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Thema: Der Rosenkranz ist heidnisch


Der Rosenkranz ist nicht christlich, schon im Isiskult ist er nachweisbar und entsprechende Schnüre wurden im vorchristlichen Schottland gefunden wurden. Auch der hinduistische Rosenkranz mit 108 Perlen ist sicherlich und eindeutig nicht christlich sondern älter. Wenn also Christen hier im 12. Jh. mit einem "Rosenkranz" ankamen, den man in der Bibel nicht findet, dann haben sie ihn (wie alles) irgendwoher assimiliert.

Im deutschen Volksglauben tragen Schwangere den Rosenkranz bei sich gegen Behexung und zur Erleichterung der Geburt (Quelle: Karl Weinhold, Die mystische Neunzahl bei den Deutschen, Berlin 1897, 38; Alois John, Sitte, Brauch und Volksglaube im deutschen Westböhmen, Prag 1905, 105, Carl Meyer, Der Aberglaube des Mittelalters und der nächstfolgenden Jahrhunderte, Basel 1884, Kap. 389).
Wenn eine ledige Person einen Rosenkranz findet, an dem nichts fehlt als das Kreuz, und ihn neun Jahre lang in einem Säckchen angehängt trägt oder ans Kleid heftet, so kann ihr nie etwas schaden, auch bei Schwangerschaft nicht; legt man einen neun Jahre getragenen Rosenkranz einer schwangeren Frau auf die Brust, so bringt sie leicht eine gesunde Frucht zur Welt (Quelle: Friedrich Schönwerth, Aus der Oberpfalz. Sitten und Sagen, Augsburg 1857-59, I, 161f).
Rosenkränze aus den Früchten der Hiobsträne (Coix lacryma) gefertigt sind besonders Zauberkundig (Quelle: Marie Andree-Eysn Volkskundliches. Aus dem bayrisch-österreichischen Alpengebiet, Braunschweig 1910, 142).
Interessant ist dabei auch, daß Rosenkränze früher oft aus den Früchten der Wassernuß (Trapa natans) verfertigt wurden (Quelle: Johann Schroeder, Chymische Apotheke, Nürnberg 1685, 1171; Verh. der Bot. Vereinigungder Provinz Brandenburg, 1885, 27, XX f.).
In der Muraköz (Ungarn) muß die Hebamme, wenn sie zum ersten Male das Zimmer betritt, die Gebärende mit ihrem Kopftuche und ihrem Rosenkranze drei Mal schlagen, damit die Geburt schnell von statten gehe und das Wochenbett fieberfrei sei (Quelle: Rudolf Temesváry, Volksbräuche in der Geburtshilfe Ungarns, Leipzig 1900, 49).
Wie wir ja aus Forschungen (von Birger Pering, Heimdall, Lund 1941) wissen, galt Freyjas Brisingamen ursprünglich nicht als Halsschmuck, sondern als Gürtel, der für eine leichte Geburt getragen oder aufgelegt wurde. Man verwebdete für diese Gürtel die durch den Golfstrom nach Nordeuropa geschwemmten nierenförmigen Früchte der Riesenhülse (Entrada Scandens), die im Mythos Heimdallr und Loki in Seehundsgestalt beschafften (Rudolf Simek, Lexikon der germ. Mythologie, Stuttgart 1984, 59). Diese aus dem Meer stammenden Früchte erinner doch sehr an die Früchte der Wassernuß, aus der Rosenkränze gemacht wurden. Zumindest im Volksbrauchtum hat also der Rosenkranz einen heidnischen Zauber- und Geburtsgürtel ersetzt, der im Mythos Freyjas Brisingamen entspricht.

Lichtgruß,
Geza von Nemenyi



Nach indischer Legende weinte der Gott Rudra/Shiva Tränen. Die Tränen nahmen die Form von Samen an, die zum Rudraksha-Baum wurden. Rudraksha bedeutet "Rudras Träne", eigentlich "Rudras Auge" (Aksha=Auge). Die trockenen Samenkapseln vom Rudraksha Baum bilden die Rudraksha-Perlen, die als Gebetskette verwendet werden. Rudra entspricht den Wodan.

