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In Memoriam Hartmuth Wiedenroth († 03.06.2011)

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Thema: Nittenau, PLZ 93149









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Mittelbayerische 16.05.2016

Das „Wohnzimmer“ ist wieder voll

Das Nittenauer Storchenpaar hat viel zu tun: Die Jungen sind geschlüpft. „Amadeus“ genießt derweil sein Leben auf der Ranch.
Von Cornelia Lorenz

NITTENAU.Die Nittenauer Störche haben es wie alle Jahre spannend gemacht. Mit stoischer Gelassenheit gingen sie in den vergangenen Tagen im Nest auf dem Dach des Haus des Gastes ihrer Arbeit, dem Brüten, nach. Nun scheint der Eifer von Erfolg gekrönt zu sein: Offenbar sind drei, vielleicht sogar vier Storchenküken ausgeschlüpft. Live ins Wohnzimmer von Familie Adebar zu schauen lohnt sich also derzeit besonders und ist für alle Fans der Störche ganz einfach möglich: Auch heuer liefert die am Nest installierte Kamera (siehe Infokasten) spannende Einblicke in den Alltag der Tiere.

Eifrig geklappert und gebalzt
Eine ganze Reihe von Fotos aus dem Alltag der Nittenauer Störche hat Peter Schneider vorzuweisen. Er ist so etwas wie der Storchenbeauftragte der Stadt. In den vergangenen Monaten konnte er sich krankheitsbedingt kaum um die Tiere kümmern. „Aber jetzt greife ich wieder an“, sagt er. Schneider hat die beiden Störche bei Geklapper, Balz und Paarung beobachtet und alles bildlich festgehalten. Das Resultat dürfte bald auch für Passanten von unten zu erkennen sein, wenn die Schnäbel der Storchenkinder zum ersten Mal am Nestrand auftauchen.
In der Regel besteht das Gelege bei den Weißstörchen aus zwei bis sieben Eiern, die etwa doppelt so groß wie ein Hühnerei sind. 30 bis 32 Tage wechseln sich die Eltern mit dem Brüten ab, bis endlich die Jungstörche ausschlüpfen. Sie bleiben rund 60 Tage im Nest, werden dort intensiv von den Alttieren gefüttert und fliegen schließlich aus.

Mittlerweile ist es für die Nittenauer Störche längst nicht mehr selbstverständlich, sich im Herbst auf die Reise in den Süden zu machen: Auch im vergangenen Winter ist offenbar das Männchen, nachdem es für vier Wochen verschwunden war, wieder aufgetaucht und hat die kalte Jahreszeit im Regental verbracht.Offenbar sind das Klima und die Möglichkeiten, Futter zu finden, für die Tiere hier so angenehm, dass sie sich die weite und gefährliche Reise nach Afrika gern sparen.
Amadeus fühlt sich pudelwohl

Das gilt auch für den Jungstorch, der es sich auf der „Ranch“ von Gunther Stangl gemütlich gemacht hat. Im Sommer 2014 war er vermutlich von seinen Geschwistern aus dem Horst verstoßen worden. Feuerwehr und Tierschützer Stangl retteten ihn – und letzterer nahm in bei sich zuhause in die dort lebende Tierschar auf.

Knapp zwei Jahre später fühlt sich Amadeus in seinem neuen Zuhause immer noch pudelwohl. Täglich verzehrt er etwa zehn bis 15 tote Hühnerküken, dazu noch ein paar kleine Weißfische. Dazu kommen Insekten oder Mäuse, die er sich selbst beim Spaziergang auf der Wiese fängt.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Amadeus irgendwann einmal zurückkehrt und ein Leben als „wilder“ Storch führt, geht derweil gegen null. Sein „Ziehvater“ hätte ihn gern wieder in die Freiheit entlassen. Doch offenbar hat der Sturz vom Nest in die Dachrinne größere Schäden an Amadeus’ Flügel hinterlassen als erwartet. Wenn man genau hinsieht, erkennt man eine kleine Fehlstellung – mit gravierenden Folgen: Amadeus kann keine weiteren Strecken fliegen und bricht alle Anläufe nach zehn bis 15 Metern wieder ab.

Ob es sich bei Amadeus tatsächlich um einen Storchenmann handelt, ist übrigens noch immer unklar. Gewissheit würde hier eine Federanalyse bringen, mit deren Hilfe man das genetische Material des Vogels überprüfen könnte. Stangl denkt gerade darüber nach, Amadeus testen zu lassen.

Vermutlich ein Weibchen
Er selbst vermutet mittlerweile, dass es sich bei seinem tierischen Gast um eine Storchendame handelt. Dieser Verdacht kam ihm im Frühjahr, als Amadeus regelmäßig Besuch vom Storchenmann aus dem Nittenauer Nest bekam und eifrig angeklappert und angeflirtet wurde. Ruhe war damit erst, als die Storchendame aus dem Süden zurückkehrte und ihren Mann selbst wieder in Beschlag nahm.

Mittlerweile kommen beide Vögel gern zu Amadeus auf die Stangl-Ranch. Dann wird eifrig geklappert. Näherer Kontakt ist zwischen den Tieren im Moment allerdings nicht möglich: Auf Stangls Anwesen geht der Fuchs um und hat schon Enten und Hühner mitgehen lassen. Um Amadeus nicht in Gefahr zu bringen, darf er im Moment nicht frei auf dem Areal herumstolzieren.

Doch sobald das wieder gefahrlos möglich ist, kann der junge Storch das Leben auf der Stangl-Ranch wieder in vollen Zügen genießen. Und wer weiß, vielleicht findet auch er bald einen Partner fürs Leben?

Stangl überlegt, ihn mit einem der Störche in der Höllohe zu verkuppeln – was für wunderbare Zukunftsaussichten für den stolzen Vogel, der vor zwei Jahren nur ganz knapp dem Tod entronnen ist.


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