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In Memoriam Hartmuth Wiedenroth († 03.06.2011)

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Thema: Zoos in NRW


Das Stadtmagazin schreibt ...

Trauer im Zoo: Jaguar Jackson am Montag, den 24.08 2009 gestorben

Der schwarze Panther war ein Anziehungspunkt für Besucher des Zoos

KREFELD Sehr traurig sind die Mitarbeiter des Zoo Krefeld über den Tod von Jaguar „Jackson“. Die schwarze Großkatze starb im für ihre Art hohen Alter von 21 Jahren auf der Außenanlage an Altersschwäche.





Der schwarze Jaguar Jackson war ein Publikumsliebling im Krefelder Zoo.
Foto: Hella Hallmann


Pfleger und Tierarzt entdeckten Jackson im hohen Gras, nachdem sie auf Leitern einen besseren Einblick in die hinteren Bereiche des Geheges hatten.

Tierarzt Dr. Martin Straube: "Unser schwarzer Jaguar Jackson hat sich ins hohe Gras zurückgezogen und ist dort friedlich eingeschlafen. Für eine charismatische Großkatze wie ihn war es ein würdiges Ende." In freier Natur werden Jaguare nur acht bis zwölf Jahre alt.

Medienrummel gab es im letzten Jahr noch einmal um den alten Kater, da er am 8.8.2008 seinen 20. Geburtstag feierte. Zur Feier des Tages gab es damals als Raubtiergerechtes Menue "Hühnchen im Sack". Der Sack mit den toten Hühnern hing im Gehege und der Kater konnte die Hühnchen "erbeuten".

In den letzten Monaten verließen den Kater immer öfter die Kräfte und er schlief viele Stunden am Tag. Den Zoobesuchern wird Jackson als kraftvolle, elegante Großkatze mit besonderer Ausstrahlung im Gedächtnis bleiben. Besonders beliebt war sein Aussichtsplatz auf den Baumstamm in seinem Gehege. Dort schaute er durch die Besucher hinweg in eine andere Welt. Vielleicht träumte er vom Regenwald?



Foto: Julian Omonsky

Jaguarkatze Bess vermisst Jackson indes nicht, denn Jaguare sind Einzelgänger, die sich nur zur Paarung treffen. Jetzt bemüht sich der Zoo um einen neuen Partner für die erst zweijährige Katze, hoffentlich wird es wieder ein schwarzer Jaguar. Jaguare leben in den Regenwäldern Südamerikas und im Pantanal, einem riesigen Feuchtgebiet im Herzen des Kontinents. Es treten sowohl gefleckte als auch schwarze Fellvarianten auf. Häufig werden die "Schwärzlinge" auch als Schwarze Panther bezeichnet.

- pm / Stadt KR



Krefeld

Panda-Baby im Zoo geboren
Rheinische Post online zuletzt aktualisiert: 16.09.2009 - 11:59

Krefeld (RPO) Die Kleinen Pandas im Zoo Krefeld, Cosima und Gorby, haben zum ersten Mal Nachwuchs. Das vierjährige Weibchen brachte schon Ende Mai ein männliches Jungtier zur Welt, das sich den Zoobesuchern jedoch bislang noch nie gezeigt hat. Jetzt präsentiert sich der kleine Wilde der Öffentlichkeit.



Im Mai wurde dieses männliche Panda-Junge im Krefelder Zoo geboren. Foto: Zoo Krefeld

Kleine Pandas werden blind und mit weichem Flaum behaart geboren. Erst nach etwa drei Monaten verlassen sie erstmals ihren Bau. In den kommenden Wochen wird sich das Jungtier wahrscheinlich vermehrt draußen zeigen und kann dann von den Zoobesuchern beim Klettern beobachtet werden.

Zootierarzt Dr. Martin Straube und die Pfleger konnten sich jetzt bei der Impfung von der guten Gesundheit des Jungtieres überzeugen. Der Kleine fauchte lautstark und versuchte seinen Pflegern entgegenzuspringen.

