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In Memoriam Hartmuth Wiedenroth († 03.06.2011)

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Thema: Alles über Störche


OZ Ostseezeitung.de 10.04.2018

Götemitzer Storchenpaar vereint
Die wegen eines Wintereinbruchs in Bulgarien gestrandete Störchin hat den Weg auf die Insel Rügen gefunden.

Götemitz
. Vom Storchenhorst in Götemitz gibt es gute Nachrichten. Der dort auf sein Weibchen wartende Storch ist nicht länger allein. Sein Weibchen hat den Weg aus Bulgarien gemeistert und ist in der vergangenen Woche auf dem Horst eingetroffen.

Das Storchenweibchen war zuletzt in Bulgarien aufgegriffen worden (Die OZ berichtete), als sie wie viele andere Störche durch die Folgen eines harschen Wintereinbruchs am Weiterflug gehindert wurde. Eisregen und strenger Frost hatten die Tiere, die auf ihrem Rückweg aus den Winterquartieren in Afrika waren, geschwächt. Eine Gruppe von Dorfbewohnern im bulgarischen Dulovo päppelte zahlreiche der unterkühlten Tiere auf. Am 26. März konnte das Rügener Storchenweibchen mit der Ringnummer DEW 9X039 wieder in die Freiheit entlassen werden. „Also hat sie elf Tage gebraucht für die etwa 1 500 Kilometer lange Strecke“, fasst Storchenexperte Matthias Bräse zusammen. „Im Schnitt macht das also 136 Kilometer am Tag. Das ist ein guter Durchschnitt für einen vermutlich noch geschwächten Storch.“

Aber auf dem Nest war nach Aussagen Bräses von „geschwächt“ nicht mehr viel zu merken. Das Paar habe sofort mit der Balz begonnen und sich auch gepaart. „Wir haben jetzt acht Paare komplett und zwei Einzelstörche“, berichtet Bräse über den Stand der Rückkehrer aus den Winterquartieren im Süden. „Nun hoffe ich, dass auch der Rest bald da sein wird. Dann hätten wir zumindest gute Aussichten, dass dieses Jahr mal die Nachwuchsrate stimmt“ Der Storchenbestand auf der Insel Rügen ist seit Jahren rückläufig. Ende der 1990er gab es hier noch 33 Brutpaare, 2017 waren es nur noch 15.

Ziebarth Anne Friederike


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Brit
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Neue Westfälische 11.04.2018

Storch wird von Windkraftanlage zerfetzt


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Andrea

"Kinder, Tiere, Pflanzen,
da liegt die Welt noch im Ganzen."
Christian Morgenstern


mdr Sachsen-Anhalt 04.05.2018

Ansiedlung erfolgreich
Uhu erobert Storchenhorst im Elb-Havel-Winkel

In einen Dorf im Landkreis Stendal verzückt eine ornithologische Seltenheit Einwohner und Vogelkundler. Erstmals nach hunderten Jahren hat sich ein Uhu-Paar angesiedelt und dabei eine Storchenfamilie vertrieben. Nataurschützer mussten den Störchen innerhalb eines Tages in der Nachbarschaft ein Ausweichquartier bauen. Der neue Nistplatz wurde von Anwohnern zur Verfügung gestellt.
von Andreas Müller, MDR SACHSEN-ANHALT

Die größte europäische Eule scheint den Elb-Havel-Winkel neu zu entdecken. Nach Nistversuchen in den Vorjahren ist das Glück in diesem Jahr perfekt. Das Uhu-Paar hat vermutlich schon zwei Jungtiere im Nest auf einem Schornstein. Dort schaut nur der Kopf des Muttertieres mit den markanten Federohren heraus. Ab und zu ist daneben ein Federknäuel zu sehen.

Genauer Nist-Standort soll unbekannt bleiben
Naturschutzbeauftragter Manfred KuhnertBildrechte: MDR/Andreas Müller

Der Naturschutzbeauftragte im Elb-Havel-Winkel, Manfred Kuhnert, spricht von einer doppelten Sensation. Eine erfolgreiche Uhu-Brut habe es im Landkreis Stendal und vermutlich in der gesamten Altmark seit Jahrhunderten nicht mehr gegeben. Er empfehle, den Neuankömmling nicht zu stören und den genauen Standort nicht zu benennen. Allerdings nistet "Bubo Bubo" – so der lateinische Name – mitten in einer Siedlung. Und dort hat er sich mit einem Storchenhorst einen besonderen Nistplatz gesucht. Die angestammten Störche haben den Kürzeren gezogen.

