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Thema: TVS Diode im ST1 Akku


Wollte mal wissen was in einem Stromer Akku alles drinn ist. Zum BMS Chip finde ich leider kein Datenblatt :-( Beim zerlegen ist mir aufgefallen dass eine TVS Diode durchgebrannt ist:



Konnte die Bezeichnung zum glück trotzdem noch lesen: P6KE62A

Habe jetzt eine Diode mit ähnlichen Daten aber der doppelten Leistung eingebaut, weil ich keine P6KE62A rumliegen habe, ist besser als gar kein Schutz.

Mein Akku meldet leider nicht mehr den korrekten Ladestand, er meldet immer zwischen 0 und 55% auch wenn er komplett geladen ist. Ich habe den Verdacht dass die Diode wegen dem Problem gekillt wurde. Dazu schreibe ich glaub besser noch einen 2. Post.





Möglicherweise hat der Akkuzustand nichts mit der Diode zu tun.Ich könnte mir vorstellen, dass Dein Ladegerät vorzeitig abschaltet, weil die Zellendifferenzen zu hoch sind. Im geladenen Zustand sollten da 42V anstehen. Wenn nicht kannst Du bei offenen Akku die einzelnen Packs messen. Diese sollten 4,2V haben.

Gruess



Direkt vor dem Haus gehts bei mir sehr steil runter, ich bin dort mit voll geladenem Akku runtergefahren, der Akku war laut Display zu der Zeit nur 52% geladen die Rekuperation war an, nach ca. 50m hat das BMS warscheinlich zum schutz vor Überladung die Ausgänge abgeschaltet. Die Diode ist vor den Mosfets und ich gehe davon aus dass die nach dem sich das BMS abgeschaltet hat eine ziemliche Spannungsspitze abbekommen hat. Die Diode sorgt sicher nicht dafür dass der Akku nur 52% anzeigt, sie wurde gekillt weil der Akku falsche Werte liefert.

Der Akku hat frisch geladen 42V, ich denke dass der Akku bis auf das Problem mit dem Ladezustand noch sehr gut funktioniert. Will mal die Kapazität von dem Ding messen, muss mir aber noch überlegen wie ich den Akku zuhause entladen kann, wohne oben auf einem Berg, wenn es hier flacher wäre, würde ich einfach mal fahren bis der akku aufgibt. Ein kompletter entlade/ladezyklus würde eventuell auch das Problem mit dem Ladestand fixen, wer weiss...

Ich finde es echt schade, ich habe mehrere elektrofahrzeuge, ich habe für alle mehr oder weniger offiziell die komplette Dokumentation bekommen, beim Stromer weiss ich bis jetzt nicht mal über welches Protokoll das BMS mit dem Motor/Display kommuniziert :-(




Dass bei einer Vollladung und dem kompletten Leerfahren und wieder laden des Akkus, die Kapazität neu gerechnet werden soll, konnte ich so nicht beobachten. Ich konnte nach dem 10% angezeigt wurde, noch mehr als 20km weiter fahren(grösste Unterstützung) Es ist allerdings möglich, dass da je nach Fahrradversion, anders mit der Abschaltung umgegangen wird. (Mit oder ohne Beleuchtung ab Fahrakku)
Ich hatte den Zyklus Volladen und komplett Leerfahren, letztes Jahr bei meinen beiden, schon länger gebrauchten Akkus (mehr als 100 Ladungen) gemacht. Dabei habe ich mir sehr wahrscheinlich die Akkus geschrotet. Die Akkus konnte ich plötzlich nicht mehr vollladen. Beim Nachmessen waren anschliessend Packete defekt.

Mit voll geladenen Akku direkt Rekuperieren, frage ich mich wie dies funktionieren kann. Wo soll die Energie hin?
Gruess Sigi





Sigi:
Dass bei einer Vollladung und dem kompletten Leerfahren und wieder laden des Akkus, die Kapazität neu gerechnet werden soll, konnte ich so nicht beobachten.


Ok, gut zu wissen. Ich habe das BMS auch über mehrere Stunden komplett vom Akku getrennt gehabt, das hat auch nichts geholfen. Ich sehe auch keinen Shunt widerstand oder ähnliches mit dem die verbrauchte Enegie gemessen werden könnte. Die Messung könnte auch im Motor sein, wer weiss.

Sigi:

Ich konnte nach dem 10% angezeigt wurde, noch mehr als 20km weiter fahren(grösste Unterstützung) Es ist allerdings möglich, dass da je nach Fahrradversion, anders mit der Abschaltung umgegangen wird. (Mit oder ohne Beleuchtung ab Fahrakku)


10% habe ich mit dem Akku noch nie gesehen, wenn 0% angezeigt werden (auch bei frisch geladenem Akku) gibt es nur noch eine sehr schwache Unterstützung.

