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In Memoriam Hartmuth Wiedenroth († 03.06.2011)

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Thema: Wanderfalken - Brüssel


Guten Morgen!



Viele Grüße von
Brit
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Blog 20.04.2012 – Ein Falke jenseits des Kanals

Heute erhielten wir einen Brief vom Mick Wright vom Suffolk Wildlife Trust. Mick beringt seit 4 Jahren die Falken die auf der Orwell Brücke (etwas südlich von Ipswich in Großbritannien) brüten. Dieses Jahr versucht zum ersten Mal ein Paar im Hafen von Felixstowe zu brüten, ungefähr 10 km weiter südlich. Mick fiel auf, dass zahlreiche Falken um dieses Gebiet kämpfen. Heute Morgen fand er einen toten Falken oben auf einem Kran, offensichtlich von einem Artgenossen getötet.

Dieser Falke wurde im Frühjahr 2010, in einem Brutkasten der an einem Getreidesilo der Société Anonyme des Magasins à Grains d'Anvers (SAMGA), entlang des Amerika Docks in Antwerpen, befestigt ist, geboren. Im Nest waren in dem Jahr 3 Falken, die am 20., Mai von Gust de Weerdt, einem der belgischen Spezialisten für Wanderfalken, beringt wurden.

Am 14. August desselben Jahres wurde der Falke in Sophieapolder fotografiert, nicht weit von Dordrecht in den Niederlanden. Zweieinhalb Monate nachdem sie das Nest verlassen hatte, war sie 60 km nördlich ihres Geburtsortes. Der junge Falke war flügge. Und was ein wunderschönes Falkenweibchen sein sollte, wurde jetzt tot jenseits des Kanals gefunden; die Entfernung zwischen Dordrecht und Felixstowe ist 240 km.

Jedes Stückchen an Information zählt und beim vergleichen aller Informationen gewinnen wir mehr Wissen über die Wanderfalken. Es war erst das zweite Mal, dass ein Falke der in Belgien geboren wurde in Großbritannien entdeckt wurde. Danke an Mick dass er uns alle Informationen geschickt hat! Wenn Sie selbst einen beringten Vogel finden (wo immer Sie sind), bitte gehen Sie zu www.ring.ac und geben die Details ihrer Beobachtungen an. Sie bekommen eine Rückmeldung mit allen verfügbaren Informationen über den Vogel. Danke im Voraus!


Viele Grüße von
Brit
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Frühstück wird von Mama serviert!



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Brit
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Mama ist die Beste!



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Brit
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Ruft der nach der Mama?





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Zuletzt bearbeitet: 27.04.12 17:33 von Brit


Blog 22.04.2012 – Bildmaterial vom Nest II

Zwei neue Clips ermöglichen es uns, einige interessante Verhaltensweisen und Eigenschaften der Wanderfalken zu beobachten.

Am 16. April. Um 12:12 Uhr verlässt das Weibchen das Nest („a careful mother“). Nichts Besonderes, doch versucht sie ihr Bestes um zu vermeiden ihre Krallen mit den Jungen in Berührung zu bringen. Ihre dolchartigen Krallen ermöglichen es ihr, Beute von der Größe einer Gans zu fangen. Und deshalb könnten sie gefährlich für die kleinen Falken sein. Wenn sie das Nest verläßt, nimmt sie ein Gewölle mit. Das ist sehr selten, denn das Nest und seine Umgebung sind verstreut mit den Resten von Beute. Schauen Sie sich einmal genau ihre Brust an. Wenn sie sich erhebt sehen wir zwei „Löcher“ in ihrem Gefieder, auf beiden Seiten der Brust. Man nennt sie Brut-Flecken. Sie sind ein Geniestreich der Natur: unmittelbar vor der Eiablage fällt ein Teil der Federn von der Brust, sodass die Brust mehr vaskularisiert (Vaskularisiert bezeichnet durch viele Blutgefäße gut durchblutetes Gewebe) wird. Warum? Sodass die Eier in direktem Kontakt zum Körper sein können und so eine konstante Temperatur haben: die Körpertemperatur der Falken. Und zu sagen, dass dieses Dutzende von Millionen von Jahren der Evolution kostet …