"Die Ansiedlung ist spektakulär"
Der renommierte Tierfilmer und Freilandbiologe Wolfgang Lippert nennt das Geschehen spektakulär. In Schleswig-Holstein habe der Mensch Uhus ausgewildert und damit wieder angesiedelt. Da sei es nur noch eine Frage der Zeit gewesen, bis die Greifvögel auch die Auenlandschaft im Landkreis Stendal zurückerobern.

„Da hat der Storch wohl Pech gehabt. Uhus sind nachtaktiv. Offenbar saß der seltene Eulenvogel schon auf dem Nest, als der Storch eintraf. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.“
Ornithologe Wolfgang Lippert

Allerdings haben Tierschützer helfend eingegriffen. Innerhalb von 24 Stunden nach der feindlichen Übernahme wurde der Storchenfamilie auf einem Nachbarhaus eine "Ersatznisthilfe" errichtet. Vogelkenner Manfred Kuhnert berichtet, dass sich die Blitzaktion der Naturschutzbehörde des Landkreises Stendal, des Elbe-Biosphärenreservates und eines äußerst aufgeschlossenen Hausbesitzers gelohnt habe. Das neue Storchennest ist bereits bewohnt.
Uhu nistet im Landkreis Stendal
Im Landkreis Stendal nistet erstmals seit mehreren hundert Jahren wieder erfolgreich ein Uhu. Ein Paar hat sich in einem Storchenhorst im Elb-Havel-Winkel niedergelassen. Es zieht bereits Junge auf.

Unter dem Storchenhorst wohnt der Rentner Marius Elling. Er ist aus Holland in den Elb-Havel-Winkel gezogen. Als früherer Theaterdramaturg in Amsterdam kennt er sich mit spektakulärem Schauspiel aus. Beim Blick aus seinem Dachfester auf den Uhu im Storchennest jedoch gerät er ins Schwärmen.
„Ein solches Bild hat vermutlich noch nie jemand gesehen. Es kamen schon Ornithologen von weither, die es nicht glauben wollten. Das ist phantastisch. Der Uhu ist ein sehr seltener Vogel. Er muss geschützt werden. Ich beobachte täglich, wie sich die Eulenfamilie entwickelt.“
Marius Elling, Anwohner

Töpferei reagiert mit neuem Sortiment
Als Reaktion auf die Rückkehr des Uhus und zahlreiche Anfragen hat jetzt sogar eine Havelberger Töpferei ihr Sortiment erweitert. Sie fertigt kleine Eulen und lebensgroße Uhus, die inzwischen Gärten von Berlin bis Havelberg zieren.

Wissenswertes über den Uhu:
Uhus können in Gefangenschaft bis zu 60 Jahre alt werden. Sie gelten als besonders standorttreu und sind die größten europäischen Eulenvögel. Ihre Flügelspanne kann gut 1,70 Meter erreichen. Im Volksmund wird der Uhu auch "König der Nacht" genannt. Er symbolisiert Weisheit. In Sachsen-Anhalt gibt es vermutlich etwas mehr als 30 Paare, die zum Beispiel in Steinbrüchen nisten. Die Anwohner des Storchennest-Uhus im Landkreis Stendal haben beobachtet, dass das Vatertier in der Dämmerung geschlagene Krähen, Hasen, Kaninchen und auch Fisch bringt.


Viele Grüße von
Brit
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Uhu´s sind tolle Vögel - schön, dass sie sich da ansiedeln.
Aber was immer direkt für ein Hype gemacht wird ... *kopfschüttel*

Liebe Grüße in die Runde von
Andrea

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Christian Morgenstern


OZ Ostseezeitung.de 04.05.2018

Tierparkstörche als Leihmutter

Weil die Störchin verunglückte, werden ihre vier Eier nun von fremden Storchenpaaren ausgebrütet. Die Idee kam vom Cheftierpfleger des Greifswalder Tierparks.

Greifswald
Glück im Unglück: Der Storchennachwuchs ist dank der „Kuckucksei-Methode“ gerettet. Zu verdanken ist das alles Frank Tetzlaff, Cheftierpfleger des Greifswalder Heimattierparkes und Storchenbeauftragter des Landkreises. Nachdem in Owstin eine Störchin auf tragische Weise umgekommen war, sorgte er dafür, dass die befruchteten Eier im Tierpark anderen brütenden Störchen untergeschoben wurden. Nun wird alles gut.

