische Prägung erfahren haben. Das sind aber eher Vermutungen mit der Tendenz zur Spekulation.

Nachgewiesen scheint aber heute, dass die Indogermanen in Mitteleuropa lebten, und aus ihnen selbst sich die Germanen entwickelten. Die Germanen sind also nicht aus Skandinavien eingewandert, und haben auch nicht eine ureuropäische Bevölkerung vertrieben oder ausgelöscht. Sie sind die direkten Nachfahren der europäischen, indogermanischen Ureinwohner.


Zuletzt bearbeitet: 23.10.10 17:32 von Robert_S


So ist die Urheimat der Indogermanen natürlich nicht Anatolien! ... Die Germanen sind nicht von Nordeuropa aus nach Mitteleuropa eingewandert, sondern umgedreht: die Urheimat der Germanen war das heutige Deutschland und Dänemark, und sie haben von dort aus Skandinavien besiedelt! ... Nachgewiesen scheint aber heute, dass die Indogermanen in Mitteleuropa lebten, und aus ihnen selbst sich die Germanen entwickelten. Die Germanen sind also nicht aus Skandinavien eingewandert, und haben auch nicht eine ureuropäische Bevölkerung vertrieben oder ausgelöscht. Sie sind die direkten Nachfahren der europäischen, indogermanischen Ureinwohner.


Die Asen haben tatsächlich mit Asien zu tun, denn dort scheint (in Sibirien?) die Urheimat der blonden Indogermanen zu sein ... Ich vermute, dass die blonden Indogermanen aus dem Norden Asiens kamen,


Diese Theorie halte ich für unglaubwürdig. Wie kann man das überhaupt außer durch Flußnamen noch verifizieren? Durch die Baum- und Tiernamen. In der rekonstruierten indogermanischen Ursprache kommen bestimmte Baumnamen vor, auch Namen für bestimmte Tierarten. Davon kann man ableiten, daß in der Urheimat der Indogermanen diese Baumarten und Tierarten heimisch gewesen sein müssen.
Z. B. kommt die "Eiche" in der Sprache der indogermanischen Völker vor (*quercus). Die Eiche aber wächst nur westlich einer Linie Litauen-Schwarzes Meer. Deswegen können die Indogermanen nicht aus Sibirien stammen, sondern ihre Urheimat muß westlich dieser Linie gesucht werden. Zusammen mit den Namen der Tierarten und der Gewässer kommt man am Ende auf ein Gebiet etwa von Thürigen bis zur Ostsee. Das ist allerdings heute nicht "politisch korrekt", die Indogermanen in Germanien zu lokalisieren, deswegen tun sich viele schwer damit, das anzuerkennen.

Das bedeutet nun aber auch für uns: Unsere Edda stammt so ziemlich genau aus dem Gebiet, wo die Indogermanen herkommen (ich hatte schon an anderer Stelle ausgeführt, daß z. B. die Völuspá in Süddänemark geoffenbart wurde). Damit ist ihre Überlieferung näher an der Quelle, als etwa der indische Rigveda - ein Vergleich beider Schriften macht übrigens auch dem Laien deutlich, daß der Rigveda schon ungleich mehr Spuren von Bearbeitungen und Eingriffen enthält und vom Text her viel weniger archaisch ist. Das Wirken der Priester kommt überall durch, ganz anders, als in den eddischen Götterliedern.

Mit Lichtgruß,
Géza von Neményi



Eine Entstehung der Indogermanen zwischen Thüringen und der Ostsee wird meiner Kenntnis nach von keinem Wissenschaftler ernsthaft vertreten. Ich denke nicht, dass dabei die Wissenschaftler übermäßig politisch korrekt sein wollen. Es ist einfach deutlich sinnvoller, die Entstehung des Indogermanentums in Asien anzunehmen.

