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Thema: Schaf hat aufgeblähten Bauch


Hallo,
es hört sich zwar bescheuert an, aber mein 9 Monate altes Böckchen hat ständig Blähungen. Ich habe ihn mit 9 Wochen bekommen und muss ständig ein Auge auf ihn haben weil sein Bauch sich aufbläht, er sich dann verkrampft und vorsich hin schäumt. Im alten Forum habe ich mal gelesen, dass Salatöl helfen soll damit sich die Bläschen im Panzen zersetzen wo sich bilden. Gestern war es mal wieder sehr heftig. Ich habe ihm 1 1/2 Std. den Bauch und den Patzen massiert bis er sich endlich mal abgrübst hatte.
Hatte vielleicht jemand schon mal solch ein Problem, oder gibt’s irgendwelche Tipps und Tricks wo ich anwenden kann, oder einfache Hausmittelchen? Es kann doch nicht sein dass ich ständig den Tierarzt anrufen muss!

PS: Notschlachtung, Tiefkühltruhe und solche Sprüche kann ich darauf verzichten, es geht mir um das Wohl meiner Schafe.

Mfg
Sabine



Hallo Sabine

Ferndiagnosen - dazu noch mit relativ wenig Informationen sind wie Handlesen oder Glaskugel kucken ... aber generell ist zu vermuten dass ein aufgeblähter ( besser ausgedrückt "aufgegaster" ) Pansen eindeutig auf eine ziemliche schwerwiegende Verdauungsstörung hinweist ... schau dir mal die Köttel etwas genauer an die er absetzt - zumeist ist oft ein Durchfall dabei dann ist es absolut eindeutig dass die Verdauung total gestört ist .... hilfreich wäre wenn schreiben könntest wie das Böckchen sich hauptsächlich ernährt - das könnte evtl Rückschlüsse zulassen - möglicherweise nimmt er auch draussen im Garten ? auf der Koppel ? Pflanzen auf die nicht zuträglich und oft sogar "schwach giftig" sind - das kommt weitaus öfter vor als man denkt .... aber wie schon gesagt das sind alles Mutmaßungen die an Kaffesatz lesen grenzen versuch einfach mal den Tagesablauf durchzugehn vlt findest ja selber dadurch raus was er evtl fressen könnte was er nicht verträgt ...

mfg

Kijerumani






Zuletzt bearbeitet: 29. Jan. 2012 21:51 von Anton


Hallo Sabine,
wie lange hat Dein Böckchen Muttermilch bekommen? Du hast ihn schon ziemlich früh bekommen.
Grüße
Monika

"Last night I dreamed I ate a ten-pound marshmallow, and when I woke up the pillow was gone." - Tommy Cooper


Hallo,

also mein Bock reagiert auf Futterumstellungen auch mit heftigen Durchfällen und aufgeblähten Bauch, vor allen Dingen im Frühjahr wenn das frische Gras zum fressen einlädt.

Ich gebe ihm dann Nux Vomica in einer Einmalspritze 3-5 Kügelchen in lauwarmen Wasser aufgelöst ins Maul ein, dass aber ein paar Tage lang und bis jetzt haben wir es immer super gut in den Griff bekommen.

!!!!!!!!!!!!Möchte aber darauf hinweisen, dass sich zuerst der TA das Böckchen anschauen soll, nicht dass ein schwerwiegenderes Problem hinter dem aufgeblähten Bauch steht!!!!!!!

Gruss Bettina



Hallo,

heute Abend war es wieder soweit zum Glück bin ich noch mal in den Stall, er stand da und hatte Schaum vor dem Mund und ein Balon von Bauch. Was das Futter angeht, hole ich seit ende Oktober zusätzlich noch mal Gras wo ich 2-3 Tage lang verfüttere weil ich der Meinung bin dass sie nicht mehr viel zum fressen haben. Seit ca. 2 Wochen bekommen sie Abends noch Heu. Küchen oder Gartenabfälle bekommen sie seid dem Sommer nichts mehr weil es mir zu rieskannt ist. Äpfel bekommen sie auch nichts mehr da mir fast eine daran erstickt ist. Sie haben ein Salz und Mineralleckstein. Was mir sehr zu schaffen macht ist, dass ich sehr viel Fingerhut auf der Weide habe. Das war am Di. auch mein erster Gedanke dass er sich vergiftet hat. Gestern ging es im aber wieder besser. Es heißt doch dass Tiere keine giftigen Pflanzen fressen solange sie nicht abgemäht werden.



Sabine laß das mal mit dem Gras holen. Gib einfach nur Heu, Wasser und Mineral- bzw. Salzleckstein. Damit haben sie genug.
Kann sein das das Gras, trotz das es nicht mehr warm ist, noch vergärt.
Grüße
Monika

"Last night I dreamed I ate a ten-pound marshmallow, and when I woke up the pillow was gone." - Tommy Cooper


Zu deiner Frage Monika,
er hat nur 9 Wochen Muttermilch bekommen, ich habe extra noch mal nachgefragt ob das nich zu früh ist man sollte eigentlich 3 Monate warten, aber es wurde mir gesagt das ist kein Problem er ist sehr selbstständig, nun habe ich ein Problem.