Vater Gorby wurde im Jahr 2000 im Zoo Krefeld geboren. Der erste Versuch, ein Weibchen mit ihm zusammenzuführen scheiterte, warum wurde erst klar, als sich das vermeintliche Weibchen als Männchen entpuppte. Dann kam 2007 Cosima aus einem norditalienischen Zoo nach Krefeld und machte zunächst als Ausbrecherin Schlagzeilen. Mehrere Male verließ sie das Gehege und musste sogar schon mit Hilfe der Feuerwehr aus den umliegenden Bäumen gefangen werden.

Kleine Pandas haben viele Namen. So nennt man sie auch Baumpandas oder Katzenbären. Sein chinesischer Name Hun-ho bedeutet im Deutschen „Feuerfuchs“ und weist auf die vorwiegend glänzend rote Färbung des Tieres hin. Der Rote Panda wurde bereits 1821 und damit schon 48 Jahre vor seinem berühmten Namensvetter, dem Großen Panda entdeckt. Der Lebensraum in der Himalaja-Region sind feuchte Täler des Hochgebirges zwischen 1500 und 4000 Metern Meereshöhe mit einem dichten Unterwuchs von Büschen und Bambus.

Die Pfoten sind dicht behaart, damit sie beim Klettern guten Halt haben. Kleine Pandas sind so geschickte Kletterer, dass sie den Baum sogar kopfüber hinabklettern können. Im Zoo treffen Besucher sie tagsüber meist dösend in einer Astgabel hoch oben in den Bäumen des Geheges an. Erst in den Abendstunden kommen sie hinunter zur Fütterung auf ihren Schlafhäusern und an den Boden.

In freier Wildbahn sind Kleine Pandas selten geworden. Vermutlich gibt es weniger als 20.000 Tiere im Gesamtbestand. Sie werden als stark gefährdet eingestuft. Wilderei, Abholzung und Überweidung ihres Lebensraumes durch Nutztiere haben ihnen stark zugesetzt. Der World Wild Fund For Nature (WWF), eine der größten Naturschutzorganisationen der Welt, setzt sich seit 1999 für den überregionalen Schutz des Roten Pandas ein.

Ziel ist vor allem, Wildtiere gezielt in geschützten Gebieten anzusiedeln. Zugleich engagiert sich die Umweltstiftung für ein verbessertes Schutzgebietsmanagement und den Aufbau von Naturschutzallianzen. Das Projekt wird vom Verband Deutscher Zoodirektoren (VDZ) unterstützt. Auch der Zoo Krefeld ist Mitglied im VDZ und arbeitet mit dem WWF zusammen.



Serval

Wissenschaftliche Bezeichnung: Lepailurus serval




Natürliche Verbreitung: Afrika

Mit einer Körperlänge von 70-100 cm zählt der Serval zu den mittelgroßen Kleinkatzen. Seine Gestalt ist sehr schlank und wirkt durch die hohen Beine und den mittellangen Schwanz nach menschlichem Empfinden elegant. Er besitzt große, tütenförmige Ohren. Das kurze, dichte Fell variiert in seiner Färbung derart, daß man unterschiedliche Arten annahm, bis man diese Varianten in ein und demselben Wurf nachwies. Meist weist das Fell eine gelblichbraune Grundfärbung mit schwarzbrauner Fleckung auf, die aber bis auf geringe Reste um die Augen herum völlig fehlen kann. Die Pupillen der gelblichen Augen ziehen sich spindelförmig zusammen.



Lebensweise

Als Tagtier bewohnt der Serval die verschiedensten Lebensräume des westlichen Nordafrikas und Afrikas südlich der Sahara, die stets in der Nähe von Gewässern liegen müssen. Servale leben als Einzelgänger bzw. in Mutterfamilien, ortstreu in festen Revieren, mit ständig wiederbenutzten Wechseln zwischen den Wasserstellen. Trotz der langen Beine ist der Serval kein guter Läufer. Bei ihm sind nicht wie beim Gepard die Unterschenkel verlängert, sondern die Mittelhandknochen.