Die Deutung von Pflanzen- und Tiernamen erscheint mir nicht stichhaltig. Wir sprechen von einem Zeitraum vor mindestens 6000 Jahren. Ich glaube aber, dass die Ausbreitung der Indogermanen wesentlich länger zurückliegen muss. Es mag sein, dass es in Nord-Siberien nur Nadelbäume gibt, und eventuell auch schon in früherer Zeit überwiegend Nadelbäume gab (aufgrund der Bodenverhältnisse), es ist aber nicht so, dass es in ganz Asien keine Eichen gibt. Da die Kurgan-Kultur offenbar von China bis an Schwarze Meer reichte, können selbstverständlich die sich von dort ausbreitenden Indogermanen ein Wort für "Eiche" gehabt haben. Das Indogermanentum kann aber aufgrund seiner biologischen Merkmale weder in der Kurgankultur noch in Mitteleuropa entstanden sein, denn blonde Haare und blaue Augen entstehen lt. Vererbungslehre durch Mutation und Menschen mit diesen Merkmalen konnten sich in Gebieten mit geringer Sonneneinstrahlung gut ausbreiten. Die meisten Blonden leben heute in Nordskandinavien. Und doch kann der Mutationssprung nicht dort erfolgt sein, denn die Indoeuropäer sind zuerst in Mitteleuropa zu Germanen geworden und dann nach Skandinavien ausgewandert. Dafür gibt es aber Gräber der Kurgan-Kultur bis nach China hinein, in denen blonde Menschen bestattet wurden. Nur können eben die typischen, äußeren Merkmale der Indogermanen auch nicht in der Kurgan-Kultur entstanden sein, sondern nur nördlich davon.

Die Gewässernamen sind eher verwendbar um zumindest die Ausbreitung der indogermanischen Sprache zu verfolgen. Denn die Gewässernamen sind an den Ort gebunden. Anhand der Gewässernamen ist die Verbreitung der indogermanischen Ursprache bis nach China nachweisbar. Die indogermanischen Sprachen sind daraus entstanden. Allerdings ist der Rekonstruktionsversuch dieser Sprache ein sehr wackliges Unternehmen auf das man kaum eine so weitreichende Schlussfolgerung ziehen kann, wie eben die Entstehung des Indogermanentums zwischen Thüringen und Ostsee. Die Völker mit indogermanischer Sprache hatten ihre Hochkulturen in Asien. Die Germanen hatten aber bis in die Anfänge u.Z. keine schriftlichen Aufzeichnungen, und auch keine Reiche, geschweige denn eine Hochkultur. Mir scheint auch dies für die Ausbreitung der Indogermanien von Asien nach Europa zu sprechen.

Die Niederschrift der Edda wird auf das 13. Jahrhundert datiert, die Niederschrift des Rigveda wird auf 1750 - 1200 v.u.Z. datiert. Das sind mindestens 2500 Jahre Unterschied!Die Edda wurde in altisländisch geschrieben (der westlichsten indogermanischen Sprache). Der Rigveda wurde in Sanskrit geschrieben (der östlichsten indogermanischen Sprache). Das Sanskrit war als Sprache bereits vor 3000 Jahren nachweisbar eine höher entwickeltere Sprache als es die Altisländische Sprache über 2500 Jahre später war. Sanskrit ist daher mMn. die wesentlich ältere Sprache. Die um Jahrtausende frühere Aufzeichnung der vedischen Mythen, die der indoeuropäischen Urreligion wesentlich näher ist, lässt diese viel orginaler aussehen. Beruft man sich hinsichtlich der Edda auf jahrtausende lange mündliche Weitergabe der Mythen, die obendrein unverfälscht sein soll, kann man aber trotzdem nicht von der Hand weisen, dass sich die indogermanische Sprache sich zur germanischen, und diese zur Alisländischen Sprache deutlich veändert hat. Der Veda ist aber seit 3000 Jahren relativ unverändert überliefert vorhanden, da er schriftlich festgehalten wurde. Er könnte davor ebenfallls genau so treu Jahrtausende unverändert überliefert worden sein.

