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Thema: Zucht + Inzucht ::: Zusammenfassung


Zusammenfassung + Übersicht

Fragen, Antworten, Kommentare und Meinungen zu Zucht, Inzucht und Aufzucht


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give a man a fish, help him for a day,
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Zuletzt bearbeitet: 29.04.08 16:23 von Administrator




Autor: Netti

Inzucht

Da Iome mich dazu angeregt hat, meinen Inzuchts-Thread wieder neu zu öffnen, hab ich mir mal die "Mühe" gemacht und ihn bei der Suche gesucht, konnte aber leider nicht drauf antworten oder sonst was (geschlossen?)... Deswqegen hab ichs einfach nur kopiert und mach es nochmal neu auf. ;-)

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Also, zur eigentlichen Sache:
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Da ich immer wieder miterlebe, wie viele Leute keine Ahnung von Inzucht haben, habe ich mir die Zeit genommen, einen Text zu erstellen, der eigentlich gut verständlich sein sollte und auch manche zum überlegen und richtigem Handeln animieren soll.

Deswegen bitte ich euch, diesen Text gründlich zu lesen und ihn euch zu Herzen nehmen.

Fangen wir nun an. ;-)

Generell stammen alle unsere Mäuse aus Inzucht ab. Alle Farben (ca. 40 Stck.) die wir so schön bewundern dürfen, gibt es nur, weil Inzucht betrieben wurde.
Die Stammfarbe heisst Agouti (Wildfarbend) und so sehen auch die Rennmäuse in der Natur aus. Denn ein weißes Fell in der Mongolei ist nicht grade vorteilhaft. ;-)

Was ist Inzucht überhaupt?
Inzucht ist das verpaaren verwandter Rennmäuse; Bruder+Schwester, Papa+Tochter, Cousin+Tante-Schwester des Vaters/der Mutter etc.

Was passiert bei Inzucht?
Bei Inzucht, wenn verwandte Rennmäuse sich paaren, entstehen genetische Defekte, die Behinderungen beim Nachwuchs erzeugen. Diese Defekte sind unter anderem

Knickschwanz, verkrüppelte Vorderpfötchen, kurze Lebensdauer Rennmäuse in freier Natur werden ca 6 Jahre alt, unsere wenns gut geht ca. 4 Jahre schwaches Immunsystem, Agressivität, innerliche Behinderungen also Behinderungen der inneren Organe drei Augen/ein Auge, und noch vieles mehr

Oft sieht man es Rennmäusen nicht an, dass sie aus Inzucht stammen, deswegen wird auch oft gesagt/geschreiben, dass es kein Problem ist, Bruder und Schwester (etc.) zusammen zu halten. Die Defekte können unter anderem auch erst Generationen später auftreten.

Leider werden oft diese Inzucht-geschädigten Rennmäuse einfach in Zoohandlungen abgegeben, hauptsache, man selbst hat damit keine Sorgen mehr.

Jedoch wird dabei oft viel zu wenig an die Rennmäuse gedacht. Denn in vielen Zoohandlungen werden die Rennmäuse einfach zusammen gesetzt, Männchen und Weibchen. Somit verbreitet sich die Inzucht also mehr.
Ahnungslose Kunden, kaufen sich Rennmäuse und wissen nicht, dass die Verkäufer, die selber keine Ahnung haben ihnen evtl. Bruder und Schwester gegeben haben die nach meinem Beispiel sowieso schon aus Inzucht stammen.
Diese beiden paaren sich dann wieder und es entstehen noch mehr Inzucht-Babys. Und wieder werden sie an eine verantwortungslose Zoohandlung abgegeben und der "Inzucht-Kreislauf" geht weiter.

Nicht jede Zoohandlung ist so, es gibt auch Ausnahmen, doch aus Erfahrung, kann ich davon sprechen, dass es eher die negativen Zoohandlungen sind, die den Markt beherrschen.

Manche Menschen wollen ihre Tiere auch nur einmal werfen lassen und achten dabei nicht darauf, ob die Renner verwandt sind oder nicht. Und dann kommen die Inzuchtkranken Renner in die Zoohandlung wo es dann wieder von worne los geht. Manche züchten auch auf Teufel komm raus auf neue/bestimmte Farben und dabei wird nur Inzucht betrieben, damit die Gene nicht verloren gehen.

Was kann man gegen Inzucht tun?
Eigentlich gar nichts. Es gibt viel zu viele verantwortungslose Menschen, die es sich einfach machen wollen und die Tiere in Zoohandlungen abgeben.
Um die Inzucht wenigstens einzudämmen kann man folgendes machen:
    Niemals ahnungslos sein, sprich: man sollte sich vorher informiert haben wie man M und W unterscheiden kann.

    Die Verkäufer der Zoohandlung/die Mitarbeiter im Tierheim/den Züchter genauestens "studieren", ob er/sie Ahnung hat.

    Eine Vereinbarung treffen, dass man die Tiere auch wieder zurück geben kann, falls man merkt, doch ein Paar gekauft zu haben.

    Nur mit Tieren züchten, bei denen man sicher ist, dass in den ganzen Generationen keine Erbkrankheiten aufgetreten sind.

