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Thema: metallisches Klackern im Motor - Ursache gesucht


Ein ratloses Hallo aus dem Süden.

Nach einem weiteren Abend mit der Suchfunktion und ohne nennenswertes Ergebnis [Suchfunktionen mögen mich nicht :(] mach ich jetzt eben ein neues Thema auf.

Wie Ende letzten Jahres schon im Primärtriebthema schrieb, tauchte bei meinem Motor innerhalb kürzester Zeit (max. 5km) ein sehr dominantes metallisches Klackern auf. Daraufhin dachte ich an die Primärtriebwarnung, die ganz gut zu dem Geräusch passte und ließ die Fuhre erstmal in Ruhe.

Nun hatte ich vergangenes WE endlich mal Zeit und Gelegenheit das Thema anzugehen und musst feststellen, dass mit dem Primärtrieb alles bestens ist.
Nix locker, keinerlei Radialspiel und die Zahnräder sehen auch hervorragend aus (sollten sie wohl auch bei ca 40.000km).
Die einzige Erkenntnis war, dass ich jetzt ne neue Deckeldichtung benötige.

Daraufhin habe ich das Risiko in kauf genommen und den Motor gestartet. (Starten ging ohne großes Zögern - Choke, Starter, läuft)
Das Geräusch war allerdings immernoch sehr beunruhigend und definitiv noch nicht immer da. Ich glaube der Ursprung befindet sich irgendwo oberhalb des Zylinders.
Ventilspiel hab ich erst vor max. 3000km geprüft - war ok und ich hab nix dran gemacht.
Meines Wissens ist ne Stufe 1 Nocke von Lischo (schreibt man den so?) drin. Laufleistung dieser kann ich nur vermuten, aber vermutlich um die 16.000-20.000 km.

Hat dazu evtl. irgendjemand ne Idee, was das sein könnte?
Oder noch ein paar Vorschläge zur Fehlersuche ohne gleich den ganzen Motor zerlegen zu müssen?

Ich habe auch zwei Videos gemacht in denen man dank dieses Geräusches den normalen Motorlauf kaum noch erkennt. Allerdings hab ich grad keine gute Idee wie ich euch die 50MB zur Hörprobe anbieten könnte. (Youtube etc. bin ich nicht angemeldet und hatte ich ansich auch nicht vor)

Nun überlasse ich euch mal das Feld für Spekulatius ... :)

Grüße
Sebastian



Hi,
das Einfachste wäre doch erst mal nach dem Ventilspiel zu schauen.
Evtl. hat sich da etwas gelöst.
Falls nicht, dann nach den Lagern der Nockenwelle schauen.



könnte dir anbieten meinen Youtubeaccount zu nutzen um das Video hochzuladen.

Melde dich einfach mal mit ner Privaten Nachricht.

Gruß



bei mir wurde mal die kleine schraube, welche den luftfilter eigentlich halten sollte, angesaugt. das hat gut geklackert. dann hatte ich auch mal ein kaputtes kurbelwellenlager.

gruß jan



Ölkohle/Glühzündung...? Ist ja nun mal ein riesiger Brennraum! Wasserschlag....? Blubbert es im Kühler?



Neee ... also Glühzündung schliess ich mal aus.

1. klingt das nicht so metallisch
2. die dürfte äußerst selten bei nem Kaltstart (ca. 3°) nach wochenlangem Stehen sofort auftauchen.

Im Kühler blubberts nicht auffällig. Darauf hab ich allerdings auch nicht explizit geachtet.

Hab mich jetzt doch schnell bei Youtube angemeldet - ist eben doch der einfachste Weg.

Links sind:

http://www.youtube.com/watch?v=_Y-CUSenOr4
http://www.youtube.com/watch?v=na60SXTePFw

Das Geräusch ist im Video etwas dominater als real - ist halt nur ne Digicam.



Aus einem mir unbekannten Grund funktionieren die Links nicht wie vorgesehen.

Müsst ihr halt doch per Copy/Paste draufschauen, dann gehts.



Hallo
Ich habe mal eine ganz andere Idee...
Bei meiner Scorpion hat sich der Kaltstartmechanismus der an der Nockenwelle angebaut ist (Steuerkettenrad) gelöst(ausgehakt),und hat sich langsam durch den Deckel gearbeitet.Hörte sich an wie Ventilspiel ,hatte ich zehn mal kontrolliert und dann einen Riss im Deckel gesehen ...Über dem Zahnradwultst des Deckels.

Gruß
Matthias



Oder die Fliehkraft-Gewichte. Klingen auch metallisch und machen ein Loch im Ventildeckel wie von Matthias beschrieben.

