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Thema: Vergesellschaftung ::: Zusammenfassung


Querverweise zu Gerbils-Crossing:

Vergesellschaftung Grundsätzliches

Vergesellschaftung Erfahrungsbericht

Einzelhaltung oder Vergesellschaftung - Entscheidungshilfe

Eine Eingliederung / Vergesellschaftung ist in verschiedenen Situationen notwendig:

    eine Maus ist gestorben, eine neue Maus soll dazu kommen
    man hat eine "Einzelmaus" bekommen, die nicht alleine leben soll
    bei Streitereien nach dem Freilauf
    bei Eingliederung nach einer mehrtägigen Isolation wegen Krankheit
    bei Kämpfen um die neue Rangordnung (häufig im Alter von 2 Jahren)

Dazu verfährt man üblicherweise nach 2 unterschiedlichen Methoden:

1) Zusammenführung auf neutralem Boden (siehe Transportbox-Methode)
2) vorsichtige Eingliederung im Lebensbereich vorhandener Mäuse (Trenngitter-Methode)



Verfasser: Iome (27.11.04)

'Vergesellschaften' nennt man das 'Aneinandergewöhnen' von sich einander fremden oder fremdgewordenen Rennmäusen. Eine Vergesellschaftung ist manchmal auch zwischen Geschwistern notwendig, wenn sie mehr oder weniger lange von einander getrennt waren oder nach einem Auslauf 'anders riechen', als vorher, und am Geruch nicht mehr als 'sippenzugehörig' erkannt werden.

Im Prinzip gibt es 2 Methoden der Vergesellschaftung.
1. Kleinraummethode (transportbox)
2. die Trenngitter / Käfigtausch - Methode

Diese 2 Methoden kann man aus unterschiedlichen Gründen anwenden.

1. Kleinraummethode



Ich z.B. empfehle wenn man 2 junge Mäuse hat aus unterschiedlichen Handlungen / Züchtern wo auch immer, die Kleinraummethode zu versuchen. Man kann sie auch versuchen wenn sich die eigenen Rennmäuse mal zerstreiten und sie mal ein paar stunden in ner nackigen kleinen TB bei Wasser und Brot sozusagen ausnüchtern lassen.
Man nehme eine Transportbox oder eine Schachtel, die hoch genug ist, gebe etwas Heu hinein (frisches, das noch nach keinem der beiden riecht natürlich!) und sonst nix. dann beide Mäuse möglichst gleichzeitig (!!!) hineinsetzten und mit Lederhandschuhen abwarten. da muss man sicher 1-2 stunden mal vollkommen aufmerksam daneben sitzen ... aber in der TB würde ich sie auf jeden Fall stunden bis einen tag (aber immer unter Aufsicht!) lassen.

2. Trenngittermethode



Wenn man ältere Rennmäuse aneinander gewöhnen will oder die Kleinraummethode nicht funktioniert:

Man teile ein Aqua/Terra/einen Käfig mittels einer Gittertrennwand (ich würde sich zweilagig machen damit sie nichts durchstecken können, dass der andere dann abbeißen kann. jeder bekommt eine Hälfte des Aquas und da lässt man sie mal ein paar tage drin. Dann tauscht man Plätze mit ihnen (ich empfehle auch immer etwas eigenes Streu mitzugeben). Das ganze macht man alle paar Tage immer hin und her und irgendwann kann man sie dann in einen neutralen kleinen Käfig (siehe Kleinraummethode) zusammenlassen. Rest siehe oben.

Es kann passieren dass sie sich dann noch immer nicht wollen. Dann kann man es noch mal mit dem Trenngitter versuchen und sozusagen von vorne anfangen

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Zuletzt bearbeitet: 02.10.15 00:46 von Administrator




Verfasser: Iome

Anmerkung:

Das Gedächtnis von Rennern ist nicht sehr gut ausgeprägt. Fährt man zum Beispiel mit NUR EINER Rennmaus zum TA und die Tiere sind für 3 Stunden getrennt, kanns schon geschehen, dass die Rennmäuse sich fremd werden.

Also: Es hat KEINEN sinn die Kleinraummethode in der TB immer wieder zu probieren (1x pro woche) wenn man die Mäuse zwischenzeitlich komplett trennt und sie keinen Kontakt haben können!

