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In Memoriam Hartmuth Wiedenroth († 03.06.2011)

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Thema: Schwarzbären - Lily & Hope & mehr


UPDATE 07.01.2011

Liebling Lily

Lily war wieder so ein Schatz. Sobald sie Lynns Stimme und seine Schritte hörte tauchte sie vertrauensvoll am Höhleneingang auf.


Lily quetscht sich aus ihrer Höhle

Lynn warf ein paar Trauben in den Schnee um sie zu beschäftigen. Jason machte sich daran die Pan-Tilt-Zoom Kamera zu befestigen, so dass es uns möglich sein wird bei Gelegenheit zu sehen was außerhalb der Höhle geschieht. Lynn versuchte Milch aus einer Brustwarze zu drücken. Nichts. Bedeutet das, dass sie keine Milch hat oder dass Hope durch häufiges Nuckeln alles herausgeholt hat bevor Lynn kam? Wenn Lily überhaupt Milch hat ist es nicht viel. Lynn streichelte Lilys Rücken und versuchte zu sehen ob ihre Vulva geschwollen ist als Zeichen einer bevorstehenden Geburt. Lily schaute Lynn an und setzte sich hin, bevor er irgendetwas feststellen konnte. Letztes Jahr am 15. Januar kam Lily zum Vorschein und stand mit ihrem Hinterteil zu Lynn. Es war das erste Mal, dass er erkannte, dass da eine starke Schwellung ist vor der Geburt. Er hatte noch nie gesehen, dass das in der Literatur berichtet wird.


Lynn an Lily's Höhle gesehen durch die PTZ Kamera

Lynn untersucht Möglichkeiten für eine bessere Sicht mit der Kamera. Die große Mengen Einstreu, die Lily angehäuft hat, macht es schwer Daten zu sehen und zu bekommen. Wir wollten die Kamera in einem anderen Blickwinkel einstellen. Er grub durch zwei Fuß Schnee neben dem Höhlenhügel und versuchte ein kleines Loch für die Höhlenkamera zu stochern. Aber aussichtlos. Die Erde ist zu tief gefroren.

Lily stand außerhalb der Höhle mit ihrem Hinterteil Richtung Höhleneingang. Die Kamera haltend, griff Lynn in die Höhle hinter sie um ein Bild von ihrem Hinterteil vom Eingang her zu machen. In der Höhle verstand Hope nichts. Nervös schlug sie auf den Boden und blies, so dass Lily sich auch drehte und verwundert blies welche Gefahr Hope so aufregte. Lynn war kein Verdächtiger. Nachdem sie keine Gefahr erkannte wandte Lily sich wieder den Trauben zu, behielt aber den Eingang im Blick. Hope äußerte Laute und Lily krabbelte nach drinnen um sie sich genauer anzusehen. Alle Töne während des Besuchs kamen von Hope außer dem kurzen Blasen von Lily. Lily sagte kein einziges schlechtes Wort noch machte sie ein böses Gesicht. Sie machte einen ruhigen Eindruck außer in dem Moment der Angst, als Hope blies.


Lily in der Höhle nachdem Lynn die Kamera umgestellt hatte

Die Höhlenkamera steht in einer schlechten Position sodass wir das bald beheben müssen. Sie wurde mehrmals angestoßen als Lily verbeikroch. Für den Moment werden wir versuchen sie wieder so zu stellen wie sie war. Die beste Möglichkeit für eine bessere Ansicht ist es die Höhlenkamera direkt in den Eingang zu stellen anstatt, wie jetzt, an die Seite, doch würde das bedeuten, dass Lily, wann immer sie raus oder rein käme sie aus dieser Position verschieben würde. Um sie für eine bessere Ansicht und für bessere Daten auszurichten müssen wir warten bis die neuen Jungen geboren sind und Lily mit ihnen beschäftigt ist und weniger interessiert aufzutauchen, wenn Lynn kommt. Die Wand mit Einstreu, die Lily aufgebaut hat wird weiter ein Problem sein, aber wir können einen besseren Einblick schaffen als er jetzt ist.

Wir hoffen auf besseren Ton mit weniger Zischen, wenn der neue Verstärker von Bill Rice kommt.

Zurück in der Forschungszentrale, überprüften wir die Funktion der neuen Pan-Tilt-Zoom Kamera außerhalb der Höhle. Wir können sagen, dass wir beim ersten Betrieb Wildtiere sahen. Mansfiel die Maus (Wühlmaus …) rannte nahe dem Eingang herum.

