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Thema: Der Rosenkranz ist heidnisch


Auf der Website "Die auswärtigen Missionen" (http://die-missionen.blogspot.de/2012/10/schutz-des-rosenkranzes-gegen.html)lässt sich folgender Text zu unserem Forumsthema finden.

Der nachfolgende Quellen-Text hat die Überschrift:
"Schutz des Rosenkranzes gegen heidnische Zauberei".

Aus Madagaskar schreibt ein Missionär, P. Bel:

„Der liebe Gott kommt uns nicht selten auf eine wunderbare Weise zu Hilfe, um den Glauben unserer Neubekehrten zu befestigen. Hören Sie nur folgende Geschichte, welche beweist, dass jene, welche den Kopf der Schlange zertrat, derselben auch jetzt noch immer furchtbar ist.
Eine unserer besten Christinnen, eine arme, einfache und nicht gelehrte Sklavin, steht in Diensten bei einer Familie, welche nicht aus Überzeugung, sondern aus weltlichen Rücksichten protestantisch geworden ist.
Durch ihre Treue hat sich unsere Christin das volle Vertrauen ihrer Herrin erworben, so dass diese ihr die Sorge für ihre Tochter und die Aufsicht über die beiden anderen für deren Dienst bestimmten Sklaven anvertraute. Nun wurde diese Kleine von einer Art Abzehrungskrankheit befallen, sie magerte zusehends ab; deshalb führten ihr Großeltern nach alter malegassicher Sitte sie und ihre Sklavinnen zum Mpisikidy, um durch Zauberei des Heilmittel zu erfragen.
Sikidy ist nämlich der malegassische Name für einen Baum, dessen Samenkörner zur Zauberei dienen, und Mpisikidy ist der Name des Mannes, der aus den verschiedenen Gestaltungen jener Samenkörner die Zukunft oder sonst irgendein der menschlichen Wissenschaft unzugängliches Geheimnis erkennt.
Der Mpisikidy beginnt also seine Operationen; bei der Kranken und den beiden heidnischen Sklavinnen gelingt sie ihm nach Wunsch; um aber das volle Resultat zu erreichen, muss er auch noch seine Operationen in Bezug auf unsere Christin machen. Das erste Mal haben sie keinen Erfolg; der Zauberer glaubt einen Fehler gemacht zu haben und beginnt seine Hantierungen ein zweites Mal; wiederum kein Erfolg! Ein dritter Versuch misslingt ebenfalls. „Ich gebe es auf!“ ruft er aus, „in Bezug auf diese Frau ist es unmöglich, eine Antwort zu erhalten.“ „Warum unmöglich?“ fragt der Großvater. „Du kennst wohl die Regeln deiner Kunst nicht.“ „Das ist nicht der Grund,“ antwortete der Zauberer; „aber diese Sklavin hat auf ihrer Brust ein Amulett, welches kräftiger ist als alle meine Beschwörungsformeln.“
„Ist das wahr?“ fragt darauf der Herr die Sklavin. — „Durchaus nicht,“ antwortete jene. „Ich habe nur meinen Rosenkranz und mein Skapulier um den Hals.“ „Aber das sind gerade die Zaubermittel, welche die meinigen erfolglos machen!“ ruft jetzt der Zauberer. Man wollte jetzt die arme Sklavin bewegen, den Rosenkranz und das Skapulier abzulegen, damit der Zauberer seine Versuche vollenden könne; aber vergebens waren Bitten, Drohungen und Strafen.
„Ihr könnt mich töten, wenn ihr wollt,“ war stets die Antwort der armen Sklavin, „aber meinen Rosenkranz und mein Skapulier lege ich nicht ab.“ Dabei blieb sie und die Familie musste sich unverrichteter Dinge zurückziehen, da der Zauberer mit allen seinen Künsten nichts vermochte gegen die mit dem Skapulier und Rosenkranz gewappnete, arme Sklavin.
Dieses Ereignis hat einen tiefen Eindruck nicht nur in der Familie, sondern im ganzen Dorf gemacht, und ich hoffe, dass dasselbe für unsere heilige Kirche schöne Früchte hervorbringen wird.“
Aus:die katholischen Missionen,1876
Dieser Text wurde am Sonntag, den 14. Oktober 2012 gepostet.