Falls es zu Inzucht-Babys kommt, diese niemals an den Verkäufer/die Verkäuferin zurück geben --> Inzucht-Kreislauf beginnt von vorne.
Für die Babys lieber selber ein Zuhause bieten oder Abnehmer finden, die darüber informiert sind, dass es Inzucht-Tiere sind.

So, ich hoffe ich habe damit einigen Menschen geholfen, die davon keine Ahnung hatten oder denen selbst so etwas passiert ist. Und ich hoffe auch, dass ich einigen Menschen damit die Augen öffnen konnte.

Ich wollte dieses Thema ansprechen, weil ich es einfach nicht mit ansehen will, dass es weiterhin ahnungslose und verantwortungslose Menschen gibt, die diesen armen Tieren nichts gutes tun.
Viel zu viele Menschen machen sich nicht wirklich Gedanken um ihre Tiere doch, wer sich ein Tier anschafft sollte darüber informiert sein und die Verantwortung dafür übernehmen.

Natürlich gibt es Inzucht nicht nur bei Rennmäusen, das sollte auch klar sein.






Autor: Wilhelm

Das Problem der Inzucht hat natürlich auch einen geschichtlichen Hintergrund! Rennmäuse gehören ja nicht zu den Tieren, die im Laufe der Evolution aus dem Wildleben langsam in die Gruppe der Haustiere wechselten wie Hunde od. Pferde. Wenn meine Informationen stimmen, gibt es dazu folgenden (eigentlich zeitgeschichtlich sehr jungen) Hintergrund (siehe GC Allgemeines / Grundwissen):

Die früheste Erwähnung von Rennmäusen findet man im Jahr 1866. Ein Pater (oder Geistlicher) mit dem Namen Armand David, schickte "gelbe Ratten" aus Nordchina zum naturkundlichen Museum in Paris (Musée d'Histoire Naturelle). Man nannte sie "Meriones Unguiculatus". Dieser lateinische Name bedeutet "Kämpfer mit Klauen".

Populär wurden Gerbils in den USA nach 1950, als Rennmäuse zu wissenschaftlichen Zwecken aus der Mongolei importiert wurden. Beinahe alle Rennmäuse, die als Haustiere gehalten werden, stammen von jenen 40 Mäusen (20 Paaren) ab. Nach Europa kamen Rennmäuse als Haustiere im Jahr 1964 aus den Vereinigten Staaten.

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Grundsätzlich geht es ja um die Zucht gesunder Rennmäuse, Vermeidung von genetischen Defekten und den gesteuerten Ausschluss der Vererbung von Fehlern, bei Mäusen die auf Grund ihres Gesundheitsstatus besser nicht zur Zucht eingesetzt werden sollten.

Wenn hier von Verhinderung der Inzucht gesprochen wird, sollte man als Züchter zu allererst mal die "Rückkreuzung" vermeiden. Im schlimmsten Fall bedeutet das, dass der Vater die Töchter schwängert od. die männlichen Nachkommen die Mutter begatten. Die nächste, nicht minder schlimme Stufe wäre die Weiterzucht mit Geschwistern. Beabsichtigt oder unbeabsichtigt kommt es leider immer wieder zu solchen Paarungen. Sei es weil die Tiere nicht nach Geschlechetern getrennt werden oder zu lange mit den Eltern im Käfig verbleiben.

Ein guter Züchter macht bei der Abgabe von Jungtieren auch die neuen Besitzer auf den Umstand aufmerksam, das ein gemeinsamer Transport der vorher sorgsam nach Geschlechtern getrennten Tiere, alles wieder zunichte machen kann. Selbst wenn die Abgabetiere zur Zucht verwendet werden sollen, sind sie uU nicht alt genug. Geschlechtsreife bedeutet nicht auch Zuchtreife. Genetische Defekte / Erbfehler (fallen zwar nicht in die Kategorie Inzucht) kann man bei gesunden, zuchtreifen Mäusen eher ausschließen.

Stammbaum und Zuchtbuch sind hier sicher eine gute Hilfe und sollten zum Pflichtprogramm eines Züchters gehören. Ich selbst züchte nicht, kenne aber diese Praktik aus meiner Zeit als eingetragener Züchter für Papageien. Ganz nebenbei bemerkt: Der Kreisveterinär hatte damals bei seinen Besuchen auch ein waches Auge darauf.






Autor: Sonnenschein

Netti:

Was passiert bei Inzucht?
Bei Inzucht, wenn verwandte Rennmäuse sich paaren, entstehen genetische Defekte, die Behinderungen beim Nachwuchs erzeugen. Diese Defekte sind unter anderem


Das ist inhaltlich falsch, das ist Dir hoffentlich bewusst.

Inzucht ist nicht der Grund für genetische Defekte! Die Defekte sind bereits vorher vorhanden. Inzucht ist auch kein Grund für eine höhere Mutationsrate. Alle Defekte die bei einer Inzuchtverpaarung auftreten, sind bereits vorhanden. Durch Inzucht treffen nur mit höherer Wahrscheinlichkeit zwei defekte Gene aufeinander und die negativen Auswirkungen können sich zeigen.

