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Thema: Kurswechsel?


Hauptunterschied - im akustischem Sinne - zw. Lautsprecher und Pfeifenorgel ist m.E. (subjektiv, ich lasse mich belehren...) die Art der Diffusion: lineare Lautstärkeabnahme bei Orgel, exponentiell bei Lautsprecher. Dies dürfte ja differenziert betrachtet werden, wenn es um tiefe Frequenzen geht.

Aber der Punkt war die Wirkung der Raumakustik auf die Planung, bzw. die Brauchbarkeit der 4' als Äquallage und das Warum im hörphysiologisches Sinn der 8' trüb und ungenau klingt (zumindest so höre ich es).

Aus allen o.g. Links verstehe ich zumindest, dass ein Welle die sich im Raum voll entfalten kann, aus der tatsächliche Welle wahrgenommen wird. Eine nicht vollentfaltete Welle erzeugt Überlagerungen, klingt also unruhiger, und wird mehr (oder ganz) aus den Obertöne wahrgenommen bzw im Ohr rekonstruiert.

Oder?



Hallo,

ich weiß nicht, ob man das so sagen kann.
Dann wären Kopfhörer ja nur zur Wiedergabe von Hundepfeifen geeignet.

Ich sehe problematisch diejenigen Frequenzen, deren Wellenlänge so im Verhältnis zur Raumgröße stehen, dass sich eine stehende Welle aufbauen kann.
Hier hilft es, die Lautstärke zurückzunehmen, also etwas anders zu intonieren, bzw. Maßnahmen im Raum zu ergreifen.
Aber tiefe Töne grundsätzlich auszuschließen wäre etwas überzogen.

Ich persönlich finde aber ohnehin, dass man sich mit ständigem 4' alleine die Ohren kaputtmacht.

Etwas anderes ist natürlich die Begründung durch eine einfachere und unkompliziertere Bauweise.
Aber dafür sollten nicht akustische Belange den Buckel her halten müssen.

Johannes





Hallo!

Ich sage nicht, dass ein Kopfhörer nur zur Hundepfeifen geeignet ist. Aufgenommene (bzw gesampelte) Musik hat schon ihr Platz in einem anderen Raum gefunden, und es ist bekannt, dass Kopfhörer nicht in der Lage sind, tiefe Töne zu wiedergeben, sondern dass das Ohr den Klang rekonstruirt.

Aus meiner Sicht (Ohr) ist 8' in kleinen Räumen zu tief, 4' etwas zu hoch, aber noch angenehmer als 8'
Dass es Anderen so gehen kann ist der Sinn meiner Aussage.

Einfache Bau, ja, das ist genial viele Vorteile.



Ein bißchen schlechtes Gewissen befällt mich gegenüber unseren Francois Troll, wenn nun auch ich noch in das Acht-Fuß-Horn stoße und ein weiteres Mal davon berichten möchte, daß ich unser ursprünglich mit einem Vier-Fuß-Register bestücktes Portativ umgebaut habe auf die Acht-Fuß-Lage, allerdings nur von F bis c3; freilich mag es sein, daß bei sehr guter Intonation der hohen Pfeifen und gediegener Windversorgung das einzeln für sich gespielte Vier-Fuß-Register wunderschön hell und klar ertönen könnte, indes waren beide Voraussetzungen bei unserem Instrumentlein nicht gegeben.

Durch den Umbau auf die Acht-Fuß-Lage litt zwar die Tragbarkeit des Portativs, gleichzeitig stieg jedoch die Erträglichkeit seines Klanges; nun möchte ich mich keinesfalls von vorneherein gegen Hausorgeln auf Vier-Fuß-Grundlage aussprechen, sondern nur von meiner persönlichen Erfahrung und Einschätzung berichten; überhaupt ändert sich der Höreindruck im Laufe der Jahrzehnte, es steht zwar fest, daß man im Alter die hohen Töne schlechter höre, doch klagt beispielsweise mein betagter Vater ausgerechnet die Unreinheit in den hohen Lagen, während meine jugendlichen Kinder darüber erstaunlicherweise keine besondere Klage erheben...

Ob acht, ob vier, Orgelbauen wollen wir,
mit diesem Spruch möchte ich alle orgelbauenden Freunde zum Neuen Jahr grüßen,
Wolfgang.



Mit anderen Wörter, alles liegt an der Erfolg des Pfeifenbaus und -intonation...



Also nun, so sieht meinem Projekt aus, jedoch vorweg ein Paar Beobachtungen.
- Hier in Südamerika sind wir orgelmässig etwas beschädigt: sehr lange Lieferungszeiten und für uns sind die deutsche Preise hoch;
- Ich bin mit ein paar Lammhäute gekommen, darunter 2 von Spaltleder, ich hatte schon eine Begründung dafür...
- Alles was man in DE kennt wie Messingröhren und -Stangen, Orgelmotoren, Oberfräse usw. ist schwer zu bekommen; Selbst also mit Werkzeuge muss ich mit einem absoluten minimal rechnen.
- Also unter diese Prämissen habe ich meinem hiesigem Projekt entwickelt, was sicherlich bei einige Kopfschütteln hervorrufen wird. Aber aus dieser neue Diskussion kommen vielleicht noch besseren Ideen.

Disposition:

Pneumatisches Multiplex, eine Grundreihe Streichgedackt 8, eine Grundreihe Flötengedackt 4

II C-c4 Flötengedackt 4 Streichgedackt 2
I CC-c4 Streichgedackt 4 Flötengedackt 2
Ped C-f1 Streichgedackt 8 Flötengedackt 4 Streichgedackt 4 Flötengedackt 2
Streichgedackt vertiefung 1,27,
Flötengedackt Vertiefung 1,6
Beide Register gehen auf offene Pfeifen ab 2/3 mit einem +6HT-Sprung

Ladensystem: Membranlade; die Membranen nach Skinner sind auf einem Gitterwerk von Leisten geklebt, diese Selber auf einem Fundamentbrett geklebt. Pneumatik-System von Drehorgeln, s. http://pagesperso-orange.fr/orgue-de-barbarie/soupapes_mini29.htm; nur jeweils das 2'-Register im Pedal hat eine Schaltung (im Pedal sind alle Register schaltbar); jedes Rohr wird überlang (150 mm ? ) gebaut, um damit einem "Expansions-chamber" (Ausdehnungskammer) für den Wind zu bieten.

Gebläse: 2 Keilbälge oder parallelbälge mit kompensierte Falten, elektromechanisch gesteuert

Gehäuse: Pianoform,
- Bälge und Steuerung
- Pfeifen ab (klingend) 2 2/3 UND Manuale
- Windlade direkt über das Schwellpedal
- Pedalsteuerung und Stummelpedal





Aaaach jeee, falsche Button gedrückt, ohne Korrekturen und eines vergessen:

Das I. Manual ist ja ab CC spielbar, also lässt sich nach unten oktavieren, was doch einem 8' im Manual auf diesem Weg bietet...



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