Ernährung

Der Serval erbeutet hauptsächlich Nager, Klippschliefer, kleine und junge Antilopen, aber auch Frösche, Fische und Insekten. Größere Tiere erlegt er durch Anschleichen und Fangsprung, kleinere angelt er mit seinen langen, scharf bekrallten Vorderbeinen aus ihren Schlupfwinkeln.

Fortpflanzung

Nach einer Tragzeit von 74 Tagen bringt das Weibchen meist in leeren Erdferkel- oder Stachelschweinbauten 2-5 Junge zur Welt, die, blind geboren, am 9. Tag die Augen öffnen.



Gefährdung

Der Serval ist z. Zt. nicht unmittelbar bedroht, doch sind die Bestände auch nicht allzu stabil.

Quelle

Die kleinen geschmeidigen Katzen, die die Besucher im vergangenen Jahr mit vier Jungtieren begeistert haben, leben in einem schönen artgerechten Gehege. Leider ist die Sicht auf die Wiese und die Büsche sehr eingeschränkt. Die Zoofreunde spendieren dem Zoo (und den Besuchern natürlich) eine erhöhte Aussichtsplattform.


Foto vom 23.08.2009

Schon in den nächsten Wochen soll mit dem Bau auf der Längsseite des Geheges begonnen werden. Wenn es dann auch noch Nachwuchs gibt, steht einem Zooerlebnis kein hoch gewachsenes Gebüsch mehr im Wege.

Zoo Krefeld: Ausflug in einen Baumwipfel vor dem Umzug vom 01.10.2008

In heller Aufregung war die Servalfamilie vor kurzem im Krefelder Zoo. Eines der vier Jungtiere hatte sich ein paar Tage nicht bei der Fütterung sehen lassen. Die Pfleger entdeckten den kleinen Kater dann in luftiger Höhe von etwa 15 Metern in einem Mammutbaum, der im Gehege steht. Flux wurde die Feuerwehr mit einem Leiterwagen bestellt, damit Tierarzt Martin Straube mit einem Netz zum Jungkater hinauffahren konnte.

Derweil postierten sich unter dem Baum im Gehege eine Reihe Pfleger mit Sprungtüchern und Netzen, um den Ausreißer in Empfang nehmen zu können. Zunächst schien es als kletterte der kleine Serval langsam den Baum hinab. Dann verlor er plötzlich den Halt, eine Schrecksekunde hielten Mitarbeiter und Besucher den Atem an, bis der Serval aus fast zwölf Metern in die Arme der Pfleger sprang. Sofort untersuchte der Tierarzt den Kater und gab Entwarnung: „Katzen haben sieben Leben. Dieser Kater hat davon jetzt eines verbraucht“.

Jetzt konnte der Kater mit seinen beiden Brüdern in den Tierpark von Stendal umziehen. Dort werden die drei in Zukunft zusammenleben. Ob ein Weibchen dazu kommt steht momentan noch nicht fest. Ihre Schwester bleibt noch ein Weilchen bei den Eltern in der Seidenstadt. In ihr sieht der Vater keine Konkurrenz, so dass sie sich noch nicht mit Fluchtgedanken tragen muss.

Im März waren die vier Jungtiere als erster Wurf des neuen Servalpaares im Krefelder Zoo geboren worden. Vater Nero wurde in den ersten Wochen nach der Geburt häufiger von der Mutter seines Nachwuchses in die Bäume verscheucht, da diese die Anwesenheit eines Katers bei der Jungenaufzucht nicht gewöhnt war. So hoch wie sein Sohn war der erwachsene Kater aber niemals geklettert.
Passenderweise ziert das Titelbild des neuen Zookalenders ein kletternder Serval. Das Foto wurde allerdings einige Wochen zuvor aufgenommen.