Bei gesunden Tieren ist Inzucht über wenige Generationen kein Problem. Bei derartig kaputtgezüchteten Tieren wie den Mongolen, ist das anders. Da ist schon vor Jahren durch unsachgemäße Zucht und Auswahl von Zuchttieren der Grundstein für einen "kaputten" Genpool gelegt worden.

Wenn Du einen "Artikel" über Inzucht schreiben möchtest, solltest Du vielleicht noch etwas mehr lesen, statt die gängige z.T. sachlich falsche Propaganda zu wiederholen.

Grüße Sonnenschein

Nachtrag:

Ich bin Molekulargenetiker, ich behaupte einfach mal, dass ich mehr über Genetik weiß als Netti, da ihr "Artikel" Formulierungen enthält, die jemand mit richtig Ahnung von dem Thema so nicht benutzen würde. Was nichts daran ändert das ich keine Lust habe so einen Artikel zu schreiben, ich habe bereits die Erfahrung gemacht, dass man dabei in der "Rennmauscommunity" auf taube Ohren stößt bzw. offen Angriffe provoziert. Da hab ich ehrlich gesagt eigentlich keine Lust zu.


Zuletzt bearbeitet: 29.04.08 14:52 von Administrator




Autor: Xander81

Folgendes fand ich bei http://de.wikipedia.org/wiki/Inzucht, ich finde das trifft es recht gut und es ist dabei noch verständlich:

"Unter Inzucht versteht man im allgemeinen die bevorzugte Paarung zwischen relativ nahen Blutsverwandten, in der Tierzucht und Pflanzenzucht im speziellen die Kreuzung innerhalb genetisch möglichst reinrassiger Zuchtlinien.

Zur Produktion von besonders leistungsfähigen Hybriden ist die Aufrechterhaltung von Inzuchtlinien als Elterngeneration für die Hybriden nötig. Inzucht führt dazu, dass immer mehr Genloci bzw. Allele homozygot (reinerbig) werden, also in beiden Chromosomensätzen gleich vorhanden sind. Aufgrund der Mendelschen Gesetze erscheinen durch Inzucht insbesondere auch rezessive Gene des Genotyps im Phänotyp. Folge der Inzucht ist damit die Erhöhung der Wahrscheinlichkeit des homozygoten Auftretens von Extremen in beiden Richtungen, also sowohl möglicher krankhafter als auch besonders leistungsfähiger Genkombinationen.

Züchter können nicht selten beobachten, dass im genetischen Sinne reinerbige Lebewesen geringere Vitalität und Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten aufweisen, da die genetische Information in beiden Chromosomensätzen gleich ist und dadurch weniger unterschiedliche Gene vorhanden sind (umgekehrter Heterosis-Effekt). Andererseits besteht Züchtung gerade darin, die positive Seite von Inzucht zu nützen, in dem gezielte Inzucht mit Selektion der geeigneten Typen verbunden wird.

Beim Menschen wird der Begriff manchmal auf Soziale Inzucht erweitert, worunter ein durch Beruf und sozialen Stand geschlossener Heiratskreis verstanden wird, dessen Folge oft auch biologische Inzucht ist. Ebenso kann Inzucht auch die Folge der Kleinheit und Abgeschlossenheit einer Bevölkerung in einem Gebirgstal oder auf einer kleinen Insel sein oder gar eines sozialen Ghetto-Daseins, also nicht nur Folge einer besonderen Heiratspolitik. Die möglichen, aber keinesfalls zwangsläufigen, negativen Effekte von Inzucht versucht man seit altersher durch das Verbot von Verwandtenheiraten zu vermeiden (siehe auch Dispens). Dazu gehört auch das Verbot von Inzest.





Autor: Iceboy

Ich mach zurzeit ein Praktikum in einem Tierversuchslabor.
Und diese Zuchtstämme sind alles Inzucht Stämme damit die Eigenschaften die benötigt werden heraus gezüchtet werden.
Der älteste Stamm bei den Mäusen wurde seit 1907 in reiner Inzucht über 100 Generationen gezüchtet. Selbst Wüstenrenner waren früher alle Inzucht. Bis auf Wildfänge.






Autor: Iome

Ja so sind ja auch die verschiedenen Farbvarianten raus gekommen. Das kann man fast nur durch Inzucht erreichen.
Aber das heißt ja nicht dass man das als völlig ahnungsloser, im Wohnzimmer auch machen sollte oder
Und bei Rennmäusen hat sich das ständige "inzüchten" ja auch schon ausgewirkt. Erhöhte Aggressivität, verminderte Lebenserwartung, diverse Behinderungen die öfter auftreten, ...

Ich frag mich zwar warum ich da jetzt mit dir diskutiere, aber egal... hab ja sonst nix zu tun ;-P *scherz*

Das ist bei allen anderen genetischen Defekten genauso: Verpaart man z.B. 2 Knickschwanz Mäuse miteinander dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch dass wieder Knickschwanzmäuse rauskommen.

Inzucht ist deswegen so teuflisch weil die meisten negativen Eigenenschaften die über Gene übertragen werden rezessiv sind. Dh sie müssen doppelt angelegt werden um zur Ausprägung zu kommen. Verpaart man also jetzt 2 Mäuse die miteinander verwandt sind und nur die Anlage, aber nicht Ausprägung dieses Merkmals tragen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Nachkommen diese Ausprägung haben. Bei den Eltern war aber nix. Die waren z.B. nicht aggressiv oder hatten keinen Knickschwanz.