Viele Grüße von
Brit
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UPDATE 08.01.2011

Höhen und Tiefen der Bärenbeobachtung

Gerade als wir dachten wir hätten die Höhlenkamera richtig ausgerichtet, baute Lily eine Mauer davor. Jetzt wissen wir nicht, was wir tun sollen. Wird sie die Mauer wegräumen oder sollen wir die Höhlenkamera verschieben? Heute Abend ist zumindest nicht viel zu sehen. Mal schauen, wie es morgen aussieht.


Lily außerhalb ihrer Höhle

Alles eilt etwas, denn Lily wird bald ihre Jungen bekommen. Ihre Vulva ist jetzt fast genauso geschwollen wie letztes Jahr eine Woche vor der Geburt. Wir haben über diese Schwellung niemals etwas in der Literatur gelesen. Wir haben niemals so eine Schwellung gesehen außer bei Lily. Sie ist allerdings auch die einzige Bärin, die wir in den Tagen vor der Geburt untersucht haben.
Wie gestern, Lily war ein ruhiger Schatz, während Hope nicht verstand, was wir da machten. Als Lynn (wieder …) mit der Kamera in die Höhle reichte um vom Eingang her Lilys Hinterteil zu fotografieren schlug eine nervöse Hope auf den Höhlenboden und blies. Dies war eine hervorragende Gelegenheit für Höhlenkamera-Beobachter zu erleben, wie harmlos dieses furchteinflößende Verhalten ist. Ein Problem ist, dass dieses harmlose nervöse Gepolter ziemlich überzeugend sein kann. Zu oft erschießen Leute solche Bären die sie für „aggressiv und bedrohlich“ halten. Uns gibt dieses Bären-Getöse Sicherheit. Wir wissen, dass es bedeutet, dass die Bären verängstigt sind und darüber reden möchten. In 44 Jahren haben wir niemals einen Bären erlebt, der dieses Getöse in einen Angriff verwandelt hätte. Diese ängstlichen Bären sind leicht zu vertreiben, aber, in unserer auf Vertrauen basierenden Forschung, sagen wir „Es tut mir leid“ und zeigen bessere Bärenmanieren. Unser Ziel ist es Vertrauen statt Angst aufzubauen.


Hope zeigt Angst

Hopes Persönlichkeit zeigt weniger Vertrauen als die meisten, was es für uns sehr schwer machen wird ihr ein Senderhalsband anzulegen. In unserer auf Vertrauen basierender Forschung besendern wir keine Bären, die sich zu sehr sträuben. Auf diesem Bild hat Hope gerade aufgehört auf den Boden zu schlagen und zu blasen. Sie hat immer noch die lange schmale Schnauze und angestrengten Augen, was zeigt, dass sie ängstlich ist. Die Decke der Höhle ist bedeckt mit Raureif von Lily und Hopes Atem. Das Objektiv der Höhlenkamera ist auf der rechten Seite, aber noch nicht in der augenblicklichen Position.

Ohne Sender-Halsband könnte Hope vielleicht ein weiterer Bär wie die 12 Jahre alte RC, die sich von uns besendern ließ und es schließlich nicht mehr wünschte. RC ist ein Mitglied des Clans den wir studieren. Sie hat ihr Territorium in unserem Forschungsgebiet. Wir sehen sie oft und zeichnen auf, wie viele Junge sie hat, aber wir besendern sie nicht. Das bedeutet, dass wir sie in den Wäldern nicht finden können um mit ihr zu laufen und wir können keine ökologischen Informationen von ihr erhalten. Aber sie bringt wundervolle vertrauensvolle Töchter auf die Welt die nicht von RCs Persönlichkeit beeinflusst sind und uns die Daten liefern die wir von RC nicht bekommen. Die Stille Jo ist eine von RCs stürmischen Töchtern.

Wenn Lily im Frühjahr die Höhle mit den neuen Jungen und Jährling Hope verlässt ist es möglich, dass Hope noch ein weiteres Jahr mit Lily zusammen bleibt. Mit mehreren säugenden Jungen wird Lily in diesem Frühjahr nicht paarungsbereit sein. Wird Hope sich dafür entscheiden sich von Lily in diesem Frühjahr/Sommer zu trennen oder wird sie die Annehmlichkeiten eines weiteren Jahres Zusammensein in Anspruch nehmen? Letzten Sommer gewann Hope eine Unabhängigkeit und ein Selbstbewusstsein, wie wir es normalerweise an Jungen in diesem Alter nicht erleben. Das alles bleibt, natürlich, abzuwarten, doch was immer geschieht, es wird uns Einblicke/Erkenntnisse vermitteln, was in Bären vorgeht. Wir werden alle zusammen lernen.

