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Thema: Geld


Friedensnobelpreis

Aus der Armutsfalle

Von Manfred Schäfers



13. Oktober 2006 Ein Bankgründer erhält den Friedensnobelpreis - wer hätte das gedacht? Doch im Fall des Muhammad Yunus kommt das Unglaubliche nicht völlig überraschend.

Der Wirtschaftsprofessor aus Bangladesch genießt mit seinem auf Kleinstkredite spezialisierten Institut längst einen legendären entwicklungspolitischen Ruf. Seine vom Komitee gewürdigte Grameen-Bank ist zu einem Muster mit Wert geworden. Interessierte aus aller Welt haben die Kreditwerkstätten besucht, die in jeglicher Hinsicht gute Geschäfte mit den Ärmsten der Armen gemacht haben.

Jeder zweite hat es geschafft

Die bis dahin absolut Mittellosen bekamen am Anfang, also Mitte der siebziger Jahre, ein Darlehen über vielleicht 30 Dollar, damit sie ein paar Hühner oder den Stoff für ihre Korbflechterei kaufen könnten. Wie Yunus hervorhebt, hat sich seither jeder zweite Grameen-Kunde aus extremer Armut befreien können. Diesen Erfolg kann man gar nicht genug würdigen.

Der neue Friedensnobelpreisträger kommt aus einem der ärmsten Länder der Welt. Er legt Wert darauf, daß Bedürftige nicht zu Almosenempfängern degradiert, sondern Geschäftspartner werden. Sein Wirken umschrieb er einmal mit den Worten: „Unser Ziel ist die Bekämpfung der Armut. Aber wir machen Gewinn.“

Geschäfte statt Geschenke

Doch seine Bank ist keine normale Bank. Seine Kreditnehmer müssen sich in Gruppen zusammenschließen. Das erhöht die soziale Kontrolle. Die Mitglieder, übrigens fast nur Frauen, schauen, ob einer in Zahlungsverzug gerät. Sie überwachen und helfen sich. Die Ausfallquote soll nur bei einem Prozent liegen. Das Konzept hat zur Nachahmung angeregt. Mittlerweile sollen mehr als 60 Millionen Menschen Kunden von gut 12.000 Instituten in der Welt sein, die kleine und kleinste Kredite vergeben.

Der Erfolg der kapitalistisch arbeitenden Grameen-Bank steht im Kontrast zu vielen mildtätigen Entwicklungsprojekten. Der Weg aus der Armutsfalle, den Yunus aufzeigt, führt nicht über Geschenke, sondern über Geschäfte. Letztlich ging es ihm stets um Hilfe zur Selbsthilfe. Kredit, Markt, Gewinn - viele Menschen verbinden mit solchen Begriffen ausschließlich Negatives. Der praktizierende Volkswirt hat das Gegenteil bewiesen. Er hat bewiesen, daß daraus auch für die Schwächsten Positives erwachsen kann.

Text: Frankfurter Allgemeine Zeitung


Mir ist so durch den Kopf gegangen: Was ist der Unterschied zwischen den Finanzhaien und Muhammad Yunus? Bei oberflächlicher Betrachtung tun doch beide das Gleiche nämlich Geld verleihen.
Yunus hat offensichtlich als Motivation, den Frauen aus der Armut zu helfen, sich zu befreien.
Die Geldhaie haben genau das Gegenteil als Ziel. Sie wollen die Menschen noch mehr kontrollieren und versklaven, sprich in der Armut halten.



Mutter Natur beschert uns einen frühlingshaften Winter und streckt damit den elenden raffgierigen Geiern (Ölmultis, Energiekonzerne, Staat) die Zunge raus. Wir brauchen damit fast keine Heizkosten. Welch ein genialer Schachzug!




Geld hat nichts mit Macht zu tun, auch nicht mit Reichtum und schon gar nicht mit Wert. Wir haben uns da einen großen Bären aufbinden lassen.
Macht, Reichtum und Wert sind nur in unserem Innen zu finden und sind Konstanten. Wir können nichts dazutun und auch nichts wegnehmen.


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