Freitag, 14.08.2009

Kleine Servale ganz groß




beide Fotos Zoo Krefeld



Sie fauchten Pfleger und den Tierarzt lautstark an. Für das Krefelder Servalpaar Nero und seine Katze ist es der zweite erfolgreiche Wurf. Im Frühjahr hatte die Katze eine Gebärmutterentzündung, die erfolgreich behandelt werden konnte. Umso mehr freuten sich die Tierpfleger über den gesunden Wurf.

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Krefeld WZ newsline

Putzig, verspielt und zum Anbeißen süß ist das Serval-Zwillingspärchen, das am 12. Juli im Krefelder Zoo geboren wurde. „Der kleine Kater und seine Schwester spielen den ganzen Tag miteinander“, berichtet Zoosprecherin Petra Schwinn. „Sie jagen durch das Gehege und lernen von ihrer Mutter das Mausen.“
Sie sind jetzt besonders gut zu beobachten, weil die Zoofreunde eine neue Aussichtsplattform für das Gehege gespendet haben. Noch ungefähr neun Monate lang können sich die Besucher an dem lustigen Treiben der kleinen Raubkatzen erfreuen. Dann werden die Jungen an andere Zoos abgegeben. „Der kleine Kater ist bereits für den Zoo Osnabrück reserviert“, sagt Schwinn.

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Heute, 21.September 2009 haben wir die Servalfamilie besucht und ein paar Fotos von den Kleinen gemacht, die wild durch die Büsche toben







Die Fotos wurden von uns im Zoo Krefeld aufgenommen















aua ... das sag ich Mama ...















die Katze




Kater Nero














ahh, Mama bringt das Abendessen ... Täubchen ...









Trauer im Zoo: Sita ist tot

Die Menschenaffen-Dame, die durch ihre Leidenschaft fürs Malen überregional bekannt wurde, starb nach schwerer Krankheit.



Sita im Krefelder Zoo mit einem Blatt Papier, auf das sie gemalt hatte. Jetzt ist das Orang-Utan-Weibchen gestorben. (Archivfoto: Lothar Strücken)


Krefeld. Trauer im Krefelder Zoo: Das Orang-Utan-Weibchen Sita ist gestorben. Die 28 Jahre alte Menschenaffen-Dame ist durch ihre Malerei überregional bekannt geworden. Unter anderem wurden 22 ihrer Werke von dem englischen Künstler Damian Hirst gekauft. Christine Peter, Fachfrau für Tierbeschäftigung im Zoo Krefeld, hatte Ende 2006 mit dem Malen bei den Orang Utans begonnen.

Das Weibchen ist bereits Ende August gestorben, teilte die Stadt Krefeld mit. Die Zooleitung habe jedoch mit der Todesmeldung abwarten wollen, weil zunächst das Ergebnis der Obduktion vorliegen sollte.

Die Todesursache war eine Kombination aus schwerer Lungenentzündung, Nebenhöhlenvereiterung und Kehlsackentzündung.

Sita wurde 1981 in Köln geboren. Der Umzug ins Krefelder Affenhaus erfolgte im Dezember 2000.




Bei dem wunderschönen Wetter haben wir den Zoo besucht und den Servalbabys zugesehen ...

















Uli

Diese Fotos wurden von uns im Zoo Krefeld aufgenommen




Uli, die sind aber hübsch. Die im Tierpark haben wir uns neulich nicht angesehen. Hatten nicht genug Zeit.

Servals sind wunderschöne Tiere.

Doris



Katzenbär

Wissenschaftliche Bezeichnung: Ailurus fulgens

Natürliche Verbreitung: China


Der Katzenbär oder Kleine Panda gilt als Abkömmling altweltlicher Kleinbären, deren typisches Brechscherengebiß (Raubtiere) nur noch andeutungsweise vorhanden ist. Ihre Backenzahnkronen sind breit und vielhöckrig.



