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Thema: Tiere als Vorboten


Wildtiere und auch noch einige Haustiere besitzen einen natürlichen Instinkt, der sie z. B. die richtige Nahrung finden läßt oder sie vor Naturgewalten warnt. Es gibt dafür unzählige Beispiele, z. B. die Elefanten, welche die Gefahr der großen Flutwelle in Asien voraussahen. Im Jahr 373 v. d. Zeitwende berichtete Diodor davon, daß Ratten, Schlangen und Käfer schon fünf Tage vor einem verheerenden Erdbeben die Stadt Helike fluchtartig verließen. Im Jahre 1975 waren Schlangen in China früher aus ihrem Winterschlaf erwacht, um sich in höher gelegenen Gegenden in Sicherheit zu bringen. Einige Tage später ereignete sich dann ein sehr schweres Erdbeben. Im Jahre 1976 ereignete sich in Friaul ein Erdbeben. Die Leute hatten einige Stunden zuvor beoabachtet, wie Hauskatzen ihren Jungen aus den Häusern trugen und sie im Freien unterbrachten. Auch hier hatten die Tiere das Erdbeben vorausgespürt.

Die Tiere sind die Vertrauten der Götter, das schrieb schon Tacitus über die Pferde. Überall galten oder gelten Tiere als Vorboten, man spricht dann von einem "Angang". Tiere sind noch unmittelbar mit den Göttern verbunden, vor allem mit Mutter Erde. Jede Tierart hat ihren übergeordneten Tiergeist, der direkt mit den Göttern verbunden ist. Der Geist oder die Gottheit einer bestimmten Region kann auch in Tiergestalt erscheinen und so ein Zeichen geben oder niedergelegte Opfergaben verzehren. So kann z. B. Wodan als Wolf, Adler oder Rabe erscheinen, Freyja als Taube oder Katze, Elben oft als Mäuse oder Insekten usw.

Der menschliche Geist ist weitestgehend losgelöst von den Göttern, was auch für viele Haustiere gilt, da der Mensch sie der Natur entrissen hat. Darum funktioniert beim Menschen der Instinkt weniger gut; er kann aber wieder stärker werden, je mehr man sich wieder mit der Natur verbindet und die Logik zurückläßt, da diese diese den Instinkt blockiert.

Von den Wildtieren, von der Natur überhaupt, können wir mehr lernen als aus jedem Buche.



Zuletzt bearbeitet: 26.07.14 18:57 von Administrator


...dazu gehören aber mindestens zwei: Der, der was sagt und der, der auch zuhört!

Ich habe heute Morgen Toby eine PM im alten Forum dazu geschickt, wo ich als nettes Beispiel die Filmfigur Catweazle her genommen habe.

https://www.youtube.com/watch?v=MGPtPjeC-0c

Toby habe ich geschrieben, das ich nach 1:48 Minuten gesagt hätte, das reicht mir. Andere müssen bis 2:39 Minuten kommen: Wiederholungen schärfen das Wissen...und andere , tja, da kommt Minute 4:17...und dann ist es nicht mehr so, wie es mal war.

Zuhören heißt, annehmen, das die Gedanken des Unterbewußtseins, die ein Tier in uns auslöst, als ein Wink des Schicksals zumindest bedacht werden und nicht prinzipiell verworfen. Ein Mord an einem Politiker oder anderem Etwas kommt bestimmt bei Tier-Erzähler nicht vor.
Und wer das zum Prinziep seines Umgangers mit Tieren macht, sagt nicht nur: Seit ich die Tiere kenne, mag ich die Menschen nicht mehr, sondern es ist ein Tabu da, nicht weg zu hören, wenn es auch im ersten Moment weh tut. Es erspart aber nicht das Selber-Denken und nicht das Selber-Handeln...wie bei Kollege Catweazle.

..ach ja, mein Katzenorakel ist so etwas.

Oder Rehe, oder, Raubvögel und..und..und. Sie haben eine Bedeutung für mich und daran halte ich eisern fest, es müßte schon zur Totalblockade wie eine undefinierbare Entgleisung bei einer Modellbahn kommen, das ich das in Frage stelle. Bereit dazu wäre ich und um so mehr elektrisiert dieses Zwiegespräch zwischen den Tieren und mir.


Zuletzt bearbeitet: 30.07.14 12:21 von Administrator


dazu gehören aber mindestens zwei: Der, der was sagt und der, der auch zuhört!


Ganz genau! Und leider hören nur noch sehr wenige Menschen den Tieren zu; meist sind es nur noch Menschen aus naturnahen Kulturen oder solche, die verstanden haben, wie es läuft in der Welt. Wir können lernen, die Zeichen, welche uns die Tiere geben, zu verstehen. Die Geisterwelt ist bereit, zu uns zu sprechen und uns gegebenenfalls Warnungen zukommen zu lassen, wenn wir zum Zuhören bereit sind. Das erfährst Du selbst ja auch regelmäßig durch Deine Katzen und durch die Wildtiere in Deiner Umgebung. Sowas ist großartig.