Zuletzt bearbeitet: 29.04.08 15:04 von Administrator




Autor: Snowy79

Artikel der Rodentia Nr. 31, Mai/Juni 2006, Jahrgang 6

Rennmäuse in "Verdünnung", zur Entstehung der Dilute-Mutation von Michal Trinkler

Mongolische Rennmäuse zählen zu den beliebtesen Heimtieren. Diese Tatsache verdanken sie auch der großen Anzahl an verschiedenen Farbschlägen. Denn vor allem das Auftreten solcher Varianten trug maßgeblich dazu bei, dass die Rennmaus sich als Heimtier etablieren konnte.

Seit dem Beginn der Rennmauszucht im Jhre 1935 gelang es, aus der agoutifarbenen Wildform der Rennmäuse ine Vielzahl an unterschiedlichen Farbvarianten zu züchten. Dies Farbveränderungen (Mutationen) waren zunächst nur "Zufallsproduckte", durch GEZIELTE! Zucht konnten sie jedoch nicht nur bewahrt, sondern auch vermehrt werden. (...) Durch die Kombination der einzelnen Mutationen erhöhte sich die Anzahl der Farbschläge um ein Vielfaches. Ein Ende dieser Entwicklung ist noch nicht abzusehen, da auch in jüngster Zeit durch Mutationen neue Farben bei den Rennmäusen auftraten. Die Jüngste dieser Farbveränderung, die Dilute-Mutation, bewirkt ein "Verwaschen" der Grundfarbe. (...)

Erstes Auftreten

Die Dilute-Mutation wurde Ende 1997 zum ersten Mal in einem Laborbestand der Uni Osnabrück entdeckt. (...) Nach ihrer Entdeckung wurden die Tiere zunächst an der Uni Osnabrück weiter gezüchtet, wobei vorallem der genetische Pool durch Einkreuzungen unverwandter Tiere erweitert wurde.(!!) Zusätzlich wurden Exemplare, die Träger der neuen Mutation waren, auch an andere Unis (z.B. Uni Wien) sowie an die Gerbil Genetics Group weitergegeben. Die GGG untersuchte die Auswirkungen der neuen Mutation auf die Gesundheit der Tiere sowie den Einfluss auf andere Farbschläge. Die ersten Dilutew-Tiere wiesen teils Wehenschwächen auf, dies konnte durch GEZIELTE Zucht jedoch schnell eliminiert werden. (...)

Zuchtpraxis nach der Freigabe

Nachdem die Gerbil Genetics Group zahlreiche Informationen über die Dilute-Rennmaus gesammelt und der genetische Pool eine ausreichende Breite erreicht hatte, wurden auf dem Knagerfestijh in Arnheim (NL) im April 2002 erstmals blaue Rennmäuse (eine Kombination aus den Mutationen Schwarz und Dilute) zum Kauf angeboten. Bei diesen Tieren handelte es sich ausschließlich um Nachzuchten von Zuchtstämmen der Uni Osnob. Einige Tiere gelangten auch nach Deutschland und in die Schweiz.
Da es in Deutschland, anders als in den Niederlanden, keine Rennmaus Zuchtvereinigung gibt, die einen Zuchtstandard vorgibt, erfolgte die Weiterzucht mit den nach Deutschland gelangten Tieren eher planlos. Schnell entstand ein regelrechter Dilute-Boom, da viele Züchter unbedingt ein Tier dieser neuen Mutation ihr eigen nennen wollten. Um die Nachfrage nach entsprechenden Tieren zu befriedigen, wurden die Dilute-Rennmäuse möglichst schnell vermehrt, was leider zu deutlichenEibußen bei der Gesundheit und Fruchtbarkeit der Tiere führte. Vr allem die Verpaarung von Individuen, die beide Träger der neuen Mutation waren, wirkte sich negativ auf die Vitalität der Rennmäuse aus.
So traten bei den Dilute-Tieren bald ernsthafte Probleme auf: Neben dem Hang zu Epilepsie waren die nachlassenden Wurfgrößen erste Warnsignale. Leider wurden diese von vielen Züchtern nicht beachtet. Anstatt zunächst gesunde Stämme aufzubauen, wurden die Dulute-Tiere wahllos in andere Farben eingekreuzt. (...)

Die Auswirkung des Dilute-Faktors

Das Einkreuzen des Dilute-Faktors in die bestehenden Farbschläge bewirkte in den meisten Fällen lediglich eine Aufhellung der Farbe. (...) Einige Züchter zogen die Konsequenzen aus dieser Zuchtpraxis und bauten sich eingene Bestände auf. Um die Vitalität ihrer Tiere zu erhalten, kreuzten sie in ihre Dilute-Stämme immer wieder fremde Rennmäuse ein, die keine Erbanlage für Dilute trugen. Dies setzten sie über mehrere Generationen fort und gaben in dieser Zeit kaum Tiere zur Weiterzucht ab. Davon erhofften sie sich den Aufbau gesunder, stablier Zuchtstämme. Dies gelang ihnen zwar größtenteils, leider wurden inzwischen aber vielfach Dilute-Tiere aus unkontrollierter Vermehrung abgegeben, die die bereits genannten Schäden aufwiesen, weshalb die neue Mutation generell als kränklich eingestuft wurde.