Sigi:

Ich hatte den Zyklus Volladen und komplett Leerfahren, letztes Jahr bei meinen beiden, schon länger gebrauchten Akkus (mehr als 100 Ladungen) gemacht. Dabei habe ich mir sehr wahrscheinlich die Akkus geschrotet. Die Akkus konnte ich plötzlich nicht mehr vollladen. Beim Nachmessen waren anschliessend Packete defekt.


Ich sollte hier erwähnen dass mein Stromer bevor er bei mir gelandet ist nur sehr selten gebraucht wurde, das Ding sieht wie neu aus. Es ist möglich dass der Akku wegen dem ewigen rumstehen mal tiefentladen war, ich weiss das leider nicht.

Sigi:

Mit voll geladenen Akku direkt Rekuperieren, frage ich mich wie dies funktionieren kann. Wo soll die Energie hin?


Bei meinem Elektromotorrad wurde definitiv an diese Situation gedacht, es gibt für diesen Fall einen fetten Widerstand in dem die Energie verbraten wird. Wie es beim Stromer aussieht, weiss ich ohne Dokumentation nicht, und das andere Problem dürfte hier auch sein dass der Akku ja angeblich nur zu 52% geladen war. Ich habe jetzt die Rekuperation deaktiviert weil ich nicht nochmals die Diode wechseln will.





SIGI:
Mit voll geladenen Akku direkt Rekuperieren, frage ich mich wie dies funktionieren kann. Wo soll die Energie hin?

AndreasW:In der Betriebsanleitung meines ST1X steht, dass die Rekuperation nicht arbeitet, wenn der Akku voll ist. Habe gerade nicht in Erinnerung bis wann "voll" aktiv ist, 100%/90%/80% ?



AndreasW:
SIGI:
Mit voll geladenen Akku direkt Rekuperieren, frage ich mich wie dies funktionieren kann. Wo soll die Energie hin?

AndreasW:In der Betriebsanleitung meines ST1X steht, dass die Rekuperation nicht arbeitet, wenn der Akku voll ist. Habe gerade nicht in Erinnerung bis wann "voll" aktiv ist, 100%/90%/80% ?


Wenn aber scheinbar ein vollgeladener Akku nur mit 52% angezeigt wird, Frage ich mich welche Daten für die Abschaltung der Reku hergenommen werden. Wo allenfalls die Leistung verbrannt werden sollte, habe ich bisher im Stromer ST1 inkl Akku nicht gesehen.
Der Ladezustand wird höchstwahrscheinlich über die Spannung gemacht. Ich konnte dies beobachten, da die Spannung der Panasonic Akkus ein wenig tiefer als bei den Originalzellen ist.

Ich selber habe eine Überwachung der Stromaufnahme des Ladegerätes aktiv gehabt. Wenn die Leistungsaufnahme 100W unterschritt, trennte ich bisher die Stromzufuhr. Damit hatte ich ca. 41V und ca. 90% Ladestand. Für meinen täglichen Arbeitsweg von 32Km reichte mir dies und die Recku ist am Anfang auch möglich.

Es hat allerdings den negativen Einfluss, dass das BMS nicht richtig arbeitet und die Zellen nicht richtig abgeglichen werden. Dies hat mir wahrscheinlich im Zusammenhang mit der Entladung bis zur Abschaltung, den Akku geschrottet. Dieses Verhalten scheinen die meisten BMS zu haben. Dazu hatte ich schon eine längere Diskussion mit einem sehr guten Pedelec Hersteller hier in der CH. Das Problem ist bekannt, kann aber noch nicht auf einfache Art gelöst werden.

Daher habe ich nun von jedem Zellenblock die Kabel heraus gezogen. Somit kann ich ein Ladegerät aus dem Modellbau zum Laden verwenden, bei dem ich die Abschaltspannung einstellen kann. Gem. Datenblätter der Akkuhersteller, sollte so die Lebensdauer der Zellen deutlich verbessert werden.


Zuletzt bearbeitet: 23.01.18 19:14 von Sigi


Sigi:

Wo allenfalls die Leistung verbrannt werden sollte, habe ich bisher im Stromer ST1 inkl Akku nicht gesehen.


Im Akku wäre wirklich komplett der falsche Ort, du willst die Zellen ja nicht kochen. Ich denke dass die Reku einfach nicht aktiv ist wenn die Gefahr besteht dass der Akku überladen wird. Das funktioniert natürlich nicht wenn das BMS den falschen Ladezustand meldet. Bei meinem 160kg Motorrad dürfte es unangenehm werden, wenn sich plötzlich irgendwo am Berg die Reku deaktiviert.

Sigi:

Der Ladezustand wird höchstwahrscheinlich über die Spannung gemacht. Ich konnte dies beobachten, da die Spannung der Panasonic Akkus ein wenig tiefer als bei den Originalzellen ist.