Bei der Erzdiözese Wien heißt es:

>Die Glie­der des Ro­sen­kran­zes sol­len zu­nächst aus Ha­ge­but­ten gewesen sein, spä­ter wur­de mit Stei­nen oder mit ge­kno­te­ten Schnü­ren ge­zählt und schließ­lich mit ei­ner Schnur mit Ku­geln oder Per­len.<


Zuletzt bearbeitet: 17.10.14 17:55 von Administrator


..hmmm?..wenn der Rosenkranz eigentlich ein Ritual um die Geburt darstellt, die Christen (= schlechte Heiden) diesen Rosenkranz als Ausdruck der Trauer bei Totenmessen (Gebetsstunden vor dem Sarg des Toten noch vor der Beerdigung) beten, das ist doch eher ..?????
...sinnlos??...schädlich??...

Ich meine, nicht nur Rituale benennen, auch ihre "richtige" und "falsche" Anwendung ist doch wichtig zu wissen, oder?

"..es lebe unser heiliges Deutschland..."


Gebetet wird doch in allen möglichen Situationen, egal ob bei Geburt, Tod oder sonstigen Ereignissen. Der Rosenkranz als Gebetsschnur dient dabei lediglich als Abzählhilfe beim Beten. Ist im Hinduismus doch genauso.



Im Hinduismus ist der Rosenkranz (Mala) dem Gott Rudra (Shiva) geweiht. Nach dem Mythos weinte Rudra rotgoldene Tränen, und daraus wurde ein Baum, der Rudraksha. Aus den roten Früchten dieses Baumes machen die Inder ihre Rosenkränze.
Bei den Germanen ist es Frova (Freyja), die goldene Tränen um Ihren Geliebten Otar (Odr) weint. Ihre Tränen werden zu Perlen oder Schmucksteinen, und manche Forscher wollen den Bernstein als Überbleibsel dieser Tränen sehen, andere einfach nur Perlen aus dem Meere, je nach Deutung der nicht eindeutigen Strophe in den Skáldskaparmál. Es ist nun naheliegend, daß die Menschen Bernstein oder Perlen für ihre Rosenkränze nahmen; daß es Dinge aus dem Wasser sein sollten, ist ja überliefert (Haffniere, Wassernuß), denn Frova ist Tochter des Meeresgottes Nord (Njördr) und heißt auch "die Meererleuchtende" - was doch auf irgendetwas Glänzendes oder Leuchtendes im Wasser hinweist. Auch die Römer sahen Venus als Göttin an, die aus dem Meere geboren wurde, und einer Ihrer Beinamen "Marina" weist auf das Meer hin (vgl. "Marine" für die Kriegsflotte).
Auf vielen Darstellungen erscheint die Göttin Aphrodite mit einer Rose in der Hand, als Symbol der Liebe und Erotik. Auch ihr Sohn Eros trägt einen Rosenkranz im Haar. Man erzählt, daß früher die Rosen weiß gewesen sind, bis eines Tages die Liebesgöttin an ihnen vorbei schritt und sich dabei den Fuß an den Dornen ritzte; von ihrem Blute wurden die Rosen dann rot gefärbt. Aus dem Blut von Adonis, dem Geliebten Aphrodites, sprossen Rosen, und er selber wurde von der Göttin in einen Rosenstrauch verwandelt. Die Frucht der wilden Rose ist die rote Hagebutte, aus denen man nach Trocknung auch Kränze mit Perlen machen kann. Und die ältesten Rosenkränze in Deutschland wurden daraus gemacht.
Der Name "Rosenkranz" deutet darauf hin, daß dieser auch wie ein Kranz um den Hals oder Kopf getragen wurde, was Katholiken nie machen würden. Es gibt übrigens (christliche) Rosenkränze mit 55, 59, 60 oder 70 Perlen, Dominicaner nahmen 150 Perlen, aber auch 33 (englischer Rc.) oder 38 ("die Krone") sind üblich.
Es gibt Funde von Gebetsketten aus dem 1. Jhrd. u. Zt. an verschiedenen Isiskultstätten bis hoch zu den römischen Rheinstützpunkten. Es gibt zwei Funde aus Schottland mit Ketten, einmal aus Knochen und einmal aus Ton, aus dem 2.-1. Jh., v. u. Zt. die eindeutig rituellen Zählcharakter haben (Abnutzungsspuren von Fingern).
Diese Funde sind jedenfalls höchst beachtenswert. Wenn die Celten dort solche Schnüre gehabt haben, dann können die entweder selbst ersonnen worden, oder aber von irgendwoher von außen angeregt worden sein. Das geht nur über die Germanen, denen folglich in dieser Zeit solche Schnüre auch schon untergekommen sein müssen. Auch als Stütze zum Auswendiglernen von Gebeten oder Gesetzestexten scheinen mir solche Schnüre recht sinnvoll zu sein. Ich kann mir nicht denken, daß es so etwas zwar nördlich und südlich von Germanien gegeben hatte, aber bei uns nicht. Das ist eigentlich nicht möglich. Nun müßte man auch viele gefundene Ketten mit Perlen daraufhin untersuchen, ob sie nicht auch für Abzählungen gebraucht wurden. Das hat ja bislang kein Archäologe getan, weil sie die Möglichkeit von Gebetsschnüren wohl von Anfang an ausschließen.
Der indische Rosenkranz richtet sich an die Gottheiten der Planeten und kann verschieden gebetet werden.