Gegenwart

Über 3 Jahre nach der Abgabe der ersten Dilute-Tiere durch die GGG hat sich der anfängliche Boom wieder gelegt. (...) Heute fällt noch auf, dass Dilute-Tiere vermehrt zu Epilepsie neigen. Diese Veranlagung ist generell allen Rennmäusen eigen. Es ist darum anzunehmen, dass dieses Problem in Dilute-Linien nur vermehrt auftritt, weil hier HÄUFIG INZUCHT BETRIEBEN WURDE. Auch wurde es versäumt, Tiere, die offensichtlich gesundhzeitliche Probleme aufwiesen, aus der Zucht zu nehmen.(!) Die Lebenserwartung der Dilute-Tiere scheint insgesamt geringer zu sein als bei anderen Farbschlägen. Sie erreichen meist ein Alter von ca. 2-2,5 Jahren, während andere Farbschläge durchaus 3-4 Jahre alt werden können. Auch hier ist die Ursache eher in der Zuchtauswahl (also auf deutsch gesagt in der Inzucht) als in der Mutation selber zu suchen. Um die Mutation dauerhaft zu sicher, ist also noch einiges an züchterischer Arbeit zu leiten. Nur wenn sich engagierte Züchter finden, die eine strenge Zuchtauswahl treffen und ihre Zucht LANGFRISTIG anlegen, kann es gelingen, vitale Stämme aufzubauen. Dabei sollten die Dilute-Tiere nicht wahllos mit anderen Farbschlägen kombiniert werden da viele der dabei entstehenden Varianten kaum auseinander gehalten werden können.

Sinnvolle Zuchtfarben

In England existieren schon lange so genannte Showstandards, die von der National Gerbil Soxiety aufgestellt wurden. Der Sinn dieser Standards ist es u. a., dem Züchter einen Anhaltspunkt zu geben, welche Farbschläge in welcher Ausprägung gewünscht sind. Für die recht neue Dilute-Mutation existiert ein solcher Standard noch nicht. (...)

So, hier mal ein Experten-Artikel einer Fachzeitschrift über die Auswirkungen von Inzucht! Vielleicht kann man jetzt besser verstehen was einige hier im Forum so extrem gegen unkontrollierte Vermehrung haben. Wir wollen einfach nicht, dass unsere Tiere noch kurzlebiger und anfälliger gegenüber Krankheiten werden, wie sie eh schon sind (Lebenserwartung in der freien Wildbahn 8(?) Jahre). Ich habe nur einige Dinge weggelassen, herausgehoben etc., der Ihhalt des Artikels wurde nicht verändert.

Grüße, Snow





Autor: Jana

Das immer wieder sehr schwer zu behandelnde Thema. Ich möchte mich auch hier mal dazu äußern. Ich bin kein Genexperte, aber ich versuche mich gerade sehr intensiv mit dem Thema zu beschäftigen.

Vorab möchte ich sagen, dass ihr gerne gute Kritik in einem angemessen Ton äußern dürft, wenn meine Aussagen euch nicht gefallen, ich meine Meinung aber nicht ändern lasse, damit sie euch besser gefällt, falls es so gewünscht wäre. Das ist keine vorab Verurteilung, aber ich kenne die Reaktionen auf das Thema Inzucht mittlerweile.

Hier wurde schon beschrieben, dass die Wahrscheinlichkeit, dass es Nachwuchs mit geschädigten Genen gibt, höher bei Inzucht ist, als bei blutsfremden Tieren.
Rennmäuse sind allerdings so ähnlich in den Genen, dass von blutsfremd überhaupt nie gesprochen werden kann. Selbst wenn ich eine Maus aus Deutschland zur Zucht hole, die 600 km weiter bei einem Züchter gezogen wurde, ist die Genetik sehr ähnlich. Es waren schließlich nur 20 Renner, die den Ursprung all unserer kleinen Süssen ausmachen.
Man sollte keine Inzucht betreiben, wenn man keine Ahnung von der Genetik hat. Es kann aber auch ohne Inzucht zu geschädigtem Genmaterial und damit verbundenen Mutationen usw. geben.

Der Vorteil an Inzucht ist, dass man Schäden im Genmaterial entdecken kann und die entsprechenden Mäuse aus der Zucht nehmen kann. Das klappt nicht nach einem Wurf, dafür muss man mehrere Generation durch Inzucht verpaaren. Der Nachteil ist, dass man einige kranke Tiere darunter hätte, der Vorteil, dass man aber auch die Tiere findet, die gesundes Genmaterial haben und somit Krankheiten und Gendefekte ausschließen kann.

Ich möchte dazu noch sagen, das Inzucht so einen schlechten Ruf hat, weil sie unter Menschen verboten ist. Das hat auch seine Gründe, auf die ich jetzt eingehen werde, mich aber versuche, so kurz wie möglich zu halten
Renner leben in der Wildbahn in Familienverbänden. Ihr kennt das Problem mit der Vergesellschaftung, weil sie ihre Reviere bis aufs Blut verteidigen. Ohne Inzucht würde jeder Familienverband früher oder später ausscheiden. Natürlich gibt es dann viele nicht überlebensfähige Tiere, aber in der Natur überleben immer nur die Stärkeren. Also die, mit gesundem Erbmaterial.