Heute war die jährliche Weihnachtsfeier beim Nord Amerikanischen Bären Zentrum Freude und Lachen und dankbare Gespräche was Lily Fans für uns bedeutet haben und die Aufgabe des Bären Zentrums. Teile dieser Gespräche waren darüber wie die Armee von Lily Anhängern uns die beste aller Chancen gibt besenderte Bären zu schützen.

Danke für all Ihre Unterstüztung.
-Lynn Rogers und Sue Mansfield, Biologen, Wildtier Forschung Institut und Nord Amerikanisches Bären Zentrum

Viele Grüße von
Brit
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UPDATE 09.01.2011

Können wir Hope besendern?



Wir haben Ihre Bedenken bemerkt, dass wir nicht in der Lage sein könnten Hope wieder zu besendern. Natürlich möchten wir sie besendern. Wir möchten so viel wie möglich von dieser Jungbärin erfahren – die so einen schweren Start ins Leben hatte - wie sie erwachsen wird und wie sie sich in der Bärenwelt zurechtfindet. Wir alle folgen ihr jetzt seit fast einem Jahr. Wir hassen die Vorstellung dass sie durch die Wälder wandert und wir nicht wissen wie es ihr geht nach allem was wir mit ihr zusammen erlebt haben. Das Problem ist, dass sie sich vehement gegen die Besenderung wehrt.



Lynn ist es im letzten Sommer mühsam gelungen Hope das Sender-Halsband anzulegen. Sie war der kleinste Bär, den wir jemals besendert haben und absolut auch der schwerste Fall. Schauen Sie sich bitte die Bilder von ihr genau an, dann werden Sie sehen, wie vorsichtig das Halsband befestigt ist. Es wurde nur von einer Mutter gehalten, die Lynn gerade ganz leicht, nur etwas mehr als eine Umdrehung, fest machen konnte. Wir fragten uns, ob das überhaupt halten würde, aber zum Glück hielt es. Sie wird zu Sue, Lynn oder sogar Gordon kommen und ruhig sein. Sie kann sogar eine Hand auf ihren Rücken akzeptieren und auch nur milde protestieren, wenn man ihren Herzschlag abhören will. Aber versuch mal ihr ein Sender-Halsband umzulegen, dann weicht sie zurück und lässt dich wissen, dass sie damit nichts zu tun haben will. Vielleicht wird sich das noch ändern. Das hoffen wir natürlich. Wir haben nicht aufgegeben, aber wir möchten sie nicht einfangen und betäuben. Wir möchten nicht Verletzungen durch Einfangen noch den Tod durch Betäuben riskieren. Hope und jeder einzelne der anderen Bären sind zu wichtig.



Wir zögern wachsenden jungen Bären, die nicht wirklich dafür bereit sind, Sender-Halsbänder anzulegen. Es ist viel leichter ein Halsband von Anfang anzulegen als es später immer wieder dem Wachstum anzupassen Das Anpassen von einem Halsband um die Muttern zu entfernen, das Halsband ein oder zwei Löcher weiter zu machen und die Muttern wieder richtig zu verschrauben verlangt viel mehr Toleranz von Seiten des Bären als ein von Anfang an passendes.

Probleme ergeben sich, wenn ein Bär aus dem Forschungsgebiet auszieht und sich irgendwo anders sein Revier einrichtet. Solch einen Bären zu erreichen kann fast unmöglich werden und wenn der Bär nicht mitmacht sobald wir ihn erreichen, dann wird der Ausflug zu der Höhle im Winter durch den Schnee noch erschwert. Dann müssten wir den Bären betäuben um das Halsband zu entfernen.

So sind wir lieber auf der sicheren Seite mit den Sender-Halsbändern. Wenn die mutige kleine Hope einsichtiger wird mit Sender-Halsband, dann werden wir es anlegen. Und wir könnten ihr ein weiteres Jahr geben sich zu beruhigen wenn Lily sagt, dass es ok ist, wenn Hope bei ihr und den neuen Kleinen durch die nächste Winterschlafsaison bleibt. All das bleibt abzuwarten.

Eine Minute vor 13h beobachteten wir verschwommen Einstreu als Lily aktiv wurde, und das Gras für einen Moment wegscharrte und wir hörten ein Geräusch das Aufregung verursachte. Telefonklingeln. Ankommende Emails . Es klang wie ein Bärenjunges. Könnte das sein? Als mehr Zeit verging ohne dass wir noch einen Schrei gehört hätten, wussten wir, dass es kein Junges war. Linda Gibson hat die Situation aufgenommen:

http://www.facebook.com/video/video.php?v=183420551677342&oid=263755115498

Machen Sie sich selbst ein Bild.