Gestalt:
Der Katzenbär ist eines der buntesten Säugetiere überhaupt. Sein Fell ist lang und buschig, oberseits kupferrot, unterseits schwärzlich dunkel, also wie Dachs und Feldhamster unserer Breiten »verkehrt gefärbt«. Der mit fast 50 cm Länge nahezu körperlange Schwanz ist rötlichgelb und verwaschen quergeringelt. Das Gesicht zeigt weiße Abzeichen ähnlich denen des Waschbären.
Der nackte Nasenspiegel ist wie die Augen pechschwarz. Das Tier ist etwa fuchsgroß und in der Gestalt waschbärenartig, jedoch wesentlich schlanker. Die kurzen, bärenartigen Beine enden in ebensolchen Tatzen, deren Fußsohlen behaart sind und deren Zehen mit gebogenen, sehr scharfen, teilweise rückziehbaren Krallen versehen sind.

Vorkommen:
Der Kleine Panda bewohnt die Bergwälder und Bambusdschungel von Nepal bis Burma und Südchina bis zum östlichen Zentralchina. Er geht bis zu einer Höhe von 4000 m und meist nicht tiefer als 1800 m.
In seinem Verbreitungsgebiet unterscheiden wir zwei Unterarten, den Westlichen Katzenbär (Ailurus fulgens fulgens) und den etwas größeren Styans Katzenbär (Ailurus fulgens styani).



Ernährung:
Als Nahrung bevorzugt der Kleine Panda zarte Bambusschößlinge, Gräser, Wurzeln, Früchte und Beeren. Daneben nimmt er, wenn auch nur in geringem Maße, Insekten, Eier, Jungvögel und Kleinnager. In seiner Nahrungsauswahl ist der Katzenbär also nicht so extrem spezialisiert wie sein größerer Vetter, der Bambusbär oder Große Panda, wenn auch bei ihm die Hauptnahrung ebenfalls Bambustriebe sind.

Lebensweise:
Katzenbären sind Dämmerungs- und Nachttiere, die aber auch in den Vor- und Nachmittagsstunden rege sind. Sie leben ortstreu meist als Einzelgänger, seltener paarweise oder in Familiengruppen.
In ihren Revieren, die sie ebenso häufig am Boden wie auch auf den Bäumen abschreiten, benutzen Katzenbären feste Wechsel, die sie mit Hilfe eines stark nach Moschus riechenden Sekretes aus ihren Analdrüsen markieren. Beim Gehen auf dem Boden fallen die nach innen gerichteten Vorderfüße auf. Dies und die starke Behaarung der Fußsohlen bedeutet eine Anpassung an die Fortbewegung auf schmalen Ästen. Denn die Behaarung dient dabei als Griffpolster und gewährt ausgezeichnete Hafteigenschaften auf feuchten Ästen sowie als Wärmeisolator auf verschneitem oder vereistem Grund.

Alle Pandas sind Sohlengänger.

Katzenbären sind sehr hitzeempfindlich. Ihr Temperaturoptimum liegt bei 17-25 °C. Die heißen Mittagsstunden verschlafen sie deshalb gern in schattigen Baumkronen oder Baumhöhlen.



Auf Astgabeln liegen sie nicht selten lang ausgestreckt, während sie in Höhlen meist seitlich eingerollt zu finden sind. Die Aktivitätsphase beginnen die Katzenbären ihrem Namen entsprechend mit einer sehr »kätzischen« Körperpflege, indem sie ihre unterschiedlichen Fellpartien mit den immer wieder abgeleckten Vorderpfoten »waschen«.