Eine weiße Rennmaus würde in ihrer Heimat keine Überlebenschancen haben. Deswegen haben die Wildmongolen ja auch alle die typische Agoutifarbe. Die Fellfarbe ist also auch ein Produkt von kaputten Erbmaterial und damit meine ich alle Farbe, die eben nicht Agouti sind. Dem zu Folge sind alle Mäuse, die eine andere Farbe haben mit kaputten Erbmaterial ausgestattet (auch wenn die Folgen in der Gefangenschaft nicht so schlimm sind, wie Fehlbildungen).
Wir Menschen haben immer mehr kaputtes Genmaterial. Es gibt ja doch einige Fälle von Inzucht, wo Geschwisterpaare Kinder gezeugt habe, die zu 99% behindert oder gar nicht überlebensfähig sind.

Aber wären wir noch wildlebend, würden auch bei uns Menschen nur noch sehr wenige überleben.
Versucht euch vorzustellen die Bevölkerung der Erde würde nur in Deutschland existieren. Wir haben 80 Millionen Einwohner. Davon zig kranke. Fängt bei Stoffwechselkrankheiten an. Nehmen wir als Beispiel die Zuckerkrankheit. Wir sind soweit zivilisiert, dass wir mit Medikamenten behandelt werden können. Wären wir es nicht, wäre kein Zuckerkranker überlebensfähig. Folge dessen, würde der Zuckerkranke keine Kinderzeugen und (es ist eine Erbkrankheit) die Zuckerkrankheit würde früher oder (eher) später ausgerottet werden.

Nur Aufgrund der Medizin sind wir mit unserem Genmaterial überlebensfähig. Selbst ein Mensch, der essen kann was er will und nicht zunimmt und immer aussieht, wie es sich viele wünschen, mit Traummaßen, würde ohne unsere Zivilisation und Fortschritt nicht überleben. Ein harter Winter und er hätte keine Fettreserven für Hungerperioden und keine wärmende Schicht für den Winter, was auch eher zum Erfrierungstod führen würde, als bei Menschen, die Fett einlagern können.

Ich hoffe, ich habe den Text so verständlich wie möglich geschrieben. Ich habe versucht keine Fachbegriffe zu benutzen (das ist mir auch gelungen), einfach und verständlich zu schreiben und habe Beispiele gebracht.
Inzucht ist also keineswegs das schlechteste was es gibt. Allerdings sollte es nur von Leuten durchgeführt werden, die dahinter ein Ziel haben, was sie durch ihr Wissen auch unterstützen können. Verurteilen sollte aber keine die Inzucht, wenn sie einen Sinn ergibt.
Liebe Grüße Jana





Autor: Elen

Jana, soll ich deinen Beitrag wirklich ehrlich kritisieren?

Geh nochmal über die Bücher. Sowohl zum Thema Rennmausgenetik als auch zum Thema Menschengenetik. Das, was du schreibst, ist schlicht und einfach falsch! Nur ein paar Beispiele:

- Inzucht wird in der Natur verhindert, indem nur die ranghöchsten Tiere sich vermehren. Die jungen Mäuse wandern nach ihrer Reife ab, weil sie von den älteren vertrieben werden, und treffen auf andere, ebenfalls abgewanderte Mäuse. Und was machen die wohl? Richtig, neue Familienverbände gründen! Womit die Inzucht wieder raus wäre, da ja dann beide Mäuse aus einer anderen Familie stammen.

- Das, was du pauschal als Gendefekte bezeichnest, nennt sich "Mutationen". Soll heissen: Spontane Veränderungen der DNA. Ohne diese Mutationen hätte nie eine Evolution stattgefunden. In den allermeisten Fällen greift die Natur zwar daneben, aber sie hat auch immer wieder mal Erfolg mit den Veränderungen.
- Daraus folgert, dass auch bei der gezielten, möglichst inzuchtfrei gehaltenen Zucht in Menschenhand sogar aus nur 20 Tieren über die Jahre hinweg ein neuer, ausreichend unterschiedlicher Genpool entstehen kann. Nicht ideal, aber es ist möglich.
- Zudem werden gerade für Züchter schon seit geraumer Zeit Wildfänge eingeführt, was den Genpool abermals aufmischt.

ES GIBT KEINE AUSREDE FÜR INZUCHT, AUCH NICHT BEI NAGERN!

