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Thema: Werte?


Was sind wirklich Werte und was wird uns als solche übergestülpt zum Zweck der Manipulation und Domination?

Hier ein ganz interessanter Ausschnitt:

Werte und Un-Werte

Mit dem Begriff der Werte verbinden viele Menschen einen konservativen Begriff, der mit der Unterordnung des Individuums, mit Verzicht und Fremdbestimmung durch Staat oder Gesellschaft verbunden ist. Kein Wunder, sind es doch gerade die Unionsparteien, die am lautesten den Begriff der Werte auf den Lippen führen und damit genau dies propagieren.

So bekommen Leute wie die CDU-Politikerin und jetzige Bundesintegrationsministerin Maria Böhmer, die in der Politik und als stellvertretende Vorsitzende im ZDF-Fernsehrat eine wichtige treibenden Kraft für Computerspiel-Verbote ist, am ehesten das Etikett "wertkonservativ". Dabei sind Werte der Definition nach etwas, was den Menschen konkreten oder zumindest potentiellen Nutzen bringen soll. Beschneidung individueller Freiheit und Fremdbestimmung sind aber ein konkreter Schaden, der von den so genannten Wertkonservativen mit einem angeblichen Nutzen in abstrakter Form gerechtfertigt wird. Verzicht und Entsagung haben für sich keinen Nutzen.

Dies gilt gerade auch für die Sexualität, die traditionell stark von repressiven Wert- und Moralvorstellungen dominiert wurde und vereinzelt noch wird. Verhaltensbeschränkungen, wie Keuschheit, sexuelle Enthaltsamkeit oder der jungfräuliche Eintritt in die Ehe bringen heute, wo man sich gegen Schwangerschaften und Geschlechtskrankheiten schützen kann, keinen Nutzen, stellen aber für jene, von denen sie gefordert werden, eine erhebliche Belastung dar. Trotz aller Liberalisierung läuft intensive sexuelle Tätigkeit vielfach noch den gesellschaftlichen Normvorstellungen entgegen.

Gerade im bürgerlichen Bereich dienen Normen und "Werte" aber nicht nur dazu, im Zusammenleben Reibungen zu vermeiden; vielmehr sind sie der Nährboden für gesellschaftliche Repression - unabhängig davon, ob jemand von dem normwidrigen Verhalten einen Schaden hat. Sexualrepressive Normen ermöglichen es geschwätzigen Damen, über eine junge Nachbarin mit häufiger wechselnden Männerbesuchen her zu ziehen. Hier werden nicht mehr Werte für letztlich positive Zwecke propagiert, hier sind sie reiner Repressionsvorwand und werden dadurch zu Un-Werten.
Ähnlich wie bei der Sexualität gibt es auch andere fragwürdige "Werte", wie etwa unkritischen Gehorsam, die in der Vergangenheit selbstverständlich gefordert wurden und teils auch wieder in der Erziehung propagiert werden. In der Zukunft, wenn das "Dritte Reich" immer weniger vor zweifelhaften Werten abschreckt, muss man sich mit Schaden, Risiko und der Frage nach der Notwendigkeit solcher Un-Werte verstärkt auseinander setzen. Viele positive Werte können eine negative Seite bekommen, wenn sie als Vorwand für Repressionen dienen. So ist die Familie für viele ein zu schützender Wert, sie wird aber eindeutig zum Un-Wert, wenn sie als Vorwand zur Sexualrepression genommen wird. Sogar das Gebot der Menschenwürde in Artikel 1 GG kann zum Un-Wert mutieren, wenn es nicht mehr echte Menschen schützt, sondern zur Reglementierung reiner Fantasiewelten zweckentfremdet wird.

Auch die Computerspiele sind ein zentrales Schlachtfeld der Wertediskussion und von virulenten Un-Werten. Die Forderungen nach Verboten von als unmoralisch empfundenen Spielinhalten stehen auf einer unscharfen Grenze zwischen der Abwehr vermeintlicher Gefahren und einer reinen Repressions-"Moral", die, ähnlich wie bei der Sexualität, das abwegige Vergnügen zu verdammen sucht, um einen Vorwand für eigene Machtausübung mit Repression und Schikane zu finden. So sucht Christian Pfeiffer in seinem Brief an den Medienausschuss nach "Werten" der Verfassung, um damit Totalverbote zu rechtfertigen und betreibt dabei den Missbrauch des Menschenwürde-Gebots in Artikel 1 GG. Denn der Grund, der eine moralische Verdammung und Bestrafung echter Gewalttaten erfordert und ihre Unterlassung als Wert qualifiziert, die Schädigung anderer, liegt bei der reinen Simulation nicht vor.

Somit ist der Versuch, in den virtuellen Welten der Computerspiele die Werte der Wirklichkeit durchzusetzen, größtenteils zum Propagieren von Un-Werten der Repression und der Verbote verdammt.