Fortpflanzung:
Die Paarung findet bei den Katzenbären nach längerem Treiben und unter Zuhilfenahme eines Nackenbisses meist im Januar oder Februar statt. Nach einer Tragzeit von 112-158 Tagen bringt das Weibchen im Juni oder Juli 1- 4 Junge zur Welt, die nur schwach behaart und blind sind. Innerhalb der sehr langsam ablaufenden Jugendentwicklung öffnen die Jungen mit 28- 41 Tagen erst die Augen und sind nach 6 Wochen wie die Eltern gefärbt. Die Säugezeit ist unbekannt. Die Geschlechtsreife tritt mit 2-3 Jahren ein.

Sozialleben:
Die Kleinen Pandas sind nur wenig stimmfreudig. Als Kontakt- und Verständigungslaute kommen zwitschernde, quiekende und pfeifende Töne vor. Bei Gefahr zieht sich der Katzenbär nach Möglichkeit in eine unzugängliche Felsspalte oder auf einen Baum zurück. Gelingt ihm dies nicht mehr, richtet er sich auf seine Hinterbeine auf und teilt mit den Vorderpfoten nach Bärenart Prankenhiebe aus, die wegen seiner rasiermesserscharfen Krallen erhebliche Wunden schlagen können.

Gefährdung:
Über den Bestand des Katzenbären liegen bisher keine genauen Angaben vor. Seine geringe Besiedlungsdichte, geringe Nachkommenzahl und seine Nahrungsspezialisation machen ihn für Veränderungen seines Lebensraumes anfällig. Der Kleine Panda unterliegt wie sein großer Vetter dem Schutz durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen.

Quelle:

































das Panda-Gehege



Vater Gorby wurde im Jahr 2000 im Zoo Krefeld geboren. Der erste Versuch, ein Weibchen mit ihm zusammenzuführen scheiterte, warum wurde erst klar, als sich das vermeintliche Weibchen als Männchen entpuppte.

Dann kam 2007 Cosima aus einem norditalienischen Zoo nach Krefeld und machte zunächst als Ausbrecherin Schlagzeilen. Mehrere Male verließ sie das Gehege und musste sogar schon mit Hilfe der Feuerwehr aus den umliegenden Bäumen gefangen werden.

Sohn Eugenio hat sich Zeit gelassen. Im Mai 2009 wurde er geboren, normalerweise verlassen Rote Pandas nach drei Monaten zum ersten Mal ihre Höhle. Eugenio erging es aber in seiner Höhle im Krefelder Zoo so gut, dass er erst jetzt erstmals nach draußen blickte.



Löffelhund

Der Löffelhund (Otocyon megalotis) gehört innerhalb der Familie der Hunde (Canidae) zur Gattung Otocyon.



Beschreibung

Aussehen, Maße:

Der Löffel erreicht eine Körperlänge von 46 bis 66 Zentimeter sowie ein Gewicht von 3.000 bis 5.300 Gramm. Weibchen bleiben dabei kleiner und leichter als Männchen. Das Fell weist eine gelblichbraune Grundfärbung auf. Die Bauchseite und der Kehlbereich sind deutlich heller gefärbt. Die Schwanzspitze sowie die Füße weisen eine schwarze Färbung auf. Markantes Merkmal der Löffelhunde sind ihre übergroßen Ohren, die durchaus eine Länge von bis zu 13 Zentimeter aufweisen können. Die Beine sind ausgesprochen kurz.
Das hilft aber bei der Nahrungssuche, da sie ihre Nahrung in Bodennähe suchen. Ihr Gebiss verfügt über 46 bis 50 Zähne, das ist im Reich der Säugetiere einzigartig. Diese Tatsache stellt eine Anpassung an die bevorzugten Beutetiere dar.