Denn der Haken an Inzucht ist, dass in JEDEM Lebewesen Gendefekte vorhanden sein können, die latent tödlich sind oder einfach Schäden nach sich ziehen können. Viele davon sind allerdings rezessiv und werden auch so vererbt (zur Erinnerung: Wir besitzen immer einen doppelten Genpool. Dominante Gene müssen darin nur einmal vorkommen, um ihre entsprechenden Merkmale zur Ausprägung zu bringen, rezessive Gene werden aber "übertönt" und prägen sich nur aus, wenn sie doppelt vorliegen, also die einzigen sind, die für dieses Merkmal zuständig sind) oder aber codominant mit den gesunden Genen, so dass der Schaden weitgehend in Grenzen gehalten werden kann. Wenn ich mit Gendefekt A ein Kind zeuge mit jemandem, der Gendefekt B hat (und beide Gendefekte sind rezessiv vererbbar), kann das Kind keinen davon, oder nur A, oder nur B, oder A und B haben. Weil beide Defekte aber in jedem Fall nur einmal und rezessiv vorliegen, ist das Kind gesund und lebensfähig. Zeuge ich aber mit meinem Bruder ein Kind, der den Gendefekt A ebenfalls hat, haben wir zu 50% ein Kind, das den Gendefekt doppelt vorweist und dementsprechend unter dem Schaden zu leiden hat. DAS ist der Haken an Inzucht! Und das ist auch bei Mäusen nicht anders.

@Jana,

1. ist die Wahrscheinlichkeit, dass blutsfremde Tiere denselben Schaden tragen, MASSIV KLEINER als bei blutsnahen Tieren,

2. traue ich nur EXTREM WENIGEN Menschen zu, sinnvolle Rückkreuzungen zu machen und ich meine, die Grundlagen der Genetik einigermassen begriffen zu haben, UND ES REICHT NICHT EIN BISSCHEN KENNTNIS, sondern es braucht verdammt viel davon, am besten wissenschaftlichen Hintergrund,

3. sind auch diese besonders gezielten Rückkreuzungen für die Jungen immer gefährlich bzw. schädlich,

4. ist dir wohl entgangen, dass bei der Neumischung der Gene während der Reifeteilung immer neue Kombinationen entstehen und deshalb ein Genpool selbst aus ähnlichen Ursprüngen sich sehr wohl erweitern kann, btw haben wir Menschen zu 24% dieselben Gene wie ein Salatkopf - das nur mal zum Thema Genpool, die Kombi machts eben aus,

5. wird punkt 4 durch Spontanmutationen erweitert, die immer wieder auftreten (woher, glaubst du, kommt Albinismus?),

6. bitte ich dich außerdem zu beachten, dass jemand, der hier liest, dass "Inzucht ja doch gar nicht so schlimm ist", die Warnungen vor Verpaarung blutsverwandter Tiere nicht ernst nimmt und OHNE DIE ENTSPRECHENDEN KENNTNISSE UND GRUNDLAGEN eben dies tun könnte. Gerade deshalb warnen wir so vehement davor!




Zuletzt bearbeitet: 29.04.08 15:23 von Administrator


Hallo,

ich habe inzwischen oft gehört (und gelesen), wie heikel züchten ist. Kurz gesagt wird einem eigentlich überall davon abgeraten, weil es so extrem viel Nachwuchs gibt, man nicht genau weiss was für Mäuse man da verpaart und es schwierig ist einen guten Platz für die Mäuschen zu finden.

Wie machen das dann Züchter? Ich habe gelesen, man sollte den Vater noch vor der Geburt von der Mutter trennen, weil er sie bereits während der Geburt wieder schwängern kann. Ausserdem gibt es, wenn man ein M und W dauerhaft zusammenhält andauernd Junge, richtig? Aber wenn man sie trennt, sind sie allein, dies sollte doch auch auf keinen Fall sein!! Und ich glaube kaum, das man das Weibchen in eine Weibchen-Gruppe setzten kann und nach Lust und Laune, wenn es wieder Nachwuchs geben soll wieder zum Männchen (und mit dem Männchen dasselbe)? Mäuse sind ja nicht gerade einfach zu Vergesellschaften...
Das einzige was ich mir so vorstellen kann ist, das man sie per Trenngitter trennt.

Ich habe (natürlich) nicht vor zu züchen, es nimmt mich nur wunder...

Freue mich auf Informationen!



Hoi Tanjatami,

ich trage mal zusammen, was ich weiss, aber dazu kann dir Mauzzi am meisten sagen. Züchten ist jedenfalls ein riesiger Aufwand, allein schon wegen der Problematik eines ausreichend grossen Genpools. Hat man keine anderen Züchter in akzeptabler Nähe, muss ja der eigene Bestand gross genug sein, um nie näher miteinander Verwandte kreuzen zu müssen und trotzdem eine Auswahl treffen zu können. Soweit ich weiss, wird ausserdem die Anzahl Würfe pro Maus eingeschränkt; z.B. könnten zwei nacheinander folgen (bei denen das Männchen dabei bleibt), dann eine Pause (evtl. Vaterwechsel nach der Aufzucht) und noch ein, maximal zwei weitere Würfe nach einem sinnvollen Regenerationsabschnitt. Jedenfalls wird es bei Farbmäusen manchmal so gehandhabt; ich denke, bei Rennern könnte das auch funktionieren.
"Ausgezüchtete" Tiere, die nicht weiter eingesetzt werden (weil sie zu oft vergesellschaftet werden oder werfen müssten...), können zusammengebracht werden oder mit Tieren weiterleben, die aus der Zucht von vornherein ausscheiden. Bei Farbis einfach: Weibchen und Kastraten vertragen sich gut. Bei Rennern wissen wir ja, dass gerade das für die Kastraten oft sehr schlecht ausgeht.
Ich hatte mir das Ganze mal bei Farbmäusen überlegt, es aber wegen des Aufwands wieder verworfen und Farbis sind wesentlich unkomplizierter in der Vergesellschaftung als Renner