Einige Minuten später, um 12:25 Uhr, kommt das Männchen und beginnt die Jungen zu füttern („the male nourishes the young“). Er sitzt weniger als das Weibchen auf dem Nest und das wird sich weiter fortsetzen. Warum? Ich bin nicht sicher. Vielleicht bleibt das Weibchen näher am Nest, weil sie besser in der Verteidigung ihrer Falken ist. Ihre Größe und Stärke sind tatsächlich beeindruckender als die der Männchen. Doch wären diese Merkmale nicht interessant für die Jagd und große Beute zu fangen? Es muss einen guten Grund geben. Hier können wir einen guten Blick auf das Gefieder des Männchens werfen, mit den weißen Seiten am Hals. Die nackten Stellen um die Augen und an der Schnabelwurzel das intensive gelb. Intensiver als das seiner Partnerin.

Alles Bildmaterial ist hier zu finden

VIDEO


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Brit
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Hilfe! Die Küken sind alleine

Die Eltern lassen ihre Jungen in letzter Zeit häufig alleine. Doch das ist kein Grund zur Sorge. In der Natur werden Organismen geboren oder schlüpfen und eines Tages sterben sie. Und in der Zwischenzeit verhalten sich diese Lebewesen so, wie sie von der Natur bestimmt sind, mit einem Verhalten, dass wir sehr faszinierend finden. Was wir beobachten ist Natur.

Die Falken sind heute 15 Tage alt. Seit sie am 11. Und 12. April ausgeschlüpft sind, hat sich ihr Gewicht verzehnfacht. Heute wiegen sie 350 g. Mit diesen Körpermaßen haben sie eine bessere Kontrolle über ihre Körpertemperatur. Und mit oder ohne ihre Eltern kuscheln sie sich immer aneinander um weniger Wärme zu verlieren. Gleichzeitig brauchen sie mehr Futter. Das ist logisch. Und das Futter fällt nicht vom Himmel. Oder? Deshalb müssen die Eltern mehr jagen sonst werden sie nicht erfolgreich sein. So erlaubt die Balance zwischen dem Wachstum der Küken, thermischen Selbständigkeit und Ernährung (und Kalorien) ihnen zu wachsen und unabhängig zu werden.

Doch da ist ein „aber“. Der Regen! Die kleinen Falken dürfen nicht nass werden, sonst kühlen sie zu schnell aus … deshalb muss das Nest unter einem „Schuppen“ sein. Einer Klippe oder einem Gebäude, Falken versuchen immer einen Platz zu finden, der sie vor dem Regen der von Winden aus dem Westen kommt, schützt. Das Dach kann natürlich sein, wie ein überhängender Felsen, oder künstlich, wie eine Klangarkade einer Kathedrale. Doch das spielt keine Rolle, so lange sie vor den Regenfällen geschützt sind die so typisch für unsere Region sind.

Deshalb haben die Falken beschlossen in dem nördlichen Turm unter einem prächtigen Dach aus hundertjähriger Eiche. Und es könnte ihnen nicht besser gehen.


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Brit
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Die sind ja nur noch allein ...



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Brit
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Blog 26.04.2012 - Kathedrale St. Michaelis und Gudula

Das Wanderfalken-Paar brütet auf einem außergewöhnlichen Gebäude: der Kathedrale von Brüssel. Ist es nicht wunderbar ein Denkmal der Natur in Einklang mit einem architektonischen, kulturellen und philosophischen Denkmal zu sehen?

Das Gebäude trägt des Namen der Schutzpatronen von Brüssel: dem Erzengel Michael (der den Drachen erschlug) und St. Gudula. Die Geschichte von Gudula, die weniger bekannt ist, ist ähnlich der Geschichte der Heiligen Geneviève, der Schutzpatronin von Paris. Die Legende besagt, dass die fromme Gudula eines Nachts in die Kirche ging und dass der Teufel die Kerze ihrer Laterne ausblies. In der Dunkelheit konnte sie ihren Weg nicht mehr finden und sie bat den Himmel um Hilfe. Plötzlich entzündete eine wunderbare Flamme wieder ihr Licht. Eine Statue an der Südseite der Kathedrale stellt die Geschichte dar.