Wenn wir getäuscht wurden, könnten Bärenmütter auch von einem nach Bärenjungen klingenden Ton getäuscht werden? Wir erinnern uns an eine Mutter mit Jungen, die in einem Haus ein Baby schreien hörte. Sie ging dorthin, richtete sich am Panorama-Fenster auf mit ihren Pfoten an der Scheibe und schaute so lange bis das Baby aufhörte zu schreien. Eine andere Mutter hörte in einem Auto ein Baby schreien und näherte sich. Sie suchte nach ihren eigenen Jungen die verschwunden waren. Schnell verstand sie, dass das nicht ihre Jungen waren und sie ging zurück in den Wald um ihre Suche fortzusetzen. In einem Frühjahr, als die Vögel nach Norden zogen, hörte eine Mutter einen kreisenden Habicht Bärenjunge-ähnliche Schreie machend. Wann immer der Habicht rief, rannte die Mutter in diese Richtung ihre Sorge über ein verlorenes Junges heraus grunzend. Schließlich kreiste der Habicht zu weit weg um die Mutter anzusprechen.

Lily Fans entdeckten einige weitere Kritiken von „Die Bärenfamilie und Ich“ aus England unter

http://mrshazen.blogspot.com/2011/01/welcome-back-bear-cam-and-more.html und
http://tellyport.blogspot.com/2011/01/bear-family-and-me.html .

Danke für all Ihre Unterstützung.
—Lynn Rogers and Sue Mansfield, Biologen, Wildlife Research Institute and North American Bear Center

Viele Grüße von
Brit
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UPDATE 10.01.2011

Lernen und Schutz

Lernen



Wir lernen jeden Tag etwas dazu. Wir sind überrascht, wie viel Hope nuckelt. Wir lernen alle. Lilys und Hopes Aktivitäten sind auch überraschend. Eigentlich nicht zu überraschend Lily betreffend. Wir sahen solcherlei letztes Jahr als sich der Geburtstermin näherte. Aber Hope ist nicht schwanger. Dass sie sich heute aus der Höhle wagte, während wir sie im Winterschlaf wähnten, ist überraschend. Ist das deswegen, weil Lily so aktiv ist?



Als Jason und Lynn zur Höhle fuhren, blieb Sue im Forschung-Institut zurück um Lily und Hope am Computer zu beobachten und beide Bären waren außerhalb der Höhle – Hope zum ersten Mal – an diesem milden 12°F warmem Tag. Kurz nachdem Lynn und Jason am WLAH Unterstand ankamen gingen Lily und Hope in ihre Höhle. Lily kam heraus als Jason und Lynn an der Höhle ankamen. Sie richteten die Kamera neu aus, wurden in ihren Versuchen Lilys geschwollene Vulva zu fotografieren zurückgewiesen, und fuhren wieder ab. Kurz nachdem sie weg waren tauchte Hope auf schnüffelte herum während Lily anfing am Eingang herum zu zerren und zu reißen. Hope ging bald wieder zurück in die Höhle, doch Lily fuhr mit ihrem Umbau fort. Ist es ihr lästig sich rein und raus zu quetschen? Möchte sie den Eingang vergrößern? Beim nächsten Besuch werden wir ihre Arbeit untersuchen.

Hier sind die links zu Videos, die Linda Gibson von den Aktivitäten der Bären vor, während und nach Lynns und Jasons Besuch machte. Machen Sie es sich bequem, denn jedes Video dauert 20 Minuten:

VIDEO 1

VIDEO 2

VIDEO 3

Obwohl wir es nicht gesehen haben, haben viele Zuschauer kommentiert, dass Lily manchmal bläst. Blasen ist ein Zeichen der Aufregung. Könnte Lily über Hope verärgert sein je näher der Geburtstermin kommt? Wir lernen alle zusammen.

Die große Frage ist jetzt “wie viele Junge wird Lily bekommen?” Wir sind nicht die einzigen die sich diese Frage stellen, wie man am Schwarzen Brett des Klassenzimmers der Penni Grimm-storts Vorschule sehen kann:



Wir wünschten, die Höhlen-Webcam von Ted und Lucky würde zum Vergleich online übertragen. Bisher sendet sie nur zu einem großen TV Bildschirm im Ausstellungsraum des Nord Amerikanischen Bärenzentrums. Was für ein Unterschied im Verhalten. Höhlenbeobachter würden viel weniger Aktivitäten von diesen Beiden erleben, im Vergleich zu Lily und Hope.

Ted und Lucky liegen ein paar Fuss (1 ft = 30.48 cm) auseinander und verschlafen die Tage und Nächte wie gute kleine Winterschläfer. Sie müssen sich nicht um zu erwartende Junge kümmern und um die Vorbereitung der Höhle dafür. In ihren wachen Momenten stehlen Ted und Lucky gelegentlich Einstreu voneinander, aber das ist auch alles. Während sie schlafen atmet jeder von ihnen ungefähr zweimal pro Minute mit Unterbrechungen von 50 Sekunden. Wenn wir erst die Kamera von Lily und Hope richtig platziert haben, können wir vielleicht sehen, wie oft sie pro Minute atmen.