„aber diese Sklavin hat auf ihrer Brust ein Amulett, welches kräftiger ist als alle meine Beschwörungsformeln.“


Natürlich wieder einmal der Versuch der Kirche, ihre eigene "Magie" als die mächtigste darzustellen. Als ob eine Abzählhilfe (Rosenkranz) einen heidnischen Zauber brechen könne. Kirchliche Wunschvorstellung; das erinnert an die Geschichte mit Bonifatius und der Donar-Eiche.


Zuletzt bearbeitet: 24.10.14 14:29 von Administrator


Erstens: "Sklavin"...das Sozialklischee bemühen, "der Kleine Mann", der vom "lieben Gott (der Bibel)" beschützt wird vor "den Herrschenden".

Schon da wäre ich vorsichtig! Sklave sein heißt nicht, ein guter aber geknechteter Mensch zu sein. In dieser Person steckt aber das "Missionierungspotential", ihm/ihr die "Freiheit" zuzugestehen, weil "der liebe Gott(der Bibel)" das will und die "bösen Dämonen-Götter(der Stumpfsinn-Naturreligionen)" nicht.

Wir wissen, das Götter uns beschützen (können), aber nicht aktiv schaden, weil es dazu nicht die Notwendigkeit gibt, jemanden zu schaden, der das ständig sich selbst und anderen antut. Schon allein deshalb ist diese Geschichte Stuß!!!

Edit: ..und was für ein Stuß.
Ich hatte nur "gelesen/verstanden" beim Überfliegen des langen Textes, das eine Sklavin durch einen Schamanen beschworen werden sollte (..zu ihrem Schaden), sie sich aber Dank ihrer regelmäßigen Kirchensteuerzahlungen...und Rosenkranz...davor schützen konnte. Weit gefehlt!! Ab und zu habe ich halt "Dämmerzustand in der Birne", aber, die Geschichte besagt doch, das die "Heldin" sich "erfolgreich geweigert und verhindert hat", das man sie durch Schamanenhilfe von der Krankheit Abzehrung heilt....das Sprichwort müßte doch bekannt sein: " Man kann niemanden zu seinem Glück zwingen". Ethisch Heidnischer ging das dann doch gar nicht. Auch kein-Gott hätte hier "geholfen!".

Übrigens: Ein schönes Beispiel weiblicher und männlicher Sichtweise. Dame C. möchte den Frieden in der Antwort gewahrt bleiben und bleibt daher bereit, die Geschichte nicht zum "Entweder-Oder" hoch zu stilisieren...

während Junker Erwin messerscharf "das Wild erlegt".

"..es lebe unser heiliges Deutschland..."

Zuletzt bearbeitet: 24.10.14 19:39 von Erwin


grüss Götter,
die Schnur des Rosenkranzes erinnert mich sehr an die Nornen! Da der Rosenkranz oft als Kette getragen wird. In der vedischen Tradition ist die Amulettschnur, Schützerbendel und Brahmanenschnur sehr populär. Da in der Mala auch Schnur ist haben die Christen wohl wieder mal heidnisches übernommen.
Bei einem Schützerbendel sehe ich eine Einhaselung (Schutzbsnnkreis) des Körpers als Zentrum des Kosmos. Der Hals ist ein Mittelpunkt zwischen Körper und Geist(Intellekt).
Der Knoten ist ein magisches Symbohl der z.B. mit eiem Mantra oder Rune geknüpft wird. Interessant hierbei ist vielleicht noch das der Begriff Tantra "Gewebe" heisst wo der Faden und das knüpfen für das Leben und die Magie stehen.
Grüsse Rajput (BABA)


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