Die Falken brüten etwa ein Dutzend Meter unterhalb des Gipfels des Nordturmes. Ein schmückender Balkon schützt sie vor dem Regen. Der Kalkstein zeigt die Zeichen des Alters: die Arbeiten an der Kathedrale begannen 1226. Brüssel wurde um das Jahr 1000 gegründet Wie es häufig der Fall ist, dauerte es sehr lange, die Kathedrale zu bauen und der Turm, der die Falken beherbergt, wurde 1475 fertiggestellt. Mehrere Architekten bauten in Folge an der Kathedrale und die Türme sind die Türme sind die Arbeit desselben Architekten, der auch den Turm des Rathauses von Brüssel gebaut hat. Dieser Turm ist 96 Meter hoch und dominiert den Grande Place. In der Spitze des Turmes ist eine Statue vom Heiligen Michael. Die Falken ruhen sich dort manchmal aus, während sie nach Beute Ausschau halten. Die zwei Gebäude sind ungefähr 500 Meter voneinander entfernt. .

Auf der Kathedrale bleiben die Falken oft versteckt; Sie möchten den Standort des Nestes nicht aus der Ferne offenbaren. Sie sitzen oft auf den Statuen und Wasserspeiern die die Seite des Turmes schmücken, wo sie ihre Beute rupfen oder sich ausruhen. Aber sie bleiben Raubtieren und anderen Zweibeinern gegenüber, die zu nahe kommen oder auf einem Nachbardach sitzen, wachsam. Aber sie kümmern sich nicht darum, was 50 Meter unter ihnen passiert. Ihre Domäne ist der Himmel!

Viele Grüße von
Brit
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Blog 27.04.2012 – Die Wanderfalken von Brüssel im Jahr 2012

Unsere Aussichten sind noch nicht beendet aber es gibt eine Zusammenfassung wie die Sachen bezüglich der Anzahl und Ortungen von Wanderfalkennestern in Brüssel in diesem Frühjahr. Und diese Nester wurde alle natürlich gebaut; Das Tourismus Büro von Brüssel hat nichts damit zu tun! Wir wissen, in welchem Jahr jedes Nest gebaut wurde.

Ein Paar brütet im Herzen von Brüssel, nämlich das Wanderfalkenpaar der Kathedrale von Brüssel (2004). Drei Paare leben in der ersten Krone, zwischen dem Pentagon und dem Kleinen Ring. Drei brüten in Kirchen; der Liebfrauenkirche zu Laeken (mindestens seit 2011), neben dem Königlichen Palast Saint Guidon in Anderlecht (2011), neben dem Station und nach Jahren des Zögerns, Saint Anthony in Etterbeek (2012). Zwei Paare brüten in der Zweiten Krone; auf der Saint Hunbert Kirche in Watermael-Boitsfort (2008) und auf einem leeren Appartment Block in Evere (2011). Das Paar, das sein Nest 2010 auf dem Dach eines Appartment Gebäudes in Molenbeek gebaut hatte, wurde seitdem nicht mehr gesichtet.

So brüten in diesem Jahr sechs Paare in der Region der Hauptstadt Brüssel.

Weiterhin wurden in den letzten Monaten nicht brütende Paare gesehen, und dies auf dem Rathaus von Woluwe-Saint-Pierre und Schaerbeek. Werden sie dort im nächsten Jahr bauen? Der Turm von Woluwe-Saint-Pierre ist sehr vielverssprechend; er beherrscht das Tal von Woluwe und ist nicht allzuweit vom Sonian Wald entfernt. Die Voraussetzungen in Schaerbeek sind auch gut, doch vielleicht zu nah an Laeken. Wanderfalken sind sehr territorial, und es bleibt abzuwarten, ob zwei Paare im Abstand von nur 1.700 Metern neben einander leben können.


Viele Grüße von
Brit
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