Verhalten:
Der Löffelhund ist überwiegend nachtaktiv. Nur selten geht er auch am Tage auf die Jagd. Das Verhältis zwischen Tag- und Nachaktivität kann regional allerdings unterschiedlich sein. Löffelhunde leben in kleinen, monogamen Familienverbänden, die aus einem Pärchen sowie deren Nachwuchs bestehen. Es wird ein kleines Revier beansprucht, das eine Größe von ein bis zwei Quadratmeter aufweisen kann. Die Markierung der Reviergrenzen erfolgen mittels Urin. Die Gruppen machen augenscheinlich einen sehr harmonischen Eindruck. So gehören Fellpflege und Spielen zum Alltag der Löffelhunde. In ihrem Revier nennen die Löffelhunde meist zwei oder drei Bauten ihr Eigen. Je nach Gebiet, wo sie gerade fressen wechseln sie ihren Bau. Auf den Beutezügen werden die Jungtiere in der Regel mitgenommen und lernen so für ihr späteres Leben. Zu den natürlichen Hauptfeinden zählen insbesondere größere Raubtiere und große Greifvögel.

Verbreitung:
Das Verbreitungsgebiet der Löffelhunde erstreckt sich über Ost- und Südostafrika. Dabei kommen sie insbesondere in Angola, Botswana, Äthiopien, Kenia, Mosambique, Namibia, Somalia, Südafrika, Sudan, Tansania, Sambia und Zimbabwe vor. Die Tier leben überwiegend in relativ trockenen Savannen und Baumsteppen. Die Begrasung ist in diesen Habitaten relativ kurz. Insekten lassen sich so leicht aufstöbern. Als Rückzugspunkt dienen den Löffelhunden verlassene Erdbauten anderer Tiere oder selbstgegrabene Bauten. Die Erdhöhlen verfügen dabei immer über mehrere Ein- und Ausgänge. Ein Familienverband unterhält meist meherere Höhlensysteme in ihrem Revier.

Nahrung:
Löffelhunde ernähren sich hauptsächlich von Insekten und Gliederfüssern. Eher selten fressen sie aber auch kleinere Nagetiere, Eidechsen und die Brut von Vögeln. Zur bevorzugten Hauptnahrung zählen allerdings Termiten der Gattung Hodotermes sowie Käfer der Familie Scarabidae.

Auf ihren Fresswanderungen ziehen sie den Herden großer Huftiere hinterher. Auf ihrem Dung versammeln sich regelmäßig viele Käfer, auf die es Löffelhunde abgesehen haben. Lokalisiert werden Beutetiere über das hoch entwickelte Gehör.

Fortpflanzung:
Der Löffelhund erreicht die Geschlechtsreife mit etwa einem Jahr. Er lebt in der Regel in einer monogamen Paarbeziehung, die meist lebenslang hält.

Die Paarungszeit liegt in Südafrika im November und Dezember, streut aber in den verschiedenen Verbreitungsgebieten. Nach etwa 75 Tagen Tragzeit bringen die Weibchen im Februar und März durchschnittlich 2-4 Junge zur Welt, die von der Mutter mit einem pfeifenden Ton beruhigt und gerufen werden.

Pro Jahr kommt es zu einem Wurf. Das Weibchen bringt nach einer Tragezeit von gut 60 Tagen in einem Erdbau drei bis vier, selten bis sechs Jungtiere zur Welt. Die Jungtiere sind zunächst noch nackt und blind. Nach neun Tagen öffnen sie erstmals ihre Augen, ab der dritten Lebenswoche kommen sie erstmals vor den Bau. Das Fell der Jungtiere ist überwiegend grau gefärbt. Die adulte Fellfärbung stellt sich ab der fünften Lebenswoche ein. Die Säugezeit beträgt rund 15 bis 16 Wochen. Die Selbständigkeit erreichen die Jungtiere mit sechs Monaten. Mit Erreichen der Geschlechtsreife verlassen Männchen den Familienverband, Weibchen hingegen verbleiben meist in der Geburtsgruppe. Insgesamt zeigt sich ein harmonisches Familienbild, in dem auch die Männchen involviert sind. Die Lebenserwartung in Freiheit liegt bei fünf Jahren, in Gefangenschaft können Löffelhunde gut und gerne ein Alter von 13 Jahren erreichen.

Quelle















Diese Fotos wurden 2009 von uns im Zoo Krefeld aufgenommen



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