Schutz

Wir bekamen heute einen Anruf von Dennis Udovich, Präsident des Vereins der Bärenführer, der uns sagte, dass der Verein der Guides ihre Meinung geändert hätte und jetzt für den Schutz der besenderten Bären ist. Das sind sehr gute Neuigkeiten. Sie vertreten viele Jäger. Ihre Unterstützung zu haben wird die Angst vieler Beamten lindern, die alle auf der gleichen Seite haben wollen. Die Guides haben ein großes Problem. Sie wollen vermeiden, dass aus Jägern, die offene Fehler machen Kriminelle werden. Sie möchten besenderte Bären kenntlich machen. Das bedeutet für sie orange Halsbänder und bunte Ohrmarken.

Wir legen keine Ohrenmarken an. Ohrmarken bedeuteten narkotisieren und das würde Vertrauen zerstören. Wir möchten nicht, dass die Forschungs-Bären vor uns weg rennen weil sie Angst haben, dass wir sie mit der Nadel stechen. Wir möchten bunt gefärbte Ohrmarken in „haltbare offensichtliche Markierungen“ oder in „haltbare bunte Bänder“ umformulieren. Die Guides haben Bedenken, dass die Bänder verschwinden. Wir sagen, dass die sich nicht leichter lösen als Ohrmarken, die oft in Kämpfen abgerissen werden. Wir binden ihnen kurz vor der Jagdsaison lange, haltbare bunte Bänder und hatten bisher keine Probleme, dass sie verschwinden. Sogar Mütter mit Jungen behalten ihre Bänder.

Er ist großartig, dass die Guides zum Schutz aufrufen. Wir müssen nur noch die Einzelheiten herausarbeiten. Es wurden Fortschritte gemacht. Die große Frage zum Schutz ist, was als nächstes zu tun ist. Wir werden das bald wissen. Gemeinsame Schutzmaßnahmen helfen uns dabei.

Jetzt, wo wir schließen schläft Lily zu nah an der Kamera obwohl wir die schon von der vorigen Stellung zurückgeschoben haben. Zumindest hat sie die Mauer nicht umgebaut.

Danke für all Ihre Unterstützung
-Lynn Rogers und Sue Mansfield, Biologen, Wildtier Forschung Institut und Nord

Viele Grüße von
Brit
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UPDATE 11.01.2011

Mehr ‚Erstes Mal‘



Bei einem Datum wie heute würde man einige ‚Erstes Mal‘ erwarten. Eines kam um 14:34 h als wir Lily an ihren Zehenballen kauen sahen. Wir wussten, dass Bären ihre stark verdickten Sohlen und Zehenballen im Winter fressen und ihnen im folgenden Jahr neue wachsen.



Wir waren diejenigen, die die ersten wissenschaftlichen Abhandlungen über dieses Verhalten veröffentlichten. Letztes Jahr sahen wir Anzeichen dafür, dass Lily an ihren Sohlen kaute, aber nicht so eindeutig wie heute Nachmittag. Wir haben niemals einen Bären, in der Dunkelheit seiner Höhle mitten im Winter so deutlich dabei beobachten können. Heute war es das erste Mal.

Mehr über die Ablösung von Ballen

Zurück zum Winter 2000 als Lynn und Doug Hajicek von Whitewolf Entertainment die allererste Höhlen-Webcam in Whiteheart’s Höhle installierten, die nur stehende Bilder übertrug. Von einigen Bildern wurden Screenshots gemacht und die scheinen Whitehearts beim Kauen ihrer Sohle zu zeigen, wogegen das Kameravideo aus Lilys Höhle keinen Zweifel daran lässt. Lily saß mit dem Gesicht zur Kamera, hielt ihre rechte Vorderpfote hoch, und biss und zog dann an ihren Zehenballen während Hope zuschaute. Und das wurde alles mit Video aufgenommen. Wir haben einen langen Weg in den letzten 11 Jahren zurückgelegt – in der zur Verfügung stehenden Technik, unserem Verständnis von bisher unbekanntem Höhlen-Verhalten, und unserer Fähigkeit dieses Wissen mit der Öffentlichkeit zu teilen
.
Waren wir die Ersten, die dieses Phänomen der Ablösung von Fuß-Ballen? Nein. Eine Legende der Ureinwohner Amerikas erzählt, dass Bären während des ganzen Sommers Beeren in ihre Fußballen drücken und dann den Winter überleben indem sie die Kerne der Beeren aus ihren Ballen saugen und sogar die Ballen selber verzehren. Wir finden Teile von Fuß-Ballen in fäkalen Hinterlassenschaften nahe Höhlen, so gibt es einen Beweis für ihre Legende. Wir waren offenbar nicht die Ersten, die fäkale Hinterlassenschaften sorgfältig untersuchen.