Man findet leider nicht viele Infos. Ich habe irgendwo Hinweise darauf gefunden dass es bei älteren ST1 Versionen ein zweipoliges Kabel zwischen Akku und Motor gab, dort wurde nach meinem Wissen der Ladezustand über die Spannung festgestellt. Bei den neuen Motoren ist ein Kabel mit drei Leitern dran, einer davon wird für die Kommunikation mit dem BMS genutzt. Wenn die Verbindung über den zusätzlichen Draht nicht klappt, müsste der Kontroller/Motor wieder die Spannung messen.

Sigi:

Es hat allerdings den negativen Einfluss, dass das BMS nicht richtig arbeitet und die Zellen nicht richtig abgeglichen werden. Dies hat mir wahrscheinlich im Zusammenhang mit der Entladung bis zur Abschaltung, den Akku geschrottet.


Das valence BMS in meinem Motorrad fängt mit dem balancing erst am Schluss des Ladevorganges an, wenn man den Ladevorgang immer bei 90% unterbricht, dürfte man Probleme bekommen.

Sigi:

Daher habe ich nun von jedem Zellenblock die Kabel heraus gezogen. Somit kann ich ein Ladegerät aus dem Modellbau zum Laden verwenden, bei dem ich die Abschaltspannung einstellen kann. Gem. Datenblätter der Akkuhersteller, sollte so die Lebensdauer der Zellen deutlich verbessert werden.


Das muss ich glaub auch mal machen.




Hallo zusammen, habe mit Interesse eure Diskussion verfolgt, denn mein Problemakku hat vermutlich die gleiche Krankheit:

Sobald recuperiert wird, stellt das System nach wenigen Metern ab, am Display erscheint "no-Batt".
Wenn man dann den Akku auseinander nimmt, stellt man fest, dass obige Diode defekt ist, nicht optisch, aber sie lässt Ströme in beide Richtungen durch. Die Sicherungen (2 x 20A) sind noch intakt.
Drückt man dann den kleinen Reset-Taster auf der Platine, beginnt die Diode durchzuschmoren bis dann die Sicherungen durchgehen: -> Diode (auch optisch) und Sicherungen sind kaputt.

Danach habe ich Diode und Sicherungen ersetzt, zusammengebaut, den Akku entladen bis zur Abschaltung (bei ca 32V), danach Reset-Taster (sonst startet Ladegerät nicht), und dann voll aufgeladen auf 41.8V
Die 10 Akkublöcke sind im guten Zustand, zeigen im vollen Bereich (42V) wie im leeren Bereich (34V) die gleiche Spannung, +/- 0.01V
Danach habe ich den Akku wieder entladen auf ca 20% um die Recup-Funktion zu testen.
"Lustiger" Effekt : im einen Velo zeigt der Akku 20% an, in einem anderen Stromer ST1 zeigt das Display 50% für den gleichen Akku. (!?)
Der Recup-Test ging auch mit Ladestand 20% schief: nach ein paar Metern System-Abschaltung -> Diode defekt, Sicherungen noch ok.

Gibt es andere Bauteile, die defekt sein können ? Es gibt noch 3 andere Dioden, scheinen aber ok zu sein.
Das BMS scheint intakt zu sein, Laden mit dem Ladegerät geht problemlos.

Habt Ihr neue Erkentnisse ?

Gruss, Res




Drückt man dann den kleinen Reset-Taster auf der Platine, beginnt die Diode durchzuschmoren bis dann die Sicherungen durchgehen: -> Diode (auch optisch) und Sicherungen sind kaputt.


Die Diode ist zwischen + und - gut dass es auch noch Sicherungen im Akku hat. Ich musste den Reset-Taster nie drücken, bei mir hat sich der Akku kurz nach dem Ausfall erholt. Die Diode hatte zum Glück auch keinen Kurzschluss, bei mir war die offen.

Gibt es andere Bauteile, die defekt sein können ? Es gibt noch 3 andere Dioden, scheinen aber ok zu sein.
Das BMS scheint intakt zu sein, Laden mit dem Ladegerät geht problemlos.


Zwischen dem Ladegerät und dem BMS gibt es keine Kommunikation, das BMS kann nur das Ladegerät von der Batterie trennen wenn ein Fehler auftritt. Es gibt vor und nach den Mosfets eine Diode, an eine 3. kann ich mich gerade nicht erinnern.

Ich würde gerne wissen ob bei mir das BMS noch OK ist, ich will nicht einen Satz neue Zellen kaufen und dann nach dem wechseln feststellen dass der Ladezustand immer noch nicht korrekt ist.

Habt Ihr neue Erkentnisse ?


Ich will immer noch die Kommunikation zwischen Velo und Batterie mitschneiden, eventuell bringt das Erkenntnisse. Im Moment ist bei mir leider zu viel los :-(



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