Der Sinn der Trenngittermethode ist es, solange die Gerüche auszutauschen ect, bis die vergessen haben dass sie sich ja gar nicht kennen! Aber gleichzeitig eben zu verhindern dass sie sich gegenseitig umbringen. Es ist daher wichtig Streu auszutauschen wenn man die Mäuse tauscht ... also ich mein .. wenn ich die Maus in die andere Hälfte setze, nehme ich auch gleich ein bisschen Streu von der anderen Seite mit und umgekehrt. So hat die Maus die ich grad rüber gesetzt hab nicht ganz so das Gefühl in ein fremdes Revier zu plumpsen und die Gerüche der Mäuse vermischen sich besser


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Zuletzt bearbeitet: 02.10.15 00:43 von Administrator




Verfasser: Iome (23.05.05)



Bitte keine irgendwie riechenden Sachen verwenden um Rennmäuse aneinander zu gewöhnen .. kein Parfum, kein Alkohol, kein irgendwelchen Öl .. gar nix ..
Die haben extrem empfindliche Näschen ... das klappt nicht auf Dauer. Tus bitte nicht!



Wegen einer Nachfrage zur Übertragung von Eigengeruch

Wenn während der Vergesellschaftung der Eigengeruch einer Maus auf eine andere übertragen werden soll, verfahre ich so:

Die Duftdrüse bei der Rennmaus befindet sich am Unterbauch. Oft ist der Bereich um die Duftdrüse ganz gut an der Verfärbung des Fells durch das talggähnliche Sekret zu erkennen.

Ich habe das ganz unkompliziert gemacht indem ich die 'duftspendende' Maus mit dem Unterbauch leicht über den Rücken der zweiten Maus streifte (mehrmals). Dazu hatte ich je eine Maus in einer Hand.

Übrigens vermittelt man mit dieser Przedur einer evtl. Partnermaus des 'empfangenden' Tieres auch eine 'Geruchsprobe' der später zu vergesellschaftenden Maus.

Eine Beobachtung der 'Empfängermaus' nach dem Zurücksetzen zur evtl. Partnermaus ist ratsam. Schließlich kommt für die Partnermaus etwas fremd Riechendes in die gewohnte Umgebung.

<º)()))))<<
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Wie baue ich ein Trenngitter?

Man braucht: Holz, Draht (mit ca 1cm maschen),Elektrotacker, Schrauben oder Leim (natürlich nicht giftig),Seitenschneider

Als erstes misst man die Breite des Aquas/Käfig/Terrarium und dann die Höhe. Als zweites sägt man sich das Holz zurecht(8 Holzteile),(nicht genau die Maße des Aquas.. nehmen). Man baut dann 2 Rahmen aus dem Holz, als nächstes schneidet man sich den Draht zurecht so das er auf den Rahmen passt, tackert ihn fest und zum Schluss kommt der 2te Rahmen auf das Gitter. So das sich das Gitter zwischen den beiden Rahmen befindet. Die beiden Rahmen entweder zusammen kleben oder schrauben.

Fertig ist das Trenngitter.



Mfg
Jenni mit ihren 7 Rennern: Snoopy,Sniffy,Speedy,Sonny,Filou,Spike und Angel
Wir vermissen dich Krümel
http://www.jennisrennmaeuse.de.tl

Zuletzt bearbeitet: 18.05.08 12:22 von snoopymaus


Hallo...
ich bin durch zufall auf die Seite gestoßen ich hab seit Samstag eine kleine junge Wüstenrennmaus und wollte mir heute eine zweite holen damit die eine nicht so alleine ist, ich hab ein Weibschen und wollte noch ein Weibschen jetzt ist das Problem das die aus der Zoohandlung meinte man kann keine Weibschen zusammen halten sie würden sich nicht vertragen dabei kommen die glaub ich aus einem Wurf die Babys und sie meinte ich sollte mir ein Männschen holen und die jungen kann ich bei denen abgeben aber wenn es Geschwister sein sollten dann ist das ja inzucht und außerdem will ich nicht das meine weibschen dann von dem männschen ständig bedrängt wird und schwanger wird des geht ja nicht das ist ja kein Leben ich will das es meine Maus gut hat jetzt wollte ich fragen ob zwei Weibschen sich wirklich nicht verstehen??? Oder mir wurde was von kastration gesagt aber bei so kleinen Mäusen???



