* Forum World of Animals *
In Memoriam Hartmuth Wiedenroth († 03.06.2011)

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Autor
Thema: Neunburg vorm Wald, PLZ 92431


...schon 4 Eier.





Viele Grüße von

Rudi




4 Kleine











Viele Grüße von

Rudi













Zuletzt bearbeitet: 13.05.14 07:35 von Sunny




Viele Grüße von

Rudi




Nur die Sonne kann jetzt noch Wunder erreichen





...Sunny ich glaube, da kann auch die Sonne nicht mehr helfen.



Viele Grüße von

Rudi




Nein Rudi, jetzt ist alles zu spät...



Von der Homepage
nach Auskunft von Oda Wieding...

Aktuelles zu den Neunburger Störchen

Aufgrund der bedauerlichen aktuellen Situation im Zusammenhang mit dem Tod der Jungstörche informiert die Stadt Neunburg vorm Wald gemeinsam mit der Projektleiterin Artenhilfsprogramm Weißstorch im Landesbund für Vogelschutz, Frau Wieding nachfolgend über den tatsächlichen Sachverhalt:

Ein Weißstorchnest ist – einfach durch das eingetragene Polstermaterial aus Gras etc., vermischt mit den Gewöllen und zusammengedrückt durch das Gewicht der Jungstörche – eine kompakte, humose Masse entsprechend einem Komposthaufen. Durch laufenden Materialeintrag sitzen die Jungstörche allerdings in der Mitte gut gepolstert und manchmal sogar etwas erhöht. Bei längeren oder starken Regenereignissen ist natürlich auch ein Storchennest entsprechend nass und die Jungen sitzen auf dem dann matschig werdenden Gras und sehen entsprechend unschön aus. Dies hat allerdings nichts mit dem darunterbefindlchen Material vom Vorjahr zu tun.

Auch Plastikmüll hätte nur dann „nässestauende“ Wirkung, wenn es sich um komplette große Düngersäcke handeln würde, die der Storch auch genau in der Nestmitte flächig ausbreitet. Plastikfetzen erreichen diese Wirkung nicht. Auch Nester ohne Plastik sehen bei Regen entsprechend nass aus. Wenn in vermeintlich guter Absicht regelmäßig im Nest herumgegraben wird, entsteht genau dort regelmäßig eine Kuhle, in der dann erst das Wasser als regelrechte Pfütze steht, da sich das Nistmaterial an dieser Stelle durch das Gewicht der Jungstörche genauso wieder verdichtet.



Bei längerem Regen fliegen die Altstörche nicht in ausreichendem Maße zur Nahrungssuche, mit nassem schwerem Gefieder nutzen sie die erste Regenpause erstmal zur Gefiederpflege, ein erneut einsetzender Regen verhindert dann den anschließenden Nahrungssuchflug. Wenn dann die Jungen bereits im Alter von 3-4 Wochen sind und somit in der Hauptwachstumsphase, wo eigentlich beide Altstörche kontinuierlich fliegen müssten, und dann einer versucht, die Jungen am Nest noch vor Regen zu schützen und der zweite Altstorch auch kaum fliegt, verhungern die Küken vorrangig. Natürlich werden sie dann auch von oben bzw. von der Seite her nass und kühl, sitzen aber bereits auf ihren Fersen, liegen also nicht mehr dauernd mit dem Bauch im natürlich nassen Nistmaterial, können also nicht in einer „Badewanne ersaufen“.

Kleine Küken können sowohl vom Altstorch besser komplett abgedeckt und gewärmt werden und haben eben auch einen viel geringeren Nahrungsbedarf, der von einem Altstorch besser bewältigt werden kann.

Im Katastrophenjahr 2013 gab es in Baden-Württemberg beim Mäusebussard wohl einen kompletten Brutausfall, Greifvogelnester beinhalten noch weniger Gras bzw. Polstermaterial als Storchennester, sind also sicher „wasserdurchlässig“, was deutlich drauf hinweist, dass vorrangig Nahrungsmangel statt Nestzustand am großflächigen Verlust bei vielen Greifvögeln, Eulen und auch den beiden Storchenarten schuld ist.

Dies ist ein ganz natürlicher Vorgang, genauso wie Wiesenbrüter bei Hochwasser weggeschwemmt werden. Webcams dienen dazu, etwas über die Vorgänge in der Natur zu lernen. Natur ist grausam, hier zuzusehen, bedeutet, zu verstehen, dass Altstörche selber entscheiden, wann und wie oft sie zur Futtersuche fliegen. Dass sie in guten Jahren mit viel Nachwuchs auch Verluste aus schlechten Jahren ausgleichen, funktioniert nur, wenn genug Nahrungswiesen vorhanden sind. Das ist die Hauptaufgabe im Naturschutzbereich, für eine selbsterhaltende Storchenpopulation zu sorgen.

Tierschützerische Argumente sind hier fehl am Platz, da beide Altstörche sich nach ihren Möglichkeiten um ihre Brut kümmern, es handelt sich also nicht um hilflose Jungvögel.

Eine Entnahme der Jungvögel ist nur mit Ausnahmegenehmigung zum Eingriff am Nest einer gefährdeten Vogelart seitens der Höheren Naturschutzbehörde möglich, aber in menschlicher Obhut groß gewordene Junge haben in aller Regel nicht das natürliche Verhalten lernen können und zählen sicher oft zu den ersten Opfern bereits schon auf dem Zug ins Winterquartier.

Noch ein abschließender Hinweis:

Der Versuch, die Betreiber einer webcam zu unerlaubtem Handeln aufzufordern, nur weil manch ein Zuschauer sich nicht mit unschönen Bildern konfrontiert sehen möchte, selber aber seinen Zugriff auf diese webcam nicht abstellt, führt lediglich zu einem Abschalten der webcam und so zu deutlichem Informationsverlust für alle anderen Zuschauer ...


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