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In Memoriam Hartmuth Wiedenroth († 03.06.2011)

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Thema: Erneuerbare Energien und die Folgen


Outfox World 10.09.2016

ARTENSCHÜTZER WOLLEN „WINDRADPROFITEUREN“ DAS HANDWERK LEGEN

Deutschlandweit häufen sich die Zerstörungen von Brutstätten gefährdeter Vogel- und Fledermausarten. Das hat jetzt der Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern e.V. (VLAB) angeprangert. „Durch diese Umwelt-Straftaten soll der Bau vonWindrädern in sensiblen Gebieten ermöglicht werden“, schreibt der VLAB.

Erst vor wenigen Wochen hätten „unbekannte Täter“ den Horst eines Rotmilan-Paares am Fichtelgebirgsrand in Oberfranken zerstört. Zwei Jungvögel seien dadurch vermutlich getötet worden. Der Greifvogel-Horst liegt dem VLAB zufolge auf dem Areal eines Vorranggebietes für Windkraftanlagen. „Mutmaßlich wurde die Straftat durch Windradprofiteure verübt“, heißt es in der Mitteilung. Auch nach der Entdeckung dreier toter Milane im thüringischen Clinga im August hatten Naturschützer eine Verbindung zum Ausbau von Windkraftanlagen hergestellt (wir berichteten).

Der VLAB will nun in einem Schreiben an die Umwelt- und Justizministerien der Länder und an das Bundesumweltministerium wirksamere Maßnahmen gegen diese „zunehmenden und unerträglichen Umwelt-Straftaten“ fordern: Neben einer konsequenteren Strafverfolgung könne – nach einer Zerstörung von Brutstätten – ein generelles Bauverbot für Windräder in dem jeweiligen Gebiet Abhilfe schaffen und den „Zerstörungsanreiz durch Windradprofiteure verhindern“.

Die Botschaft solle lauten: „Wer im Umfeld von geplanten Windrädern die Lebensräumeund Brutstätten von Schwarzstorch, Rotmilan, Wespenbussard und Fledermäusen zerstört, hat keine Möglichkeit, sein Ziel zu erreichen.“

Der Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern e.V. wurde im Juli 2015 als neue bayerische Umweltvereinigung anerkannt. Mit Enoch Freiherr zu Guttenberg und Hubert Weinzierl bilden zwei bundesweit bekannte Umweltschützer das Ehrenpräsidium des VLAB.


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Outfox World News aus Jagd und Natur 14.05.2017

WINDRAD-BETREIBER OFFENBAR AUF FRISCHER TAT ERTAPPT

MÄNNER IM LANDKREIS WALDECK-FRANKENBERG SOLLEN STRENG GESCHÜTZTE ROTMILANE VERTRIEBEN HABEN. DER NABU HAT ANZEIGE ERSTATTET.
Der Betreiber eines Windenergieparks im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg hat offenbar versucht, ein Rotmilan-Brutpaar aus der Nähe seiner Anlagen zu vertreiben. Der Nabu teilte mit, Anzeige wegen eines Verstoßes gegen das Naturschutzrecht erstattet zu haben.

Laut einer Presseinformation hatten Nabu-Mitglieder den Betreiber und den Flächenverpächter dabei „erwischt“, als diese versuchten, die Ansiedlung des Rotmilan-Paars in der Nähe der Windenergieanlagen durch massive Störungen zu verhindern. Die Zeugen sollen beobachtet haben, wie die Männer minutenlang mit Stöcken gegen den Stamm des traditionellen Brutbaumes schlugen, um die Rotmilane zu vertreiben. Dem Nabu zufolge müsste der Windpark laut Genehmigungsbescheid stillstehen, sollten Rotmilane in der Umgebung zwischen Anfang Mai und Ende Juli brüten.

„Dieses Vorgehen gegen einen gesetzlich streng geschützten Greifvogel ist eine Straftat“, sagte Nabu-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Da sie in diesem Zusammenhang auch als ‚gewerblich motiviert‘ eingestuft werden dürfte, droht den beiden Männern bei einer Verurteilung eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis fünf Jahren.“

Der Rotmilan ist in Deutschland streng geschützt, er zählt zu den durch Windenergieanlagen am stärksten gefährdeten Vogelarten (wir berichteten). Einer Studie zufolge sind aber auch Mäusebussarde durch die Windräder in besonderer Gefahr (wir berichteten) und die 25 Fledermausarten in Deutschland, die allesamt streng geschützt sind, sind ebenfalls zunehmend bedroht (wir berichteten).


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Nordkurier 15.05.2017

Adler das Nest unter den Federn weggeschlagen

Ein Greifvogel wurde bei Herzfelde seiner Brutstätte beraubt. Wie es aussieht, haben noch unbekannte Täter dort eine Umweltstraftat begangen. Ein schlimmer Verdacht keimt auf. Und es ist offenbar kein Einzelfall.

Bei Herzfelde wurde ein Baum gefällt, auf dem sich ein Seeadler-Horst befand. Arno Hinz (Ampel-Uckermärker Heide) informierte die Templiner Stadtverordneten und teilte mit, dass der Vorfall bereits bei der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Uckermark angezeigt wurde. Brisant: In diesem Bereich soll ein Windpark entstehen.

Kein Einzelfall, wie Harald Wendt, Sachgebietsleiter bei der unteren Naturschutzbehörde, bestätigte. Wegen zwei ähnlicher Vorfälle im Norden der Uckermark wurde bereits Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft gestellt, erklärte er. Zu Details wollte er sich mit dem Verweis auf die laufenden Verfahren nicht äußern. Auch wollte er nicht darüber spekulieren, ob diese Vorfälle im Zusammenhang von Planungen zu Windkraftanlagen stehen. Die Staatsanwaltschaft Neuruppin will sich in der dieser Woche dazu äußern, hieß es am Freitag.