Ein weiteres erstes Mal war Hopes Solo-Ausflug außerhalb der Höhle um 14:00 h. Wir arbeiteten an unserem jährlichen Forschungsbericht für die MN DNR und waren so spät dran um die Höhlenkamera auf die PTZ Kamera zu stellen um zu sehen, was Hope draußen macht (wir danken Doug Hajicek für den „Weckruf“). Die PTZ Kamera geht, wenn sie aktiviert wird, durch einen Bewegungsablauf. Wir bekamen Hope flüchtig zu sehen als die Kamera zu ihr schwenkte – doch sie war schon in die Höhle geschlüpft bevor die Kamera anhielt. Wir schalteten schnell zurück auf die Kamera in der Höhle. Leider wissen wir jetzt nicht, was sie draußen gemacht hat. Suchte sie Weintrauben, die vom gestrigen Besuch übrig geblieben wären? Musste sie ihr Geschäftchen machen? Wenn ja, dann werden wir Anzeichen dafür finden im Fall wenn wir zu den Höhle zurückkehren.

Als wir das rührende Mutter-Junges-Zusammensein heute Nachmittag zwischen Lily und Hope beobachteten wurden wir an die vielen Webstore-Einkäufe von Lily und Hope Fans im letzten Jahr erinnert, die den Kauf dieser Höhlenkamera überhaupt möglich machte. Ohne Ihre Unterstützung wäre nichts davon möglich gewesen. Durch Ihre Einkäufe wurde auch die Finanzierung der weiteren lehrreichen Projekte mit ihren Schwarzbär-Gehäusen ermöglicht. Wie können wir anfangen Ihnen zu danken?

Mit all den 1-ern im heutigen Datum wäre es doch möglich, dass wir innerhalb von 11 Tagen neue Junge sehen. Der 22. Januar ist Hopes Geburtstag und wir schätzen, dass Lilys zweiter Wurf eher kommen könnte.

Danke für all Ihre Unterstützung.
-Lynn Rogers und Sue Mansfield, Biologen, Wildtier-Forschung-Institut und Nord Amerikanisches Bärenzentrum.

Viele Grüße von
Brit
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UPDATE 12.01.2011

Ruhiger Tag mit Spannung



Lily und Hope waren an diesem milden Tag (18F = -7,8°C) ziemlich träge, obwohl das bedeuten könnte, dass sie sich ausruhen für einen neuen Kraftakt. Viel Nuckeln von Hope aber nicht die Aktivitäten die wir gestern erlebt haben. Wir wissen nicht, ob Hope eigentlich Milch bekommt, aber wir wissen, dass Bärenjunge nuckeln wollen, egal was. Die Töne die sie von sich gibt bedeuten sehr wahrscheinlich nuckeln, doch das ist alles was wir sagen können. Bärenjunge geben manchmal diese Töne von sich, wenn sie warm und zufrieden sind, aber wir haben nie eine verlängerte Version davon gehört außer beim wirklichen Nuckeln. Wie sollten wir diesen Ton erklären? Motorenähnliches Brummen beschreibt es und wird oft verwendet. Manche nennen es Kinderlaute. In der Arbeit von Peter G. Owen, M & Rogers, L.2007 Brummen/Summen der Bären: eine eigentümliche nachhaltige Stimmgebung bei Säugetieren. Acta Theriologica 52: 379-389, wir nennen es einfach brummen/summen. Wie immer wir es nennen, der Ton ist den Lily Fans so vertraut, dass wir alle wissen wovon wir reden. Tatsächlich, wenn es um das Verhalten der Schwarzbären in Höhlen geht, sind wir Lily Fans die Top-Experten in der Welt. Vor den Höhlenkameras konnte niemand ungestörtes Verhalten beobachten.

Als wir dies schrieben hat Hope die Höhle verlassen. Wir fragen uns, was sie draußen macht, doch arbeitet die PTZ Kamera nachts nicht. Wir beobachteten Lily sich kratzend und putzend alleine in der großen Höhle. Endlich kam Hope zurück und fing unmittelbar danach an zu nuckeln.