Grüße
Ronald



Schmeißt die ganze Deko auf den Müll. Braucht keine Skorpion, wir haben doch E-Starter. Das ist ein Relikt aus einer früheren Epoche, als Motorräder noch Kickstarter (die älteren unter euch werden sich erinnern) hatten.
Meine läuft seit Jahren problemlos ohne den Quatsch.
Gruß Ducansgar;-)





absolut problemlos. allerdings kann man's nit einfach ersatzlos entfernen.
wurde hier zigfach schon behandelt.
Den Deckel kann man schweissen, wenn sowas passiert. Dazu sollte man ihn auf einer dicken Aluplatte verschrauben. Wichtig sind die mittleren Schrauben um die Nockenwelle.
Den Deckel kann man nicht einzeln ersetzen; Deckel und Kopf werden ale Einheit fuer die Nockenwellelagern bearbeiten und zusammen bezeichnet.

b



Hm ... klingt für mich jetzt wie Zylinderkopf öffnen.
Das ginge ja noch.

Brauch ich außer ner neuen Deckeldichtung (und sicherheitshalber ne Kopfdichtung?) noch andere Teile, die ich vorher bestellen sollte?
Und gibt es irgendwelche Teile die man bei der Gelegenheit gleich mal genauer begutachtet?

Gruß
Sebastian



nachgereicht:

so sind Deckel und kopf vom Werk aus gezeichnet, natuerlich mit fortlaufenden Nummern.
Der Deckel ist nur geklebt; da ist keine Dichtung. Dazu gibt es verschiedene Dichtstoffe. Am besten finde ich Loctite 5926 aber das "Rote" vo Wuerth or auch "Dirko" sind OK. Lieber nicht Hylomar, weil da der Zustand der Planflaechen sehr exakt sein muss und auch peinlich sauber. Hylomar ist am besten fuer Neuteile.

Eine Zylinderkopfdichtung wirst Du nicht brauchen, nicht sofort jedenfalls. Wenn die Schaeden so sind, dass man den Kopf abnehmen muss, hat's dann noch genuegend Zeit, eine neue zu besorgen (z.B. bei KEDO). Vorher wird man sich um den Kopf kuemmern muessen.

Allerdings: beim abhoeren der beiden clips konnte ich nicht wirklich was bedrohliches hoeren. vielleicht bin ich nur taub - aber evt. hoerst Du auch das Gras wachsen.

Zunaechst nur den hinteren Einstelldeckel abnehmen und Kerze rausdrehen. Mit der Taschenlampe die Nocken selbst ansehen und natuerlich auch das Spiel nochmal kontrollieren. den Motor drehen kann man mit einer 19ner Nuss durch das Mittelloch im Seitendeckel. Da sieht man evt. alle drei Nockenbahnen. Wenn die Lager selbst angeschlagen sind, sind auch die Bahnen und die Gleitflachen der Kipphebel auch nicht sehr schoen.
Mit dem Kolben auf OT und alle Ventile zu, kann man zumindest probieren zu spueren, ob ein Pleuellager luft hat, indem man sehr vorsichtig und sehr wenig die K-Welle hin- und herdreht. Hat ein Lager luft, dreht sich die Welle entsprechend, ohne dass sich der Kolben bewegt und oft kann man das spueren. Leichter geht es allerdings, wenn der Seitendeckel weg ist und man am Polrad mit der Hand dreht. Aber auch das ist noch viel einfacher, als den Motor zu 85% ausbauen, um den Nockenwellendeckel abzubauen. Das kann man immer noch machen.
Mache die einfachen Sachen zuerst.

b



Das werde ich dann mal so probieren.

Wenn du in den Clips nichts abnormales hörst, dann sind die Aufnahmen wohl viel schlechter als ich dachte. :-(

Das relativ hohe nagelnde Geräusch (im Video fast klirrend) war in anderer Form schon immer vorhanden, da hast du recht, nur dass es jetzt gefühlt min. 10-Mal lauter als normal ist. Als es während der Fahrt aufgetreten ist hab ichs durch Helm+Ohrstöpsel gehört (vorher war nix).
Speziell im 2. Video klingt der Motor eher wie eine Nähmaschine und das war auch live so.
Kann man das Geräusch einem speziellen Vorgang zuordnen? Z.B. das Anlegen der Ventile beim Schliessen.




also ich finde auch nicht, dass sich dieser motor normal anhoert. ist schon hart das klackern.
aber dass man ueber so ein video eine diagnose liefern kann, das bezweifle ich doch stark. man hoert ja nicht woher es kommt und und feine unterschiede erkennt man da ja ueberhaupt nicht.
hattest du denn immer genug öl drin und das sieb ist auch sauber?
schau doch mal nach, ob da was drin ist.

gruß jan

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