Natürlich verstehen sich 2 Weibchen...da kann man mal wieder sehen das Tierhandlungen teilweise keine Ahnung haben. Und dann das mit dem Männchen dazu setzen, ist für Anfänger absolut ungeeignet, und wie du schon sagst wär die Maus dann eine Wurfmaschine, das hält sie auf dauer nicht aus.
Natürlich muss man die neue Maus mit der alten vergesellschaften, denn sie kennen sich ja nicht. Auch wenn sie aus einem Wurf stammen - wenn sich Renner ein paar Stunden nicht sehen bzw. riechen, kennen sie den anderen nicht mehr.
Mein Rat: kauf dir ein Weibchen, und lies dir hier auf der HP die Seiten zur vergesellschaftung durch.



Super ich danke dir weil ich hatte mir schon Sorgen gemacht weil ich meine Maus nicht alleine lassen wollte sie hat zwar mich aber ich bin ja kein Artgenosse der sie versteht ... mit dem vergesselschaften les ich mir nochmal alles genau durch und dann kann ja nichts schief gehn ...



Hallo! ich habe eine frage:
also, ich habe mir vor einem 3/4 jahr 3 rennmäuse (2 geschwister, und ein nicht verwandter) gekauft. sie waren bereits in der zoohandlung in einem käfig und wurden bei mir zu haus ein herz und eine seele. nun war ich für 4 tage weg und mein bruder hat sie gefüttert und gestreichelt, sich halt um sie gekümmert.
als ich wiederkam, war die nicht verwandte maus tot. da eine der anderen mäuse und die tote bissspuren aufwiesen, bin ich zu dem schluss gekommen, dass sie gekämpft haben und eine dabei gestorben ist.
nun wollte ich 2 neue mäuse mit ihnen vergesellschaften, bin mir aber nicht sicher, ob ich das wirklich tun soll - ich will nicht, dass die maus wieder anfängt zu kämpfen. oder hatte dieser kampf vlt. was mit dem fremdgeruch meines bruders zu tun? bitte helft mir!



Gruppen, die grösser sind als 2 Tiere, brechen leider oft auseinander. Lass die beiden Geschwister zusammen (ich hoffe, die sind gleichgeschlechtlich? Ansonsten ist eh alles anders).

Verwandtschaftsverhältnisse haben übrigens oft überhaupt keinen Einfluss auf das Verhalten und die Verträglichkeit von Rennern, aber, wie du schon vermutet hattest, fremde Gerüche können Dinge auslösen, die vielleicht vorher nur latent vorhanden waren.

(Nebenbei: Da das hier ein Wissenssammlungs-Thread ist, werde ich unsere Postings in absehbarer Zeit löschen oder aber falls sich etwas Wichtiges darin ergibt, das noch nicht weiter oben steht, in die anderen Beiträge integrieren.)

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see the animal in his cage that you built?
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better not look him too closely in the eye...
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WICHTIG:
Es kursieren leider immer wieder "supergute Tips" und "Vergesellschaftungen mit garantiertem Erfolg", so wie z.B. die Mäuse in Wasser zu werfen und so lange darin schwimmen zu lassen, bis sie erschöpft sind, denn "anschliessend kuscheln sie so friedlich miteinander" oder andere Methoden, bei denen die Umwelt der Mäuse massiv tierfeindlich verändert wird.

BITTE BITTE NIE SO ETWAS MACHEN.

Die Mäuse geraten in Todespanik. Die "Vergesellschaftung" "klappt" nur, weil die Mäuse viel mehr mit ihrer existentiellen Bedrohung und der anschliessenden Erschöpfung zu tun haben als mit der Tatsache, dass ihnen ein Fremder gegenübersteht.

DAS IST ALLES ANDERE ALS GESUND!

Seid den Tieren gegenüber fair und nehmt eine richtige Vergesellschaftung in Kauf! Auch wenn sie lange dauert und stressig wirkt: Für die Tiere ist sie besser.
Tricks bringen selten bis nie etwas! Meistens schaden sie den Mäusen nur.