Eine andere Frage ist, warum Lily sich so viel kratzt. Hat sie Flöhe? Nicht wahrscheinlich. Flöhe sind bei Bären ungewöhnlich, obwohl schon davon berichtet wurde. Wenn Sie auf die lange Seite klicken, ist die Flohinformation auf S. 42

Die Unschärfe der Kamera in der Nacht wurde erwähnt. Wir glauben, dass Staub auf der Linse das Infrarot licht nachts beeinträchtigt. Wir hoffen dass Lily oder Hope den Stau bald weglecken. An einem der nächsten Tage möchten wir zu der Höhle gehen und die Kamera etwas zurücksetzen und die Linse säubern. Die Art und Weise wie die Kamera mit vielen großen Gummibändern gesichert ist, klingt das zu machen schlimmer als es ist. All die Bewegung in der Höhle und das Bewegen des 8-foot Röhre in dem die Kamera ist lässt sich die Bären wundern was los ist. Wir möchten so weit wie möglich der Höhle fern bleiben, so dass wir wissen, dass das was wir sehen nicht durch Besuche stattfindet.

Vom Nord Amerikanischen Bären Zentrum berichtete ‚Donna Andrews, dass Honey ihre Fußballen heute gebissen hat genau wie Lily das gestern im Video aufgenommen von Linda Gibson getan hat.

Danke für alle Ihre Unterstützung
-Lynn Rogers und Sue Mansfield, Biologen, Wildtier-Forschung-Institut und Nord Amerikanisches Bärenzentrum.

Viele Grüße von
Brit
http://www.worldofanimals.de




UPDATE 13.01.2011

Action


Hope und eine Menge Einstreu in dem das Sender-Halsband, das Lily entfernte, versteckt ist

Nach einem recht ruhigen Tag gestern in der Höhle, lieferten sich Lily und Hope die lebhaftesten Spielereien, die wir jemals in einer Höhle gesehen haben. Es geschah kurz nach 13 h. Wir hätten niemals erwartet solche Spiele im Januar in einer Höhle zu sehen. Welchen Nutzen hat dieses Spiel, das es wichtig genug ist Energie zu verschwenden, solange es kein Futter gibt. Warum spart Lily ihre Energie nicht um Milch zu produzieren? Wie wenig verstehen wir von Bären? Wie viele Experten würden das vorausgesagt haben? Die Höhlenkamera zeigt uns Verhaltensweisen, die niemand je gesehen hatte und die niemand vorausgesagt hätte. Niemand könnte zu der Höhle von Wildbären gehen und Spiele wie diese sehen. Die Bären würden das Kommen hören und am Eingang auf Gefahren lauern.


Der Anfang vom Ende. Das Sender-Halsband rutscht über ein Ohr

Als das Spiel begann hatten Lily und Hope schon unsere Aufmerksamkeit. Lilys Sender-Halsband war halb offen – vor einem Ohr und hinter dem anderen. Sie beachtete das nicht. Während dem Spielen mit Hope fiel es um 13:07h einfach herunter. Sie hat es nicht mit der Tatze heruntergezogen. Um 13:12 h hatte sie es ganz schön zerfetzt, doch eine spätere Kontrolle zeigte, dass es immer noch sendet
.
Wir organisierten einen schnellen Ausflug zu der Höhle um das $ 250 Halsband zu retten. ‚Wir überlegten ihr ein anderes anzulegen, aber beschlossen dann, dass, wenn Lily kein Halsband tragen möchte sie auch keines tragen muss. Sie geht so schnell nirgendwo hin. Im Frühjahr werden wir ihr ein neues anlegen bevor der Schnee schmilzt. Im Falle dass sie vorher weggeht wegen Überschwemmung oder aus einem anderen Grund, möchten wir ihr ein neues Halsband für eine leichtere Verfolgung umlegen bevor der Schnee zu sehr schmilzt.


Lily und Hope knabbern gemeinsam an Lilys Sender-Halsband

An der Höhle richteten wir die Kamera wieder aus, zogen sie etwas zurück. Wir säuberten die Linse so gut wir in dem Moment konnten.

In der Zwischenzeit fütterten wir Lily mit Weintrauben, eine nach der anderen um sie beschäftigt zu halten während wir an der Kamera arbeiteten und versuchten das Sender-Halsband in der Höhle zu finden. Das Halsband war nicht da wo wir es gesehen hatten bevor wir aufbrachen. Wir versuchten es mit einer Harke zu orten, aber Hope ließ uns wissen, dass ihr das nicht gefiel. Ihre drohende Reaktion entlockte bei Lily die gleiche Reaktion, die bereit war ihr Rückendeckung zu geben oder sie zu verteidigen für den Fall dass Hopes Gepolter die Reaktion auf Gefahr war. Lily zeigte uns sofort und energisch ihre Gefühle in diesem angespannten Moment. Sekunden später nahm Lily sanft und ruhig eine weitere Weintraube. Sie hatte auf Hopes Angst reagiert, beurteilte die Situation als vertraut und ungefährlich, und beruhigte sich – alles innerhalb weniger Sekunden. Kein Problem.


