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Thema: Muttertier wirkt desorientiert


am 04.03. brachte die Aue Zwillinge zur Welt, alles gut, Lämmer ge-
deihen prächtig. Seit ungefähr einer Woche beobachte ich, dass die
Mutter wie eine Art Rechtsdreh hat (also immer rechts herum dreht und weidet) und ab und zu hat man den Ein-
druck, als wenn sie zeitweise orientierungslos ist. Solange die Herde
um sie herum ist, hält sie sich auch an diese und läuft mit.
Sie frißt, Kot normal, läßt sich auch gerne streicheln (war schon von
Anfang an sehr zahm). Ich habe die Schafe seit Oktober letzen Jahres. Leider weiß ich kein Alter der Tiere, da ich wohl einem Tier-
händler aufgesessen bin.
Kann mir hier jemand weiterhelfen oder hat einen Tip was das sein könnte?




Hallo Marianne,
kann es sein das die Aue auf dem linken Auge blind oder fast blind ist?
Das würde für dieses Verhalten sprechen und auch dafür das sie sich in der Herde sicherer fühlt. Ohne Herde wäre sie auf der linken Seite schutzlos falls das linke Auge blind ist.
Gehe einfach mal von links auf sie zu und beobachte was passiert.
Grüße
Monika

"Last night I dreamed I ate a ten-pound marshmallow, and when I woke up the pillow was gone." - Tommy Cooper


Hallo Monika,
jetzt bin ich schon ganz glücklich, dass ich mit jemanden Kontakt habe. Ich war heute mittag bei den Tieren und habe tatsächlich den Eindruck, dass sie erblindet - bin total verzweifelt. Sie kam heran und hat sich wie jeden Tag aus der Hand füttern lassen, ging aber dann nicht mit den anderen zum grasen sondern zurück Richtung Stall und diesen hat sie dann unermüdlich immer rechts herum umrundet und die Lämmer teilweise natürlich mit, teilweise haben sie sich aber dann den anderen angeschlossen, allerdings geht dann natürlich irgendwann das rufen los und die beiden sausen dann wieder zur Mutter. Gegrast hat sie heute überhaupt nicht. Immer wenn ich dann wieder gehe, gebe ich allen noch etwas Walzhafer und Lämmerkorn mit klein geschnittenen Äpfeln und Karotten. Diesen Weg zum Trog hat sie gefunden und hat auch gefressen, die Lämmchen sowieso.
Woher kann sowas kommen?



Hallo Marianne,
schau doch mal hier http://www.schaf-foren.de/forum/index.php?showtopic=11885
Grüße
Monika

"Last night I dreamed I ate a ten-pound marshmallow, and when I woke up the pillow was gone." - Tommy Cooper


Hallo Monika,
vielen Dank für Deinen Tip. Jetzt schaue ich mir morgen mal das
Auge an. Möhren bekommen meine täglich, die Gaben zu erhöhen,
speziell für diese ist auch kein Problem. Habe mich gerade im Telefonbuch nach einem TA umgesehen, der evtl. auch in Garten kommt und sich das Tier anschaut (die meisten sind Kleintierpraxen) - wie gesagt bin hier Anfänger.

Grüße Marianne



Hallo Marianne,
eine Kleintierpraxis wird Dir sicher kaum weiterhelfen können. Gibt es keine Tierärzte in Deiner Umgebung die sich mit Schafen auskennen? Ein erfahrener Schäfer in der Nähe könnte Dir sicher auch helfen.
Grüße
Monika

"Last night I dreamed I ate a ten-pound marshmallow, and when I woke up the pillow was gone." - Tommy Cooper


Hallo Monika,
habe zwei gefunden, einer speziell für landwirtschl.Nutztiere - habe ich nur noch nicht erreicht - und einer der ausser Heimtiere auch andere behandelt. Aber jetzt da Du fragst - es gibt im nächsten Ort einen Nebenerwerbs-Landwirt der Schafe und Ziegen hält. Den könnte ich evtl. auch mal bitten, sich das Tier anzusehen. Danke.
Ich gebe wieder Bescheid, wie's ausging.

Grüße Marianne



hallo mariane
wie sieht denn das auge aus. wenn es milchig trüb ist ,könnte es auch ein Bakterium sein. das habe ich öfters bei meinem bock, jetzt hammel gehabt .kommt warscheinlich auch durch Verschmutzung. wenn ich heu in die raufe gab hatte der kurzr zeit später den Grauschleier im auge. fing klein an und erfasste dann das ganze auge. habe dann tropfen rein getan und nach 2-3 tagen wars dann schon fast wieder ganz weg. habe jetzt das heu so, dass sie davorstehen zum fresen. das gatter der raufe ist jetzt senkrecht nicht mehr schräg. seit dem hab ich selten so was wieder gehabt.
ich hatte damals anfangs tiacil, später von anderem ta dexa gentamicin
trotzdem sollte der ta mal nachschauen, ob nicht eine Verletzung vorliegt. wenn nur Trübung durch Bakterien, dann trotzdem schnell handeln und tropfen rein. denke das wird dann öfters kommen, deshalb dann tropfen auf vorat zulegen nach zweitem befall in kurzer zeit.
lg manni


Zuletzt bearbeitet: 05. Mai. 2016 17:57 von manni


TA war heute vormittag da. Diagnose: Listerose
Erste Behandlung Penicillin und das die nächsten 10 Tage.
Leider hat sich der Zustand heute mittag rapide verschlechtert, sie
fiel um und konnte ohne meine Hilfe nicht mehr aufstehen. Dann
vor 3 Stunden das gleiche wieder. Da ich nachts nicht bei den Tieren
bin habe ich nochmals TA gebeten zu kommen. Wir haben sie von
ihren Leiden erlöst, war wahrscheinlich doch schon zu weit fortge-
schritten. Selbst wenn wir sie wieder auf die Füsse gebracht hätten,
wäre es nur eine Frage der Zeit gewesen und sie fällt wieder um und
dann ist niemand da, diese Quälerei wollte ich ihr wirklich nicht mehr antun. Tut sehr weh und die Entscheidung war nicht leicht.
Jetzt hoffe ich nur, dass die zwei Lämmer (*04.03.) auch ohne sie klarkommen bzw. nicht mehr unbedingt Milch brauchen. Beide sind auch heute immer wieder mit der Herde und den anderen beiden Lämmern mitgelaufen und haben gegrast. Zur Mutter sind sie nur ab und zu mal hin - als wenn sie spürten, dass irgendwas nicht stimmt.
Hat hier jemand Erfahrungswerte - soll ich versuchen den Lämmchen Milch mit dem Fläschchen zu geben und brauchen sie das wirklich nicht mehr (TA meint sie brauchen nicht mehr unbedingt Milch) - haben die letzten Tage auch nicht mehr bei ihr getrunken bzw. sie hat sie nicht mehr ans Euter gelassen.
Grüße von trauriger Marianne



hallo
hast du mal nachgefragt woher die listeriose kommt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Listeriose
füttern bei dir Spaziergänger oder so zu.
milch brauchen die lämmer nicht mehr unbedingt, aber du kannst etwas lämmerkorn zufüttern.
lg manni

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