Es gibt aber sehr wohl auch positive Werte, die unser Gesellschaftswesen kennzeichnen und die mühsam gegen gewachsene Un-Werte durchgesetzt werden mussten. Beispielsweise die sexuelle Freiheit, zu außerehelichen Handlungen, Homosexualität, anderen Normabweichungen oder Pornografie. Es ist ein Wert, dass der Begriff "Unzucht" aus dem Strafgesetzbuch eliminiert wurde. Weithin wird akzeptiert, dass der Privatbereich zu schützen ist vor dem Diktat übergeordneter Instanzen, auch vor Gesellschaftsmehrheit und Staat. Man hat einen sehr großen Wert geschaffen, nämlich die weitgehende Freiheit im Privaten. Denn die Freiheit ist ein echter Wert, etwas, das Menschen Nutzen und einen Gewinn an Lebensqualität bringt. Deshalb ist es ein Eintreten für Werte, wenn Menschen eine weitest mögliche Selbstbestimmung des eigenen Lebens, bei Sexualität, Unterhaltungsmedien und allgemeinem Lebensstil, gegen repressive Pseudo-Werte verteidigen.


http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26569/1.html



Werte sind zu wertvoll, um sie den Moralisten zu überlassen.

Die sogenannten moralischen Werte, die fast alle zwanghaft um bestimmte Vorstellungen von Sexualität kreisen, mögen ehrbare Werte sein, doch sie bilden nur einen kleinen Ausschnitt aus dem gesamten Spektrum an denkbaren und gelebten menschlichen Werten. Viel ergiebiger und spannender ist deshalb eine Betrachtung der Werte in ihrer ganzen Bandbreite und konzentriert auf ihr Entwicklungspotenzial.

* An Werten orientiert haben wir uns schon immer, jetzt geht es darum, uns ihrer bewusst zu werden.

Werte sind nichts anderes als Antworten auf die Frage: Was ist mir wieviel wert ? Nach unseren Werten richten wir unser Handeln aus, wenn auch meistens unbewusst. Auf der persönlichen Ebene ermöglicht und zwingt uns nun die Entwicklung zur Identität der Lebensgestalterin und des Lebensgestalters, unsere Lebensziele und damit unsere Werte selber zu bestimmen, was mehr und mehr unsere bewusste Aufmerksamkeit erfordert. Und auf der kollektiven Ebene fordern uns Kulturen mit sehr rigiden Wertesystemen heraus, uns bewusst zu werden, welche Werte unsere eigene Kultur in Zukunft teilen und verteidigen will.

* Wer Menschen ansprechen will, muss ihre Werte ansprechen.

Werte sitzen im Zentrum der menschlichen Identität. Sie sind im Zweifelsfalle wichtiger als Meinungen, Überzeugungen oder Wünsche. Eine Beziehung, die auf geteilten Werten beruht, ist stabil und entwicklungsfähig zugleich. Eine intensive und bewusste Auseinandersetzung mit den eigenen Werten und mit jenen von Markt- und anderen Partnern lohnt sich deshalb.

* Vor uns liegt ein Jahrhundert der Werte.

Die sich abzeichnende Renaissance der Werte bedeutet keineswegs eine Rückkehr zu den sogenannt traditionellen Werten. Vielmehr ist das wachsende Interesse an Werten eingebettet in einen machtvollen und langfristig wirksamen Trend, wonach wir verstärkt Zeit, Aufmerksamkeit und Energie in die Fragen nach Identität und Sinn investieren. Angesichts sich abzeichnender Grenzen des materellen Wachstums auf der persönlichen wie der kollektiven Ebene stellt sich die Frage, was wir eigentlich wollen und was uns etwas wert ist, zwangsläufig mit grösserer Macht. Werte werden wertvoller, in Wirtschaft und Gesellschaft.



Ganzer Artikel:
http://www.gigerheimat.ch/Worte/vortragsthemen-werte.html



Seit tausenden von Jahren wurde uns Menschen, insbesondere den Frauen, eingeredet, sie seien minderwertig und müssten deswegen schuften, sich versklaven, gehorchen, leiden, zahlen, sich unterordnen um sich ihren Wert bei irgendwelchen Patriarchen zu verdienen. Um es mit Ramtha zu sagen: "Der letzte Walzer der Tyrannen" - ist hiermit beendet!
Selbstwert ist gegeben und zwar zu 100%. Er ist unveränderbar. Selbstwert hat nichts mit Geld zu tun und wir können ihn nicht verdienen. Wir sind jetzt lange genug auf diesen Schrott hereingefallen! Jetzt reicht's!
Meine neue Welt ist frei von Tyrannen. Was für eine Erleichterung, was für ein Genuss!



Werte kann man nicht geben oder nehmen, denn sie sind nicht außerhalb von uns.
Andere Menschen haben also nichts mit meinen Werten zu tun.

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