Ich habe solangsam das Gefühl, dass beim wiederkauen ihm der Hals zu macht. Als wir auch den Hals massiert haben, hat erganz grünen Schleim ausgespuckt und ab da wurde es besser.
Ich komm mir so hilflos vor



Hallo Sabine,
9 Wochen sind echt wenig, aber daran muß es nicht liegen.
Du solltest doch mal den TA holen. Und laß das Gras vorerst weg.
Grüße
Monika

"Last night I dreamed I ate a ten-pound marshmallow, and when I woke up the pillow was gone." - Tommy Cooper

Zuletzt bearbeitet: 24. Nov. 2011 21:01 von legaspi96


Sabine:
.... Es heißt doch dass Tiere keine giftigen Pflanzen fressen solange sie nicht abgemäht werden.


Hallo Sabine

das ist ein weit verbreiteter Irrglaube - welche Pflanzen "giftig" sind und welche man "abmähen" kann wird den "Jungen" von den "Alten" erfahrenen Auen beigebracht - wenn dieser Lernprozess aus welchen Gründen auch immer nicht stattfinden konnte kann es durchaus zu Vergiftungen kommen - hier liegt wohl auch dieser Irrglaube begraben dass Schafe (bzw. alle Wiederkäuer) eine Art instinktiven Schutz vor giftigen Pflanzen "eingebaut" haben ... wenn die was mögen fressen sie es egal obs giftig ist oder nicht - siehe Eibe z.B. die ist für Pferde tödlich giftig und trotzdem verenden immer wieder welche daran - es gibt keinen "instinktiven" Schutz vor giftigen Pflanzen - meine lieben es an meiner Ligusterhecke die frischen Triebe abzuknabbern - die sind so versessen darauf dass die auf alles mögliche draufklettern um noch ein bisschen höher dranzukommen - zum Glück "vertragen" sie es recht gut und zeigen keine Vergiftungserscheinungen - ich denke es liegt vor allem daran weil sie immer genug Heu "nebenher" zur Verfügung haben ...

Sabine:
... hole ich seit ende Oktober zusätzlich noch mal Gras wo ich 2-3 Tage lang verfüttere


hierbei musst ganz besonders genau aufpassen - denn wie schon selber geschrieben hast ...
Sabine:
.... Es heißt doch dass Tiere keine giftigen Pflanzen fressen solange sie nicht abgemäht werden.

...ist es bei gemähtem Gras nicht mehr möglich zu "selektieren" - da wird dann alles gefressen was drin ist - mit oder ohne "giftige Pflanzenteile" - dazu kommt dass am Ende des Jahres "schwach giftige Pflanzen" sozusagen "alt" sind - das heisst was im Frühjahr nur "schwach giftig" ist hat bis im Herbst Zeit das Gift anzureichern und entsprechend zu konzentrieren - im Frühjahr gibts dann nur bissl Bauchweh und zum Jahresende kanns durchaus schwerwiegendere Komplikationen ergeben - es hat schon seine Gründe warum der Landwirt schon seit ein paar hundert Jahren "feste" Zeiten für die Heuernte hat

Sabine:
... Seit ca. 2 Wochen bekommen sie Abends noch Heu


Seit 2 Wochen ? ... also meine bekommen ihr Futter nach einer recht einfachen alten (Schäfer-) Futterregel - trocken Brot sind Leckerlis und entsprechend sparsam zu verfüttern - frischer Grasschnitt kann zugefüttert werden (wenn die Weide zu klein ist oder zuwenig "bringt" z.b.) - aber Heu MUSS das ganze Jahr zur freien Futteraufnahme in ausreichender Menge angeboten werden - es gibt keine bessere Futterdiät bei "Verdauungsstörungen" - und hier wirkt dann wirklich der Instinkt der Tiere - wenn genug Grünfutter auf der Weide steht wird Heu nur soviel wie "benötigt" aufgenommen - aber wenn ein Schaf "Bauchweh" hat nimmts ganz von allein fast nur noch Heu auf - das reguliert eine gestörte Verdauung in den meisten Fällen ganz von allein wieder ein - wenn ned grad Berge von "Leckerlis" nebenher beigefüttert werden ...

an die "Muttermilch" dachte ich zu Anfang auch - aber hier ist eigtl nur wichtig dass es nach der Geburt ausreichend "Biestmilch" bekommen hat - wie lang es danach noch Muttermilch bekommen hat ist weniger dramatisch wie oft angenommen wird - deswegen werden bei Handaufzuchten die Kleinen von erfahrenen Schäfern mit Panseninhalt "geimpft" als Biestmilchersatz ...

auf jeden Fall solltest aber nen TA dazuholen wenn der Pansen so aufgegast wie beschrieben ist - denn da wirds dann wirklich schnell lebensbedrohlich ohne medikamentöse Unterstützung ...

mfg

Kijerumani


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