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see the animal in his cage that you built?
are you sure what side you're on?
better not look him too closely in the eye...
are you sure what side of the glass you're on?
- nine inch nails


Hallo erstmal... ein bischen was zu mir:

ich habe mit der Rennmauszucht erst anfang dieses jahres begonnen. dazu gehörte auch informationen zu genen und allelen zu sammeln, bzw. sich mit den erblich weitergegebenen krankheiten unserer renner zu beschäftigen.

da ich fast 12 jahre erfahrung aus der katzenzucht mitbringe, war mir vieles bereits bekannt. darum muß ich mich hier auch mal zu wort melden, was diesen stellenweise total blödsinnigen artikel betrifft.... genau gesagt, diesen auszug:

"Bei Inzucht, wenn verwandte Rennmäuse sich paaren, entstehen genetische Defekte, die Behinderungen beim Nachwuchs erzeugen. Diese Defekte sind unter anderem

Knickschwanz, verkrüppelte Vorderpfötchen, kurze Lebensdauer Rennmäuse in freier Natur werden ca 6 Jahre alt, unsere wenns gut geht ca. 4 Jahre schwaches Immunsystem, Agressivität, innerliche Behinderungen also Behinderungen der inneren Organe drei Augen/ein Auge, und noch vieles mehr..."

1.) die defekte entstehen nicht bei den verpaarungen, sondern sind bereits vorhanden! und zwar latent bzw. rezesiv. treffen nun 2 mäuse aufeinander, die rezesiv die gleiche krankhafte genetik aufweisen, kommen nachkommen zustande, die diese defekte äußerlich zeigen... aber auch tiere, die wiederum rezesiv das krankhafte gen tragen, auch wenn es äußerlich nicht sichbar ist. aber auch ganz gesunde tiere können fallen.

2.) auch bei "nicht" inzuchten, worauf die rennmauszüchter wohl super viel wert legen, kommen diese defekte vor. nur seltener! und welcher super nicht"inzucht züchter behauptet, das er keine gesundheitlichen erbdefekte in seiner zucht hat, lügtsich und anderen in die tasche und zwar aufs übelste!... woher weiß er denn, das es nicht der fall ist? er macht ja keine inzucht-verpaarungen, die vielleicht das gegenteil ganz schnell ans licht bringen würden!
gerade aus rein nicht inzucht geführten zuchten werden die defekten gene weiter latent getragen und vererbt! auch wenn sie nicht gezeigt werden.


ich möchte doch allen züchtern, die die inzucht so absolut verteufeln und an diesem thread mitwirken empfehlen, sich intensiv mit der mendelschen vereerbungslehre und den dazugehörigen gesetzen vertraut zu machen, sich zusätzlich mit den genloci vererbbarer krankheiten auseinander zu setzen...

und dann.... können sinnvolle duskussionen zustande kommen, die unseren tieren zugute kommen und vor allem auch hand und fuß besitzen!!
oder will mir hier nun einer erklären, das eine verkäuferin mehr ahnung von genetik hat, wie ein studierter genetiker selber?.. nicht wirklich oder?

greez



Wilhelm:


Autor: Elen

- Inzucht wird in der Natur verhindert, indem nur die ranghöchsten Tiere sich vermehren. Die jungen Mäuse wandern nach ihrer Reife ab, weil sie von den älteren vertrieben werden, und treffen auf andere, ebenfalls abgewanderte Mäuse. Und was machen die wohl? Richtig, neue Familienverbände gründen! Womit die Inzucht wieder raus wäre, da ja dann beide Mäuse aus einer anderen Familie stammen.


hmm, nicht ganz richtig deine aussage! zumindest behaupte ich das!...
1.) woher weißt du, das die ausgezogenen tiere nicht untereinander doch weit verwandt sind? vaterschaftstest? ;

2.) wandern die mäuse aus dem ursprungsland ins ausland aus, um sich nicht untereinander zu verpaaren?

3.) haben unsere renner noch einen 6. sinn der ihnen sagt... STOPP!!.. der andere is über 3 ecken mit mir schon verwandt, von dem lass ich mich nicht decken?

also überdenke deine aussage nochmals genau!.. richtiger währe wohl die aussage, das das verwandtschaftsverhältnis minimiert ist!!



Das ist nun Erbsenzählerei, oder? Zumal ich an anderer Stelle erwähne, dass Renner eben keinen 6. Sinn für die Vermeidung von Inzucht haben, sondern dahingehend sogar ziemlich "dumm" sind.

Ich habe das Prinzip erklärt und versucht, dabei anschaulich zu bleiben, und nicht nicht einen perfekten wissenschaftlichen Beitrag verfasst.

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see the animal in his cage that you built?
are you sure what side you're on?
better not look him too closely in the eye...
are you sure what side of the glass you're on?
- nine inch nails
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Hier darf jeder seine Meinung sagen, wilde Thesen aufstellen und behaupten Rennmäuse stammen vom Mars. Kein Problem, solange man niemanden persönlich angreift! Antworten sollen sich auf den Beitrag beziehen, nicht auf den Autor! Der Ton macht die Musik