In der von Erwin verlinkten Catweazle-Folge erscheint ja eine Eule als Vorbotin.

Dem gefangenen König Agrippa erschien eine Eule, und daraufhin ihm wurde von einem germanischen Mitgefangenenen Glück prophezeit. Sähe er den Vogel später jedoch wieder, so hätte er nur noch 5 Tage zu leben. Somit galt unseren germanischen Ahnen die Eule sowohl als Glücks- wie auch als Todeszeichen. Nach thüringischer Überlieferung fliegt dem Wilden Heere eine Eule voraus, die Tutursel (tutende Ursel) heißt. Sie soll nach der Sage eine verwunschene Frau sein.

Die Eule wird auch "Totenvogel" genannt, weil der Ruf dem Kranken den Tod ankündigt. Wenn sie am Tage ruft, verkündet sie eine Seuche oder eine Feuersbrunst. Ansonsten nennt man sie Holzruna (Waldzauberin), Holzfrau, Holzweib oder Wildes Weib, was darauf hinweist, daß sich weibliche Waldgeister gerne in Eulengestalt zeigen. Hat jemand den bösen Blick, so nennt man dies im Norden uglesé, das bedeutet "Eulensehen".



....der Anfang dieser lustigen Sendung um einen kauzig-wirkenden-Ahn, der durch die Zeit in die Gegenwart gelangte, aber das war Alltag für die Ahnen, Tierfreunde zu haben und ist auch mein Alltag.
Unabhängig, ob der Autor des Filmes die Eule als typische Vertreterin dieser Art Warnbotschaften ist, der Film entstand aus einer Literaturvorlage und wurde durch die gute Darstellung Kult im Fernsehen, das Thema ist Tiere als Vorboten. Das ist heute immer noch Alltag (für mich) und oft sagen Menschen auf meine Fragen zu bestimmten Ereignissen, die Tiere angekündigt oder kommentiert haben, etwas völlig anderes. Dennoch ist die Tierbotschaft immer eingetroffen und diese (Gut)Menschen waren stolz, für den "wahren Christenglauben" gelogen zu haben. Krank ist so was!!!



Übrigens wußten die Menschen bis vor kurzem noch, daß auch die Katze ein Vorbote gewisser Ereignisse sein kann. Weitverbreitet ist die Auffassung, daß die Katze wüßte, wenn Besuch ins Haus stünde; deshalb putzt sie sich kurz zuvor besonders ausgiebig. Wird die rechte Pfote/das rechte Ohr lange geputzt, ist es ein netter Besuch; bei der linken Pfote das Gegenteil. Miauen die Katzen scheinbar grundlos kläglich neben einem Haus, so zeigt dies einen Todesfall an. Beißen sie sich, gibt es Streit im Hause. Schwarze Katzen (und auch dreifarbige) gelten als Glücksbringer im Hause, da sie das Unglück abwenden; deshalb der Spruch:

"Die schwarze Katz, das schwarze Huhn
soll kein Bauer aus dem Hause tun!"


Ich schrieb ja bereits, daß Katzen Erdbeben voraussehen. Aber sie wissen auch, wie das Wetter wird, ob es Regen, Schnee oder Sturm gibt. Sie weiß gleichfalls, ob es eine reiche Ernte geben wird, dann läst sie nämlich viele Krümel von ihrem Futter liegen.



..der Witz dieses Wissens ist doch, das eine Katze wertvoller als ein Auto ist...das unsere Tiergeschwister wirklich unsere Geschwister sind und dementsprechend zu ehren und zu behandeln sind. Aber dieses alles würde dem materiellen Streben nach mehr und mehr so entgegen stehen, das man sich entscheiden muß. Daher drückt der Monster-Mensch das komplett aus seiner Verantwortung weg!



Ganz genau!

Vielen Leuten ist ihr Auto lieber als ein Tier, aber das Auto kann nicht mit ihnen kommunizieren, ihnen keine Warnungen oder Botschaften aus der Geisterwelt zukommen lassen. Vor dem Auto hatte der Mensch das Pferd, um von einem Ort zum andern zu gelangen (sofern er nicht zu Fuß ging). Damit hatte der Mensch einen guten und weisen Kameraden an seiner Seite, der ihm vor Gefahren warnte, Geister sehen konnte und der in noch ältere Zeit als Orakeltier verehrt wurde, als Vertrauter der Götter. In heiligen Hainen lebten weiße Pferde, welche unseren heidnischen Ahnen durch Schnauben, Wiehern und Hufescharren die Zukunft verkündeten. Im Volksglauben gibt es viel Überliefertes zum Pferde als Orakeltier.

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