Die Bestände des Seeadlers haben sich in Brandenburg gerade stabilisiert. 1992 stand der Greifvogel auf der roten Liste der gefährdeten Tiere. Damals war er vom Aussterben bedroht. Inzwischen hat sich seine Population soweit erholt, dass er 2008 aus der roten Liste entlassen werden konnte.


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Doku | planet e.

- Das Windkraft-Dilemma
Windkraft - sauber, aber hoch umstritten: Ärgernis im Landschaftsbild, Lärmhorror in Ortsnähe, Albtraum für Vogelschützer. Die Folge: Akzeptanzverlust. Wie geht es weiter mit der Windkraft?

https://www.zdf.de/dokumentation/planet-e/planet-e-das-windkraft-dilemma-100.html

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Neue Westfälische 11.04.2018

Storch wird von Windkraftanlage zerfetzt


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Windkraftanlagen werden zu "tickenden Zeitbomben"

Viele Windräder sind inzwischen 20 oder gar 25 Jahre alt. Damit steigt die Gefahr für schwerwiegende Havarien, erste Fälle gab es bereits. Der TÜV fordert daher die Einführung einer Prüfpflicht.

Anfang Januar im Landkreis Schaumburg: In einer Windkraftanlage fällt die Steuerungselektronik aus, der Rotor kann sich nicht mehr nach dem Wind ausrichten. "Nachdem zuerst einige Teile eines Rotorblattes zerbrachen, knickte der Turm des circa 70 Meter hohen Windrades gegen 13.30 Uhr ein und die gesamte Anlage stürzte zu Boden", heißt es im Bericht der Polizeiinspektion Nienburg. "Durch die angemessene Entfernung zu menschlichen Behausungen gab es zu keiner Zeit eine Gefährdung von Leben und Gesundheit der nächsten Anwohner."

Zwei Wochen später bei Bad Driburg: An einem Windrad brechen zwei Rotorblätter ab, eines liegt hundert Meter entfernt im Wald. "Ein dickes Rohr hat sich wie ein Pfeil in die Erde gebohrt", berichtet die "Neue Westfälische": "Im dichten Nebel sieht die Landschaft um das zerstörte Windrad aus wie ein Kriegsschauplatz."

Acht Wochen darauf im westfälischen Borchen: Bei einer 115 Meter hohen Anlage ist die Bremstechnik nicht installiert. Der Rotor dreht sich immer schneller, bis zwei der 56 Meter langen Flügel "in einer Wolke aus Glas, Kunststoff und Füllmaterial zerfetzen", wie das "Westfalen-Blatt" schreibt. "Messerscharfe Glasfasersplitter" fliegen 800 Meter weit.

"Wenn Tiere die Teile beim Grasen aufnehmen, kann es schon in der Maulhöhle zu Verletzungen kommen", warnt die Tierärztliche Hochschule Hannover. Bei Rindern sei die Perforation des Magens möglich. Rund 60 Landwirte können ihre Äcker und Weiden vorerst nicht mehr bewirtschaften. "Eine so großflächige Verunreinigung durch einen Windradunfall hat es, soweit ich weiß, in Deutschland noch nicht gegeben", zitiert das Blatt einen Experten der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.
Prüfer fordern Behandlung der Windräder als Industrieanlagen

Berichte wie diese werden vom windkraftkritischen Verein "Vernunftkraft" gesammelt. Inzwischen umfasst die Liste der Windrad-Havarien mehrere DIN-A4-Seiten. Menschen sind bislang nicht zu Schaden gekommen, der Bundesverband Windenergie spricht von "Einzelfällen".
Doch unabhängige Prüforganisationen plädieren dafür, Windräder künftig als das zu behandeln, was sie sind: Industrieanlagen, die normalerweise einer sehr strengen technischen Kontrolle unterliegen. "Wir halten eine umfassende Prüfung auch für Windenergieanlagen auf Basis der Betriebssicherheitsverordnung für dringend geboten", sagt Joachim Bühler, geschäftsführendes Präsidiumsmitglied beim Verband der TÜV.

"Trotz erheblicher Gefahren und zahlreicher Unfälle werden bislang nur einzelne Teile nach völlig unterschiedlich geregelten Vorgaben geprüft." Dabei könne es nicht bleiben, findet der TÜV-Verbandschef: "Die Politik muss eine gesetzlich geregelte, unabhängige Drittprüfung der Gesamtanlage einführen." Immerhin drehten sich in Deutschland bereits rund 30.000 Windkraftanlagen.
Zustand vieler Anlagen unbekannt

Von einer "tickenden Zeitbombe" spricht TÜV-Experte Dieter Roas, der einem Arbeitskreis aller Zugelassenen Überwachungsstellen vorsteht. Viele Windräder näherten sich einer Betriebszeit von 20 oder gar 25 Jahren. Grundsätzlich sind die Anlagen auf 20 Jahre ausgelegt, für eine Verlängerung der Betriebserlaubnis sind zusätzliche Prüfungen erforderlich.

"Aber was Strukturfestigkeit und Materialermüdung angeht, wissen wir nicht, woran wir sind", warnt Roas. "Da schwelen erhebliche Gefahren." Aufseiten der Betreiber wünsche er sich ein "ausgeprägteres Risikobewusstsein." Das könnte auch der Staat mit einer Prüfpflicht wecken.


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Brit
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