Alles Gute
Robert


Zuletzt bearbeitet: 24.10.10 20:28 von Robert_S


Vor Monaten hatte ich im GGG-Forum folgenden Artikel verlinkt:

http://www.eurasischesmagazin.de/artikel/?thema=Sprache&artikelID=20040313


Zuletzt bearbeitet: 25.10.10 10:30 von Administrator


Prof. Udolph:

>Die Überprüfung dieser These anhand der Gewässernamen hat gezeigt, daß die Heimat germanischer Völker dort zu suchen ist, wo alte germanische Ortsnamen zu finden sind: das ist weder Schleswig-Holstein, noch Dänemark oder Schweden, sondern der Raum nördlich der deutschen Mittelgebirge. - <

>es fehlt der allmähliche Übergang von indogermanisch-alteuropäischen Gewässer- und Ortsnamen zu germanischen, d.h. es besteht keine Kontinuität in der Entwicklung. Gerade diese finden wir aber in hohem Maß in folgenden Gebieten: südliches Niedersachsen, westliches Sachsen-Anhalt, Thüringen. Darunter befinden sich so fruchtbare Gebiete wie Magdeburger und Hildesheimer Börde, die selbstverständlich Siedler früh anzogen. <

Jean Haudry schreibt in seinem Buch "Die Indo-Europäer" im Abschnitt "Das Zentrum der Verbreitung der Indoeuropäer" (S. 151):
>Nicht in Betracht kommende Gebiete. Die Datén der linguistischen Paläontologie tragen dazu bei, alle Regionen mit warmen Klima auszuschließen ... Die am nördlichsten (etwa Skandinavien) und am östlichsten (z. B. Nordrußland) liegenden Gebiete kommen wegen der sogenannten ,Buchenlinie' ebensowenig in Frage.<

Ich denke, die Sibirientheorie kann man als widerlegt betrachten.

Géza von Neményi





Ich denke nicht, dass die Zitate von Rof. Udolph die Kurgan-Theorie widerlegen. Denn im ersten Zitat spricht er von Germanen und nicht von Indogermanen. Denn es es ist ja belegt, dass sich die germanischen Völker aus den indogermanischen entwickelten. Das die germanischen Völker in Mitteleuropa entstanden sind, hatte ich auch bereits geschrieben.

...es fehlt der allmähliche Übergang von indogermanisch-alteuropäischen Gewässer- und Ortsnamen zu germanischen, d.h. es besteht keine Kontinuität in der Entwicklung.


Dies bezieht sich wenn ich mich richtig erinnere auf Nordeuropa und nicht auf die Indogermanen Asiens.

Robert


Zuletzt bearbeitet: 25.10.10 13:13 von Robert_S


Hallo liebes Forum,
bezüglich dieses Themas sehr zu empfehlen ist das folgendes Buch: Harry Eilenstein. Wurzeln und Zweige der indogemanischen Religion. Es ist auch recht preiswert in der Anschaffung.
Asenheil!




Vielen Dank für den Hinweis.

In dem genannten Buche sind leider einige Fehler enthalten. Da der Platz hier aber nicht für eine Erläuterung sämtlicher Fehler ausreicht, nur eine kurze Besprechung meinerseits:

Auf Seite 127 erwähnt der Autor die Skythen und behauptet, daß die Völker, der Germanen, Römer, Balten, Tocharer, Kelten, Perser, Inder u.a. skythisch wären. Das ist falsch, denn die genannten Völker waren keine Skythen, sondern eigenständige Völker, was geschichtliche Quellen wie auch genetische Untersuchungen belegen. Wenn er geschrieben hätte "Indoeuropäer" statt "Skythen", dann wäre das korrekt gewesen.

Zum anderen neigt der Autor dazu, alle Göttinnen auf eine "Große Mutter" zurückzuführen und begeht somit den Fehler, eine Art Monotheismus bei den Indoeuropäern anzunehmen, zumal seine Theorien von der "Großen Mutter" der Indoeuropäer schwammig sind und schwer nachprüfbar. Viele seiner Theorien sind fraglich bzw. nicht nachweisbar.

Das Buch weist also einige Schwächen auf, wenngleich einige mythologische Verbindungen, die der Autor beschreibt, sehr interessant sind. Man lese es auf jeden Falle mit einer gesunden Portion Kritik.

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