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Zuletzt bearbeitet: 27.10.08 11:00 von Elen


stimmt, tierhandlungen haben wirklich nicht immer die meiste ahnung und ich bin froh und dankbar das es so ein tolles forum gibt, lege nämlich inzwischen in vielen bereuchenmehr wert auf ein informelles, unabhängiges forum als auf die meinung eines einzelnen "verkäufers"
ich stand nämlich vor dem problem das unsere kleine teddy (noch kein jahr) plötzlich durch den tot unserer schoko (gleichalt gewesen) alleine war und sie sollte nicht alleine bleiben. also, hab ich mich hier erstmal durch die seite und das forum gewühlt, dadurch dauerten sämtliche überlegungen dann eine gute woche, und bin am montag in den zoohandel gefahren um wieder eine rennmaus zu kaufen, der verkäufer fragte ob wir schon eine hätten... ja, haben wir... prompte antwort: das geht nicht, die werden zu kannibalen... ich dem rotzfrech ins gesicht gesagt das es gehen kann, meine nachbarin hat das nämlich auch schon durch - von dem forum hier hab ich nix gesagt, muss den ja nicht weiterbilden wenn der mir so überheblich daherkommt...
zu unserer teddy haben wir nun seit montag eine kleine krümel, haben es mit der käfigtrennmethode gemacht, also montagabend kamen beide erstmal ins terrarium das durch ein gitter geteilt war, echt lustig wie die beiden versucht haben durch die gitter zu kommen (das trenngitter haben wir aus den einzelteilen des freigeheges zusammengebaut), gestern (dienstag) wollte meine tochter dann die seiten wechseln und hat eben beide mäuse auf sich rumlaufen lassen, nix passierte, die beschnuppeten sich nur... da hat sie beide dann erstmal zusammen in die transportbox gesetzt, war sich dann aber nach ner halben stunde noch nicht ganz sicher und weil sie ja über nacht keiner von uns beobachten konnte haben wir sie erstmal wieder in ihre "einzelabteile" gesetzt, heute hat sie beide wieder in der transportbox und jetzt liegen sie da zusammengekuschelt und schlafen ;-) was mich sehr erfreut.
ich danke euch für all eure vielen hilfreichen tips und ratschläge, werde natürlich sowie ich beide im terrarium richtig zusammenhabe rotzfrech beim "verkäufer" anrufen und fragen ob sie nicht nen job für mich haben *lol* und euch halte ich auf dem laufenden wie unsere beiden süssen mäuschen miteinander klarkommen



@Teddyannu finde ich zwar schön, was du schreibst, aber es ist am falschen Ort hier wird nur Wissen gesammelt, nicht diskutiert, wie in allen festgepinnten Threads.
Werde den Beitrag deshalb trotzdem irgendwann löschen - nur damit du vorgewarnt bist und weisst, wieso das passiert. Falls du daraus eine Diskussion machen willst, schreib mir, dann trenne ich das Thema auf und mache deinen Beitrag zu einem komplett neuen Thema.

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@ elen: sorry, das wusste ich nicht das es der falsche thread ist, hab halt den thread gelesen und ddarauf dann halt geantwortet. wenn ein beitrag dann also gelöscht ist weiß ich bescheid ;-) danke das ihr hier so aufmerksam seid, gibt foren da geht es leider nicht so ordentlich zu
nein, brauchst den beitrag nicht zum neuen thema machen, ich schreib dann nochmal einen neuen beitrag wenn ich vllt. auch mal ein bildchen von den beiden kuschlern habe.
knuddelgruß



Hallo Mäusefreunde,

ich bräuchte dringend mal einen Rat!

Meine drei Weibchen (1 Jahr, 9 Monate) haben sich vor 2 Tagen zerstritten, bzw. die schwarze hat die Braune blutig gebissen. Jetzt sitzt die schwarze allein, was mir natürlich sehr leid tut - aber die Braune sieht immer noch sehr zittrig aus, hat auch in letzter Zeit ziemlich abgenommen...

Ist eine Wieder-Vergesellschaftung trotzdem das Beste?!?

Viele Grüße und danke für Tipps!!

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Hier darf jeder seine Meinung sagen, wilde Thesen aufstellen und behaupten Rennmäuse stammen vom Mars. Kein Problem, solange man niemanden persönlich angreift! Antworten sollen sich auf den Beitrag beziehen, nicht auf den Autor! Der Ton macht die Musik