Mit jedem Schneefall biegen sich die Bäume ein bisschen mehr auf dem Weg zur Höhle

Heute schickten wir unseren jährlichen Forschungsbericht zur Minnesota Abteilung für Naturvorkommen die unsere Forschungarbeit bewilligt. Es noch ein letztes Mal durchlesend, waren wir noch einmal überwältigt welchen Unterschied Lily und Hope Fans im letzten Jahr gemacht haben.


Sue Mansfield macht Videoaufnahmen von Lily. Die Höhlenkamera-Röhre ist im Vordergrund.

In diesem Zusammenhang schreibt Sue Mansfield wie verrückt Spendenbescheinigungen, sowie Dankesbriefe für Spenden von über $ 100 oder mehr an das Institut für Wildtier Forschung, und sie ist überwältigt von Ihrer Großzügigkeit. Danke. Nancy Krause schickt die Dankesbriefe im Namen des Nord Amerikanische Bären Zentrums. Was Sie alles für beide Organisationen möglich gemacht haben.

Heute kam Sue Gottscho’s wunderschönes Album an wie Sie ihre Höhlentage letztes Jahr verbracht haben. Titel HöhlenTage 2010, Erinnerungen von den Facebook Fans von Lily dem Schwarzbär, es ist ein braunes Lederalbum mit 432 herzerweichenden Geschichten von Ihnen. So viele bekannte Namen. Irgendwie ist es ein Familienalbum – geschichtlich – und eine weitere schöne Ergänzung zu der wachsenden Lily und Hope Ausstellung im Nord Amerikanischen Bären Zentrum. Ein 71 seitiges Kleinod. Danke, Sue.

Danke für all Ihre Unterstützung.
-Lynn Rogers und Sue Mansfield, Biologen, Wildtier-Forschung-Institut und Nord Amerikanisches Bärenzentrum.


Viele Grüße von
Brit
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Viele Grüße von
Brit
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Lily und Hope gehören zur Familie des 21 Jahre alten Shadow. Den Stammbaum kann man hier verfolgen:

Stammbaum der Shadow-Familie

Lily hat 120,000 Fans bei Facebook!

Schwarzbär Lilys Facebook Seite


Viele Grüße von
Brit
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UPDATE 14. Januar 2011

Die Dinge laufen nicht wie geplant


Lily recht ihr Einstreu

Viele von Ihnen kennen das schon vom unterbrochenen Ton, der schlechten Tonqualität und jetzt heute das gleiche wieder. Jason ging hinaus zum WLNH-TV Schuppen um ein neues Gerät auszuprobieren um den Ton zu verbessern, doch gab es keine Verbesserung, so dass wir jetzt wieder beim alten Ton sind mit seinem (mittlerweile) vertrauten „Zischen“. Der Lastwagen blieb stecken und Jason musste ihn stehen lassen und mit dem Schneemobil viele Meilen zurück zur Forschungsstation fahren. Morgen werden Charlie und er schauen, was sie tun können um ihn wieder frei zu bekommen. Dinge laufen oft nicht wie geplant.

Lily und Hope schienen heute weniger aktiv als gestern zu sein, während wir die Tage bis zu Hopes Geburtstag zählen. Wird Lily an dem Tag in diesem Jahr entbinden? Es sind nur 8 Tage bis dahin. Wir beobachten ob es irgendwelche Anzeichen von Geburtswehen gibt, aber bisher konnten wir nichts bemerken.

Ein Fernsehsender in Sacramento, Kalifornien, wird am Sonntagmorgen um 6:40 h, Sacramento Zeit (Central time) ein 5-.Minuten Skype-Interview über Lily und Hope ausstrahlen. Das Programm ist Goodday Sacramento und wird von Cody Stark moderiert. Er ist zugegebenermaßen ein süchtiger Lily Fan. Er wird die Höhlenkamera vorstellen. Die Webseitenadresse ist www.gooddaysacramento.com für den Fall, dass es online übertragen wird (was wir nicht wissen).

Vor einigen Monaten hat National Geographic Interesse gezeigt „Die Bärenfamilie und Ich“ auf ihrem TV Kanal zu zeigen. Es ist möglich, dass durch Drängen von Lily Fans das vorangetrieben werden kann. Wir möchten wirklich gerne, dass das in Amerika gezeigt wird.

Danke für all Ihre Unterstützung.

—Lynn Rogers and Sue Mansfield, Biologists, Wildlife Research Institute and North American Bear Center


Viele Grüße von
Brit
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