Störchin geriet in Stromleitung
Das Drama begann in Owstin nahe Gützkow. Auf dem Gelände der dortigen Straußenfarm befindet sich ein Mast mit Storchenhorst. Wie jedes Jahr ließ sich Adebar dort nieder und brütete. Dann der Schock: Die Störchin geriet in eine nahe Stromleitung, verletzte sich dabei so schwer, dass sie nicht mehr fliegen konnte, zu Boden fiel und verendete. Herr Storch brütete zwar weiter, weil sich beide Elterntiere immer dabei abwechseln, damit der andere Futter suchen kann. Doch nun fehlte die Störchin. Zum Glück war der Unfall in der Stromleitung vom Chef der Straußenfarm beobachtet worden. Der rief Tetzlaff zu Hilfe.

Tierpark ist Retter in der Not
Der Storchenspezialist holte die vier Eier mit Hilfe eines Hubsteigers aus dem Horst und schob sie zwei Storchenpaaren im Tierpark zum Ausbrüten unter. Der Greifswalder Heimattierpark beherbergt seit Jahren mehrere invalide Störche, die wegen Verletzungen nicht mehr in den Süden fliegen können und hier überwintern. Zwei Paare brüten regelmäßig gesunde Junge aus. Die zusätzlichen Eier waren für die Tiere sofort okay. Im Tierpark ist Frank Tetzlaff glücklich, dass der Versuch gelang - in etwa zwei Wochen werden die Jungen schlüpfen.

Meerkatz Cornelia


Viele Grüße von
Brit
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Im Elsass wir der Storch zur Plage...

Lieben Gruß - Hannelore

„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“



Allgemeine Zeitung 23.05.2018

Kater Paul füttert in Gebroth die Störche auf dem Hof der Fruchtkelterei Merg

Von Wolfgang Bartels

GEBROTH - Der beste Freund des Storchenpaares Emma-Mira und Conrad hat vier Pfoten, scharfe Krallen und rotes Fell: Kater Paul. Er serviert den beiden großen Vögeln, die einen Horst im Hof der Fruchtkelterei Merg bewohnen, täglich ein paar frisch gefangene Mäuse. Und das geht so: Paul fängt eine Maus und beißt sie nicht gleich tot, sondern lässt sie noch ein bisschen zappeln. Dann fliegt einer der beiden Störche herbei, stürzt sich auf die Maus und reißt sie aus den Fängen von Paul, der das ohne Protest mit sich geschehen lässt. Inzwischen, so erzählt „Storchenvater“ Rolf Merg, hat Paul auch noch die drei anderen Katzen des Hauses angelernt, den Störchen Futter zu bringen.

Live-Kamera bietet Bilder aus dem Nest
Das Storchenpaar nistet nun schon im dritten Jahr in Gebroth. Rolf Merg berichtet, dass der 2014 im Alter von 101 Jahren verstorbene Dorfälteste Gustav Metzler immer erzählt hat, dass er als Kind ein Storchennest auf einem Haus in der Lindenstraße gesehen hat. Jetzt nach gut neun Jahrzehnten sind die Störche nach Gebroth zurückgekehrt, dank des großen Masten für den Horst, den Merg aufgestellt hat. Schon im Februar waren in diesem Jahr die beiden Störche aus ihrem Winterurlaub im Süden zurückgekommen und mussten jämmerlich im kalten Wind frieren. Dann legte das Weibchen immerhin vier Eier. Zwei Junge allerdings haben die kräftigen Gewitter Mitte Mai nicht überlebt. Doch die beiden anderen Jungen erfreuen sich bester Gesundheit, wie man auf dem Bildschirm der Live-Kamera im Saftladen beobachten kann. Den Tod der beiden Jungstörche bedauert Merg: „Aber wir können da nicht eingreifen. So ist eben die Natur.“ Das gilt auch für ein anderes Problem. Conrad ist nicht unbedingt das große Vorbild eines treusorgenden Familienvaters, erzählt Merg: „Er ist ganz schlecht im Nestbau. Normalerweise erhöhen Störche ihr Nest jedes Jahr um mindestens zehn Zentimeter. Dafür ist Conrad zu faul. Wenigstens bringt Emma-Mira gelegentlich mal ein paar Äste an.“

Inzwischen ist Kater Paul auf der angrenzenden Wiese wieder auf Mäusepirsch. Ein Storch hält die Stellung im Nest mit den beiden Jungen. Der andere sitzt auf dem Dach der Kelterei und beobachtet genau, was Paul so anstellt. Denn bald wird Paul wie immer das Abendessen servieren. „Cat-ering“ für Störche könnte man das nennen.


Viele Grüße von
Brit
http://www.worldofanimals.de




Cat - ering - herrlich!!

Liebe Grüße in die Runde von
Andrea

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da liegt die Welt noch im Ganzen."
Christian Morgenstern
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