Lichtgruß,
Geza von Nemenyi



GezavN:
Man erzählt, daß früher die Rosen weiß gewesen sind, bis eines Tages die Liebesgöttin an ihnen vorbei schritt und sich dabei den Fuß an den Dornen ritzte; von ihrem Blute wurden die Rosen dann rot gefärbt. Aus dem Blut von Adonis, dem Geliebten Aphrodites, sprossen Rosen, und er selber wurde von der Göttin in einen Rosenstrauch verwandelt.


Es heißt auch, daß Aphrodite die Rose aus ihren Tränen und dem Blute ihres Geliebten Adonis geschaffen hat; somit spielen auch hier die Tränen der Göttin eine Rolle bei der Entstehung der Rosen. "Adonis" ist etymologisch mit "Odr" (Freyjas Mann) verwandt.

Übrigens heißen auch Knabenkraut, Frauenschuh und Maiglöckchen "Frauenträn", sind also nach dem Mythos aus den Tränen einer Frau (oft christlich als Maria oder Maria Magdalena umgedeutet) enstanden. Aber diese Blumen eignen sich wohl weniger für die Herstellung von Rosenkränzen; da ist die Hagebutte geeigneter.


Zuletzt bearbeitet: 18.10.14 13:29 von Administrator


Liebe Mitglieder im Forum,
liebe Heiden,

die Katholische Kirche ist sehr heidnisch. In der Kirchgemeinde, die ich als Kind, Jugendlicher und junger Erwachsener noch besuchte, hängt Jesus an einer Lebensrune.
Ich habe in einigen Kirchen Pentagramme entdeckt, Sonnendarstellungen und Runen entdeckt.
Vor allem die Katholische Kirche ist eine Schatztruhe heidnisch-ägyptischer Spiritualität.
Es gibt so viele Hinweise und Merkmale, die deutlich machen, wie sehr gerade in der Katholischen Kirche das Heidentum der Mittelmeerwelt mit der jüdischen Religion verschmolzen sind.





Der Rosenkranz ist sogar noch vor dem 12. Jh. nachweisbar. Man nennt ihn auch "Paternosterkette"; und im MA gab es den Beruf des Paternoster- oder Betenmachers. Die Ketten bestanden aus Holz, Bein Büffelhorn, Muskatnüssen, Samen, Kernen, Glas, Kristall, Perlmutter, Korallen oder Edelsteinen. Bereits seit dem Jahre 1085 sind laut Aussage von spiegel.de solche Ketten bei uns nachweisbar.



Im Himalaya-Hochgebirge zwischen Indien und China gibt es ein uraltes Volk, das "Lepcha" genannt wird. Auch sie benutzen einen "Rosenkranz". Sie sind ebenso Heiden, z.T. auch synkretistischer Form. Auch im Islam wird eine Art Rosenkranz verwendet, das man z.B. im Türkischen "Tespi" nennt. Mich würde interessieren, ob der Rosenkranz in der islamischen Welt ebenso auf heidnische Vorläufer zurückzuführen ist.Viele Kulturen, ob heidnisch oder "abrahamitisch" verwenden einen Rosenkranz. Ebenso habe ich das Phänomen auch im Hinduismus beobachten können.



Das Bistum Münster schreibt:

>Ursprünglich stammt der Rosenkranz aus Indien. In den Hindu-Religionen ist er erstmals richtig greifbar; eine genau Datierung ist schwierig. Erst später ist er in den Sufismus, die islamische Mystik, eingedrungen und fand von dort aus im Mittelalter den Weg ins Christentum.<

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